Waldspaziergang & Waldluft: Ein einfaches Rezept für mehr Gesundheit

Kraftort Wald: Ist Balsam für Körper & Seele

Viele Menschen suchen Entspannung im Wald und ganz nebenbei tun sie auch etwas für ihre Gesundheit. Die frische Luft, das satte Grün und die Ruhe lassen die Seele baumeln. Wissenschaftler konnten außerdem bestätigen, dass Waldspaziergänge sich auch positiv auf das Herz und das Immunsystem auswirken. Damit ist „Waldluft“ gleich doppelt gut: Für die Seele und den Körper!

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Der Wald hat sich etwas Mystisches bis heute bewahrt. Bei Esoterikern gilt er als Kraftort, bei Medizinern als Quell der Volksgesundheit, denn ein einfacher Waldspaziergang bringt viele positive Effekte für Körper und Geist mit sich. „Vitamin W“, also Vitamin Wald, sollte viel häufiger als Rezept für die Gesundheitsprophylaxe ausgestellt werden.

 

Wenn Sie Abschalten und Auftanken möchten, sollten Sie ruhig öfters in den Wald gehen. Ein Waldspaziergang macht den Kopf frei. Der Puls fährt herunter und der ganze Stress kann abfallen. Waldluft erfrischt und belebt. Mediziner attestieren dem Waldspaziergang einen ähnlich großen, gesundheitlichen Nutzen wie Sport.

 

Ausdauersport oder Waldspaziergang? Egal, für die Gesundheit ist beides gut

Skeptiker mögen jetzt verwundert die Stirn runzeln. Doch sie verkennen den Energieverbrauch beim Spazierengehen. Er erscheint auf den ersten Blick nicht so hoch. Dennoch werden auch beim Waldspaziergang jede Menge Kalorien verbrannt. Ein 80 Kilogramm schwerer Mensch verbrennt in einer Stunde ca. 240 Kilokalorien, wenn er rund vier Kilometer zurücklegt. Normales Wandertempo wird ungefähr mit fünf Kilometern angegeben. Es handelt sich also um ganz gemütliches Spaziergeh-Tempo.

Wie lässt sich der Kalorienverbrauch erklären? Ganz einfach: Sportmediziner weisen darauf hin, dass beim Gehen etwa doppelt so viele Schritte anfallen wie beim Joggen. Doch auch das Gehen versetzt letztlich Masse in Bewegung und damit Energie frei. In der Summe verbrauchen viele kleine Schritte genauso viel Energie wie wenige große.

 

3.000 Schritte täglich schützen das Herz

Mediziner sagen, dass täglich nur 3.000 Schritte genügen würden, um Gefäßverkalkung, auch bekannt als Arteriosklerose, vorzubeugen. Damit einhergehend verringert sich effektiv auch das Risiko eines Herzinfarktes oder Schlaganfalles. Doch in der heutigen Zeit fällt es vielen Menschen schwer, diese Empfehlung auch wirklich in die Tat umzusetzen.

Koreanische Forscher konnten außerdem nachweisen, dass es einen Einfluss hat, wo man entlang läuft. Dass ein Weg direkt neben der sechsspurigen Autobahn sicherlich nicht die beste Route für einen Spaziergang ist, leuchtet jedem sofort ein. Doch es gibt wissenschaftliche Belege dafür, dass ein Waldweg und damit Waldluft einen entscheidenden Beitrag für das Wohlbefinden und die Gesundheit leisten kann.

 

Ein Waldspaziergang lässt den Blutdruck sinken

Für ihre Studie ließen die Ärzte aus Korea 43 ältere Frauen rund eine Stunde einen Waldspaziergang machen. 19 Probanden wurden stattdessen durch die Stadt geschickt. Vor und nach dem Spaziergang überprüften die Mediziner bei allen Studienteilnehmerinnen wichtige Parameter, die Aussagen über den Gesundheitszustand erlauben. Dazu gehörten Blutdruck, Lungenkapazität und die Elastizität der Arterien. Nach dem Spaziergang im Wald war der Blutdruck bei den Frauen signifikant gesunken. Auch die anderen Werte verbesserten sich. Bei der Gruppe der Frauen, die durch die Stadt bummelten, zeigten sich keine Veränderungen der Messwerte beim Vorher-Nachher-Vergleich.

Japanische Wissenschaftler fanden noch mehr Anhaltspunkte für die positive Wirkung der Waldluft auf die Gesundheit. Ein Waldspaziergang senkt demnach nicht nur den Blutdruck und die Herzfrequenz, sondern er reduziert auch die Adrenalin-Ausschüttung, was zu einer Absenkung des Stresslevels führt. Und der Spaziergang durch den Wald aktiviert sogar Krebs-Killerzellen. Die richtig gute Nachricht kommt jedoch ganz zum Schluss: Die positive Wirkung auf die Gesundheit hält länger an als gedacht: Mindestens noch sieben Tage nach dem Waldausflug sind die Effekte nachweisbar.

 

 

Kostenlose Wellness für Körper und Seele: Der Wald

Um sich zu schützen, bilden Pflanzen Phytonzyden. Diese Substanzen wehren Krankheitserreger und Schädlinge ab. Gehen wir im Wald spazieren, so atmen wir über die Waldluft ebenfalls Phytonzyden ein. Wissenschaftler gehen davon aus, dass Phytonzyden auch positiv auf das menschliche Immunsystem einwirken. Dass bereits die Altvorderen dem Wald eine uralte, mythische und heilende Kraft zuschrieben, war nach den neuesten Erkenntnissen demnach gar nicht so falsch. Da ist durchaus etwas Wahres dran und vielleicht wird in Zukunft öfters vom Arzt Waldluft per Rezept verordnet. Das Gesundheitssystem würde spürbar entlastet.

Nutzen Sie das Wetter für einen Waldspaziergang. Es gibt kein besseres Rezept für Ihre Gesundheit. Ausreden zählen nicht, denn Sie wissen ja … es gibt nämlich kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung.

Der Wald ist unser ganz persönliches und kostenloses Wellnessprogramm. Er liefert Sauerstoff, Ruhe und ätherische Duftstoffe. Dieser wunderbare Dreiklang versorgt den Körper mit allem, was er braucht. So kann er auftanken und neue Energie freisetzen. Die gute Waldluft ist außerdem ähnlich staubarm wie die Luft im Gebirge oder am Meer. Beides wird wegen des besonderen „Heilklimas“ geschätzt. Bereits fünf Minuten an der frischen Luft reichen aus, um den Entspannungseffekt einsetzen zu lassen. Führt der Weg Ihres Waldspazierganges dann sogar noch an einem See oder Bach vorbei, so verstärkt sich die positive Wirkung noch weiter.

 

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