Wellness-Knigge: Entspannen ohne Pannen

Wie Sie im Wellness-Urlaub alles richtig machen

Eine Umfrage des Reiseportals Travelzoo im November 2017 ergab, dass auch 2018 der Trend zum Wellness-Urlaub geht, denn mehr als ein Viertel der Befragten plant in diesem Jahr eine entspannende Auszeit vom Alltag zu nehmen und zu entschleunigen. Die trimdeda-Redaktion verrät Ihnen in unserem Wellness-Knigge, wie Sie die „Fettnäpfchen“ beim Saunabesuch oder der Massage vermeiden, damit der vollkommenen Entspannung nichts im Wege steht.

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Ein Besuch im Spa bzw. Wellnesshotel verspricht eine Auszeit vom Alltag, um die eigenen Akkus wieder aufzuladen. Damit im Vorfeld kein Stress durch ungeklärte Fragen aufkommt, hilft der Wellness-Knigge mit seinen Empfehlungen weiter. Entspannen ohne Pannen ist ganz einfach!

 

Der Besuch im Spa oder im Hamam tut Körper und Seele gut. Hier lassen sich wie bei einem Kurzurlaub die eigenen Reserven wieder aufladen. Doch beim Besuch lauern hier und da heikle Situationen. Einige Besucher sind verunsichert, denn sie wollen im Wellnessurlaub alles richtig machen und die drohenden Fettnäpfchen gekonnt umschiffen. Oft gestellte Frage sind beispielsweise: Darf man für die Wellnessanwendung im Spa das Hotelzimmer im Bademantel verlassen? Sind Vierbeiner erlaubt? Was ist mit Trinkgeld? Hier hilft der Wellness-Knigge weiter:

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 1: Vereinbaren Sie einen Termin im Vorfeld

Ein ganz spontaner Besuch ist selten möglich. Vereinbaren Sie im Vorfeld einen Termin für die Wellnessanwendung im Urlaubshotel. Vielfach werden konkrete Massagen oder Anwendungen nur an bestimmten Tagen angeboten und meist ist auch die Nachfrage groß. Es ist daher angebracht, sich frühzeitig um eine entsprechende Terminreservierung zu kümmern und nicht bis zur letzten Minute zu warten.

Diese Regel gilt jedoch meist nicht für Pool, Dampfbad oder Sauna. Hier sind nur die allgemeinen Öffnungszeiten des Spa-Bereiches zu beachten.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 2: Erscheinen Sie pünktlich zum vereinbarten Termin

Die Behandlungen sind zeitlich in ein enges Raster eingebunden, damit möglichst viele Gäste in den Genuss der Wellness-Anwendungen kommen können. Wer sich verspätet, muss mit einer Verkürzung der Behandlungsdauer rechnen, weil sich sonst der ganze Behandlungsplan verschieben könnte. Der Zeitplan und die Termine der anderen Gäste kämen durcheinander.

Erfahrene Wellness-Fans planen daher ein paar Minuten zeitlichen Vorlauf ein. So können Sie sich ganz in Ruhe im Spa umsehen und ankommen. Damit ist genügend Zeit zum Orientieren, Umziehen und Verschnaufen.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 3: Rechtzeitige Terminabsage

Können Sie einen vereinbarten Termin nicht wahrnehmen, sagen Sie bitte so schnell wie möglich ab. Möglicherweise kann die extra für Sie reservierte Behandlungszeit an einen anderen Gast noch vergeben werden. Erfolgt die Absage so kurzfristig, dies nicht möglich ist, müssen Sie die nicht genutzte Anwendung dennoch bezahlen. Das In-Rechnung-Stellen ist durchaus üblich. Informieren Sie sich daher rechtzeitig über die Stornobedingungen. Sie richten sich meist nach dem Zeitpunkt der Absage.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 4: Achten Sie den Dresscode

Gehobene Wellnesshotels stellen ihren Gästen normalerweise Bademäntel, Hausschuhe und Saunatücher bereit. Einige Häuser verfügen auch über einen sogenannten „Bademantelzugang“ zum Spa-Bereich. Auf dem Gang in Ihrer Etage können Sie daher durchaus in leichter Bekleidung zur Wellness-Anwendung gehen. Im Bademantel sollte jedoch der Weg durch die Lobby oder durchs Restaurant vermieden werden. Jedes Spa bietet auch separate Möglichkeiten zum Umziehen vor Ort an.

