Urlaubszeit: Wie Sie einen guten Katzensitter bzw. ein gutes Katzenhotel für Ihre Katze finden

Was Sie beachten müssen, wenn Sie Ihre Katze in fremde Hände geben

Wenn Sie in den Urlaub fahren oder fliegen, kann Ihre Katze meist nicht mitkommen. In diesem Fall geben wir unseren Stubentiger in der Regel in die Obhut von Freunden. Oder aber wir bitten sie, regelmäßig nachzusehen, Futter und Wasser nachzufüllen und die Toilette unserer Fellnase zu reinigen. Doch nicht immer sind unsere Bekannten dafür verfügbar – in der Urlaubszeit verreisen schließlich viele. Wir verraten Ihnen, wie Sie auch in einem solchen Fall einen guten Pflegeplatz für Ihre Katze finden.

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Anders als Hunde gehen Katzen eher selten auf reisen. Urlaub in der Fremde bedeutet für Sie Stress. Deswegen bleiben Sie besser in der Urlaubszeit zu Hause. Katzenhalter müssen sich daher um eine „Urlaubsvertretung“ kümmern. Ideal ist ein Katzensitter. Aber auch Tierpensionen sind gute Alternativen.

 

Betreuung zu Hause: So erkennen Sie einen guten Katzensitter

Wenn Sie Ihre Mieze während der Urlaubszeit nicht aus ihrem gewohnten Umfeld reißen möchten, können Sie einen Katzensitter engagieren, der während Ihrer Abwesenheit ein- bis zweimal pro Tag bei Ihnen vorbeikommt und sich um Ihren Stubentiger kümmert. So können Sie sich sicher sein, dass Ihre Katze regelmäßig mit frischem Futter und Wasser versorgt wird, das Katzenklo sauber bleibt und auch ein paar Spiel- und Streicheleinheiten „bereitstehen“. Die Form der „Urlaubsvertretung“ kostet ungefähr fünf bis zehn Euro pro Tag. Ein professioneller Katzenbetreuer wird jedoch in der Regel 20 €uro oder mehr verlangen.

Um herauszufinden, ob Ihr Katzensitter seinen oder ihren Beruf auch wirklich ernst nimmt, sollten Sie auf eine Vielzahl von Dingen achten. Zuerst einmal ist zu ermitteln, ob es sich wirklich um einen Tierfreund handelt, oder ob der Job nur des Geldes wegen gemacht wird. Wie geht der Katzensitter auf Ihre Katze zu, wie geht er mit ihr um? Ekelt er sich vor Katzenhaaren, Katzenklo oder anderen Dingen, die ihn erwarten? Ist er vielleicht sogar allergisch?

Haben Sie sich einen Tierfreund ausgesucht, sollten Sie sichergehen, dass er sein Handwerk versteht. Ein Katzensitter, der Ihnen selbst relevante Fragen stellt, nimmt seinen Job ernst. Informiert er sich also über die Gewohnheiten Ihrer Samtpfote, fragt nach Katzenklo und Katzenkorb, der Ernährung und der Tierarztadresse, können Sie sich sicher sein, dass er sich wirklich für Ihr Tier interessiert.

Ein guter Katzensitter sollte sowohl verlässlich, als auch zeitlich flexibel sein. Stellen Sie sicher, dass er auch wirklich zweimal täglich bei Ihnen vorbeischauen kann oder ob es ihm möglich ist, zum Beispiel auch gegen 20 Uhr vorbeizukommen, wenn Ihre Miezen für gewöhnlich zu dieser Zeit ins Haus gelassen werden. Fragen Sie, ob er zur Not auch länger als geplant auf Ihrer Stubentiger aufpassen kann, sollten Sie nicht wie vereinbart zurückkommen können. Und vergewissern Sie sich, ob eine Vertretung bereitsteht, falls Ihr Katzensitter aus irgendwelchen Gründen ausfallen sollte.

Die Kosten für einen Betreuer können Sie sich auch einfach sparen, indem Sie selbst einem Katzensitter-Club beitreten. Gegen eine geringe Anmeldegebühr und einen kleinen Jahresbeitrag sichern Sie sich so Katzenbetreuung auf Gegenseitigkeit. Passen Sie kostenlos auf die Fellnase eines Clubmitglieds auf, tut er oder sie dasselbe für Sie. Daraus entstehen oft Freundschaften.

