Vegetarische Ernährung: Warum vegetarisch essen das Herz schützt

Eine fleischfreie Ernährung beugt Herzkrankheiten vor

Immer wieder wurden und werden die Vor- und Nachteile einer vegetarischen oder veganen Ernährungsweise diskutiert. Ist der Verzicht auf Fleisch wirklich gesünder als die omnivore Kost, für die unser Gebiss und unser Verdauungssystem eigentlich ausgelegt sind? Oder führt das Weglassen von tierischen Produkten, entweder teilweise oder vollständig, nicht doch nur zu schädlichen Mangelerscheinungen? Wenn Sie auf Ihr Herz hören, dann finden Sie die Antwort ganz leicht.

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Eine leckere, vegetarische Brokkoli-Suppe ist ein erster Schritt in die richtige Richtung: Hin zu einer bewussteren Ernährung und damit auch zu einer besseren Herzgesundheit. Studien belegen, dass die vegetarische Ernährung gegenüber der omnivoren Variante die menschliche Herzgesundheit positiv beeinflusst. Der Fleischverzicht zugunsten von Obst und Gemüse beugt beispielsweise den „heimlichen Killern“ Arteriosklerose, Bluthochdruck und Übergewicht vor.

 

Studien belegen: Vegetarier leben gesünder

Was unsere Pumpe angeht, so sind sich die Forscher inzwischen einig: Die Reduktion oder gar der Verzicht auf Fleisch und Fisch wirkt sich positiv auf unsere Herzgesundheit aus. Verschiedene Studien belegen, dass das Risiko, an Herzleiden zu erkranken, bei Vegetariern etwa ein Drittel geringer ist als das von Mischköstlern. Schädliche Cholesterinablagerungen rund um den wichtigsten Muskel unseres Körpers werden vermindert und die Blutgefäße bleiben frei. Eine vegetarische oder vegane Ernährung hat nicht nur die Kraft, Herzkrankheiten vorzubeugen, sondern bestehende Probleme sogar in bestimmtem Maße zurückzubilden. Auch andere Gesundheitswerte, vor allem bei Diabetikern, lassen sich durch überwiegend pflanzliche Kost deutlich verbessern. Selbst das Krebsrisiko ist bei Vegetariern und Veganern um etwa 15 Prozent geringer.

 

Wieso ist eine vegetarische Ernährung gesünder für das Herz?

Der Verzicht auf Fleisch geht auch immer mit einer Reduktion von gesättigten Fettsäuren und schädlichem LDL-Cholesterin einher. Somit wird einer Arteriosklerose entgegengewirkt oder ihr Fortschreiten deutlich verlangsamt. Dies ist für das Herz natürlich ein großer Gewinn, denn die verengten und verkalkten Arterien sind ein Hauptauslöser für die Koronare Herzkrankheit (KHK), die wiederum Herzrhythmusstörungen, Herzschwäche oder sogar einen Herzinfarkt bewirken kann. Außerdem kann eine überwiegend pflanzliche Diät sowohl das Gewicht als auch den Blutdruck senken. Doch das ist längst nicht alles, was eine vegetarische Ernährung leistet. Neben der verminderten Aufnahme von für das Herz ungesunden Stoffen bewirkt der dazugehörige stärkere Konsum von Obst und Gemüse, dass dem Körper eine weitaus höhere Dosis an wichtigen Herznährstoffen wie etwa Kalium, Calcium und Magnesium zugeführt wird. Das fördert die Herzgesundheit natürlich zusätzlich.

 

Vegetarische Ernährung hilft dem Herzen, ist aber natürlich nicht alles

Das die Ernährung einen wichtigen Teil zu unserer Gesundheit beiträgt, kann heute niemand mehr bestreiten. Doch selbstverständlich gilt, dass sie nur einen Bestandteil eines gesunden Lebensstils ausmacht. Wer raucht oder übermäßig Alkohol konsumiert, zu wenig Sport treibt, oder trotz vegetarischer Kost sehr fett- und zuckerreich isst, schadet seinem Herzen dennoch. Bedenken Sie also: Eine überwiegend pflanzliche Ernährung mag zwar ein Schritt in die richtige Richtung sein, ist jedoch nur eine Sache, die Sie für ein gesünderes Leben tun können.

 

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