Im Normalfall legen Sie sich auf die Massageliege entweder splitterfasernackt oder mit einem Einmal-Slip bekleidet. Die Intimsphäre bleibt auf jeden Fall gewahrt, da die Mitarbeiter all jene Bereiche mit einem Handtuch abdecken, die gerade nicht bearbeitet werden. Möchten Sie das Schwimmbad oder den Whirlpool nutzen, denken Sie bitte an entsprechende Badebekleidung.

Sind Sie sich dennoch unsicher über die Gepflogenheiten im jeweiligen Haus und in den einzelnen Bereichen, scheuen Sie sich nicht, an der Rezeption nachzufragen. Hier hilft man Ihnen gerne diskret weiter.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 5: Sauna-Regeln

Bevor Sie zum ersten Mal die Sauna betreten oder in das Tauchbecken steigen, sollten Sie sich gründlich abduschen und danach abtrocknen. Damit die Temperaturen in der Sauna gehalten werden können, wird bei Betreten der Sauna die Tür zügig geöffnet und schnell wieder geschlossen. Ein kleiner Plausch, buchstäblich zwischen Tür und Angel, ist damit ein No-Go.

Legen Sie Ihr Handtuch auf die Holzbank bevor Sie sich setzen. In Deutschland und Österreich wird die Sauna normalerweise textilfrei besucht, jedoch können Sie sich zur Vermeidung von Unsicherheit durchaus auch ein Handtuch umlegen. Im Ausland können die Gepflogenheiten abweichen, daher sollten Sie sich im Vorfeld erkundigen. So wird in Großbritannien, Italien oder Frankreich leichte Bekleidung in der Sauna bevorzugt. Die deutsche Freizügigkeit sorgt dort gern für Irritationen.

 

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 6: Wer massiert?

Die Geschlechterfrage bei der Massage hat schon für so manche Irritation gesorgt. Prinzipiell hat der Gast ein Mitspracherecht, von wem er massiert werden möchte. Wenn einer Frau die Behandlung durch einen Masseur eher unangenehm ist, dann sollte sie dies frühzeitig äußern. Fragen Sie daher am besten direkt bei der Reservierung gezielt nach.

Doch in der Regel werden alle nicht behandelten Körperteile mit einem Handtuch abgedeckt, um so das größtmögliche Maß an Intimsphäre zu waren.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 7: Lassen Sie das Mobiltelefon direkt im Hotelzimmer

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich im Wellness-Bereich und möchten nichts weiter als Ruhe und Entspannung und überall würden ständig die Mobiltelefone klingeln. Schrecklich, nicht wahr? Deswegen sollte das Smartphone am besten gleich auf dem Hotelzimmer gelassen werden. Genießen Sie einfach die völlige Auszeit. Geht es nicht anders und das Mobiltelefon muss dabei sein, schalten Sie es im Wellness-Bereich auf lautlos. Verkneifen Sie sich Telefonate, Musikhören oder das Ansehen von Videos mit Ton. Das alles stört die anderen Gäste.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 8: Fiffi, Bello oder Waldi haben im Spa nichts zu suchen

Haustiere und Vierbeiner allgemein haben im Wellness-Bereich nichts zu suchen. Sie müssen leider draußen bleiben. Ausnahmen gibt es meist nur in Häusern, die sich auf Tierhalter spezialisiert haben.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 9: Kinderbetreuung bitte nachfragen

Wellness ist eine Auszeit vom Alltag. Sie dient der Entspannung und Regeneration. Deswegen dürfen in vielen Wellnessoasen keine Kinder in den Wellnessbereich mitgebracht werden. Der Zutritt ist meist erst ab 16 Jahren gestattet. Jedoch gibt es immer mehr Häuser, die sich speziell auf die Zielgruppe der kleinen Gäste eingestellt und beispielsweise Wellnessangebote für Mutter und Kind ins Programm aufgenommen haben oder eine spezielle Kinderbetreuung während der Wellnesszeit für die Eltern anbieten. Hier sollten Sie ebenfalls im Vorfeld gezielt nachfragen.

 

Wellness-Knigge-Tipp Nummer 10: Guter Service darf mit einem Trinkgeld belohnt werden

Im Restaurant wird guter Service selbstverständlich belohnt. Zeigen Sie die gleiche Achtsamkeit gegenüber dem Personal auch im Spa-Bereich. Ein Trinkgeld ist hier ebenfalls üblich. Als Orientierung können Sie hier ebenso auf die Faustformel „10 Prozent vom Behandlungspreis“ zurückgreifen.

Disclaimer
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