 

Das Urlaubsdomizil für Katzen: Darauf ist bei einer Tierpension zu achten

Manche Katzen sind aufgeschlossener und toleranter als andere und haben kein Problem damit, das eigene Heim in der Urlaubszeit auch einmal zu verlassen. In diesem Fall ist ein Katzenhotel eine gute Lösung. Hier wird Ihr Stubentiger umfangreich betreut und unterhalten. Er kann beispielsweise mit anderen Artgenossen spielen. Rechnen Sie auch hier mit etwa zehn Euro pro Tag für Betreuung und Futter.

Doch auch bei der Wahl eines Katzenhotels gibt es viel zu beachten. Erkundigen Sie sich zuallererst nach dem Ruf der Tierpension und nehmen Sie sie persönlich in Augenschein. Eine gute Einrichtung wird mit einer Besichtigung keine Probleme haben. Sie können dabei herausfinden, ob die Tiere dort glücklich sind. Achten Sie auf die Beschaffenheit der Räume: Ein warmes, sauberes und gemütliches Ambiente, genügend Spiel- und Klettermöglichkeiten sowie ruhige und schattige Rückzugsorte sollten vorhanden sein.

Sind die Räumlichkeiten einwandfrei und artgerecht gestaltet, sollten die Betreuer unter die Lupe genommen werden. Widmen sie sich auch wirklich jeder Katze und werden alle Fellnasen bespielt und mit Streicheleinheiten versorgt? Wird auf spezielle Wünsche eingegangen, was Fütterung oder Fellpflege angeht? Sind alle Tiere so gekennzeichnet, dass eine Verwechslung unmöglich ist? Und ist ein Tierarzt rund um die Uhr verfügbar?

Fragt die Pension, ob Ihr Tier kastriert ist, ist das ein Zeichen von Erfahrung. Gerade potente Kater sorgen oft für Unruhe, geraten in Streitigkeiten und markieren sehr geruchsintensiv. Ein gutes Katzenhotel erkundigt sich ebenfalls nach Impfungen und stellt andere Gesundheitsfragen. Wenn viele Stubentiger zusammen betreut werden, sollte sichergestellt werden, dass sich keine Krankheiten oder Infektionen verbreiten.

 

Sicherheit geht vor: Sind Heim und Katze wirklich in den besten Händen?

Ein Katzenbetreuer, der zu Ihnen kommt, sollte unbedingt eine Privathaftpflichtversicherung haben, damit Schäden, die er eventuell verursacht, auch bezahlt werden können. Bei einem privaten Sitter, der Ihre Samtpfote mit zu sich nach Hause nimmt, sollte sichergestellt werden, dass sie dort auch sicher aufgehoben ist und nicht entwischen kann. Achten Sie hier ebenfalls darauf, ob die Wohnung katzensicher eingerichtet ist, also keine Verletzungsgefahr besteht oder für Katzen giftige Pflanzen darin stehen. Ein Probetag oder -wochenende ist immer eine gute Möglichkeit, um sich kennenzulernen und zu sehen, ob Sitter und Mieze auch miteinander auskommen. Wenn Sie Ihren Stubentiger in eine Tierpension geben, erkundigen Sie sich, ob sie auch zugelassen ist, also vom Veterinäramt genehmigt wurde.

 

Darauf sollten Sie unbedingt achten

Wie bereits erwähnt nimmt ein gutes Katzenhotel nur kastrierte, vollständig geimpfte und entwurmte Tiere an. Nur eine gesundheitlich einwandfreie Katze stellt keine Gefahr für die anderen Gäste dar. Prüfen Sie also den Impfpass Ihres Tieres ein paar Wochen vor der Abreise in den Urlaub und stellen Sie sicher, dass alle Impfungen aktuell sind. Auch mit dem Entwurmen sollten Sie nicht bis zur letzten Minute warten – machen Sie das besser mindestens eine Woche, bevor es in den Urlaub geht. Eine Entwurmung bedeutet noch einmal zusätzlichen Stress für Ihren Stubentiger. Und gerade, wenn er sich auf eine neue Umgebung einstellen muss, sollte er so entspannt und aufgeschlossen wie möglich sein.