Welcher Schwimmstil ist der Beste?

Kraulen, Brustschwimmen oder Delfin: Wie Sie den richtigen Schwimmstil finden

Dass Schwimmen als Sport äußerst gesund ist, betonen Sportmediziner immer wieder. Außerdem machen die Bewegungen im Wasser viel Spaß. Wir verbinden mit Schwimmen eher das Gefühl von Sommer, Sonne und Urlaub als mit hartem Cardiotraining.

© Efe Kurnaz / unsplash.com

Im Schwimmunterricht wird oft als erstes das Brustschwimmen gelehrt. Kinder sollen lernen, sich mit den Frosch-Bewegungen „Anhocken“, „Grätschen“ und „Schließen“ sicher über Wasser zu halten.

 

Das Training im Wasser stärkt gleichzeitig die Arm-, Bein- und Rückenmuskulatur. Durch den Auftrieb im Wasser werden die Gelenke entlastet, sodass Schwimmen gerade für übergewichtige Menschen gut geeignet ist, die Forderung nach mehr Bewegung im Alltag umzusetzen. Außerdem massiert der Wasserdruck sanft die Muskeln und lockert so verspanntes Gewebe. Der erhöhte Widerstand im Wasser macht das Schwimmtraining darüber hinaus besonders effektiv. Es kann 14-mal so intensiv sein wie ähnliche Übungen an Land.

Perfekt als Sport ist daher das Schwimmen für all jene Menschen, die besonders ihr Herz-Kreislauf-System in Schwung bringen und ihre Lungen trainieren wollen. Doch Schwimmen ist nicht gleich Schwimmen. Es gibt verschiedene Schwimmstile wie Brustschwimmen, Rückenschwimmen, Kraulen oder Delfin. Welcher Stil verspricht die besten Trainingserfolge?

 

Schwimmen ist gut gegen Rückenschmerzen

Ärzte empfehlen das Schwimmen ausdrücklich für Menschen mit Rückenbeschwerden. Auch Menschen, die ein paar Kilos zu viel auf den Hüften mit sich herum schleppen, sollten mit dem Schwimmen als Sportprogramm beginnen. Wichtig ist vor allem die richtige Haltung beim Schwimmen zu finden.

Die Schwimmstile „Kraulen“ und „Rückenschwimmen“ versprechen für Knie und Hüfte Entlastung. Auch die Nackenpartie wird entlastet. Die Beinschere und Hohlkreuz beim Brustschwimmen sorgen dagegen eher für eine Belastung der genannten Bereiche. So neigen manche Brustschwimmer beim Ziehen der Bahnen dazu, den Nacken zu überstrecken, weil sie den Kopf dauerhaft über Wasser halten möchten. Es entsteht ein starke Lordose, wie Mediziner das Hohlkreuz bezeichnen. Das strapaziert den Rücken und sorgt für verspannte Halsmuskeln. Der Schwimmstil „Schmetterling“, oft auch als „Delfin“ bezeichnet, ist mit viel Koordination verbunden und daher eher etwas für Schwimmprofis als für Freizeitsportler. Hier werden vor allem die Schultern, der obere sowie der untere Rücken belastet.

 

Hätten Sie's gewusst ...?

So viele Kalorien verbrennen Sie beim Schwimmen

Während Schwimmer beim Brustschwimmen ca. 700 bis 800 Kalorien pro Stunde verbrennen, ist das Kraulen besonders intensiv. Hier liegt der Kalorienverbrauch bei rund 900 Kalorien pro Stunde.

 

Schwimmen für Diabetiker ideal

Als Sport ist das Schwimmen auch für Diabetiker geeignet. Normalerweise gibt es beim Schwimmen keinen Belastungsspitzen, sodass die Gefahr eine Überzuckerung bzw. Unterzuckerung deutlich sinkt. Gerade Diabetiker mit einer Neuropathie, d. h. einer Gefühllosigkeit im Fuß, ist Schwimmen besonders zu empfehlen. Denn das Risiko für Verletzungen am Fuß liegt beim Schwimmen geradezu bei Null – anders als bei anderen Sportarten wie Fußball oder Joggen. Hier besteht ein erhebliches Verletzungsrisiko, dass durch die fehlende Wahrnehmung womöglich unentdeckt bleibt und zu schweren Schäden führen kann.

Egal ob jung oder alt, dick oder dünn, Diabetiker oder Raucher: Der beste Tag mit dem Schwimmen anzufangen ist nicht morgen, sondern heute! Und dabei ist es zunächst ganz egal, mit welchem Schwimmstil Sie beginnen, ob Brustschwimmen, Rückenschwimmen, Kraulen oder Delfin. Hauptsache Sie probieren es aus und ziehen im nassen Element Ihre Bahnen! Schwimmen Sie jedoch nicht gleich am ersten Tag 30 Minuten durch, sondern steigern Sie langsam Ihre Leistung.

 

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