Zecken bei Hunden & Katzen

Wie Sie Ihr Haustier schützen

Der Frühling ist da. Und schon bald hört und sieht man es wieder überall brummen und summen. Fliegen kreisen über den Picknickdecken, Mücken müssen verscheucht und der Kuchen sowie Erfrischungsgetränke wieder gegen Wespen verteidigt werden. Doch nicht alle Plagegeister machen sich so deutlich bemerkbar. Einige unliebsame Gäste warten stattdessen still und heimlich auf ihre Beute – so auch die Zecke. Sie lauert an Grashalmen und Büschen. Bei der nächsten Gelegenheit hängt sie sich an einen Wirt, um sich von dessen Blut zu ernähren.

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Sind Hund oder Katze häufig draußen, so können Sie sich die eine oder andere Zecke einfangen – auch im heimischen Garten. Die kleinen blutsaugenden Parasiten sollten so schnell wie möglich entfernt werden, denn sie können auch auf Haustiere Krankheiten übertragen. Mit wenigen Maßnahmen können Sie Ihren vierbeinigen Liebling jedoch schützen.

 

Tiere, die sich in Bodennähe fortbewegen, werden deshalb besonders häufig von Zecken befallen. Das betrifft Hunde und Katzen genauso wie Wildtiere. Haustierhalter sollten das Fell ihrer Lieblinge deshalb regelmäßig auf Holzböcke und andere blutsaugende Parasiten untersuchen, denn diese können sich durch den Parasitenbefall ebenso wie Menschen mit gefährlichen Krankheiten wie beispielsweise Borreliose infizieren.

 

Zeckenschutz bei Haustieren

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Ihr Haustier vor Zeckenstichen zu schützen. Zunächst sollten Sie das Fell von Hunden und Katzen regelmäßig und gründlich auf einen möglichen Zeckenbefall hin untersuchen. Bei Hunden sollte dies vor allem nach Spaziergängen auf der Wiese oder im Wald geschehen.

Außerdem gibt es chemische Präparate, sogenannte ‚Antiparasitika‘, die die Tiere schützen können. Der Wirkstoff wird entweder direkt auf das Fell aufgetragen oder befindet sich in einem Halsband. Hier ist allerdings Vorsicht geboten: Nicht alle Tiere und Tierarten vertragen die gleichen Wirkstoffe! Deshalb empfiehlt sich vor der Anwendung die Rücksprache mit einem Tierarzt. Dieser kann auch über die für Hunde mögliche Impfung zum Schutz vor Borreliose informieren.

 

Der trimeda-Tipp für den Halsbandkauf

Worauf Sie beim Kauf eines Antizecken-Halsbandes unbedingt achten sollten

Achten Sie beim Kauf des Halsbands auch auf die richtige Größe. Es sollte weder in die Haut einschneiden, noch so locker sitzen, dass es auf die Schulterblätter rutschen und das Tier so in seinen Bewegungen behindern kann. Ideal sitzt das Halsband, wenn sich zwei Finger zwischen Halsband und Hals bringen lassen. Besonders Halsbänder für Katzen sollten außerdem einen leicht zu öffnenden Verschluss haben. Da Katzen viel auf Bäumen und im Gestrüpp umherklettern, besteht sonst leicht Strangulationsgefahr.

 

Zecken richtig entfernen

Hat sich in der Haut Ihres Haustiers bereits ein kleiner Blutsauger verhakt, gilt es, diesen so schnell wie möglich zu entfernen, um das Risiko einer Infektion möglichst gering zu halten. Dazu schieben Sie das Fell an der betroffenen Stelle vorsichtig zur Seite und ziehen die Zecke langsam mit einer Zeckenkarte oder einer Pinzette gerade nach oben (nicht drehen!). Versuchen Sie dabei, die Zecke so nah wie möglich an der Haut zu greifen, um sie nicht zu zerdrücken und so die Freisetzung möglicherweise schädlicher Sekrete zu vermeiden. Sollten Sie nicht die gesamte Zecke erwischen, ist das nicht weiter schlimm. Im Körper verbliebene Reste des Parasiten werden mit der Zeit abgestoßen.

Auf jeden Fall vermeiden sollten Sie es, Hausmittel wie Alkohol, Kleber, Öl oder andere Stoffe auf die noch in der Haut festgehakte Zecke zu geben. Auch hierbei würden verstärkt möglicherweise gefährliche Körperflüssigkeiten ausgeschüttet und so das Infektionsrisiko erhöht werden.

 

 

Nach dem Entfernen: Tier beobachten

Haben Sie Ihr Hund bzw. Katze von der Zecke befreit, sollten Sie in den nächsten Wochen aufmerksam beobachten, wie sich Ihr Haustier verhält. Frisst es kaum noch, zeigt sich erschöpft oder bildet sich um die Einstichstelle herum eine Rötung, sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen, um Ihren vierbeinigen Liebling auf eine mögliche Infektion mit einem Krankheitserreger hin untersuchen zu lassen.

 

Disclaimer
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