Urlaubstipp Kroatien - Perle der Adria

Das perfekte Urlaubsparadies für die ganze Familie

Seit dem Sommer 2013 ist Kroatien Mitglied der Europäischen Union. Das macht die Anreise noch einfacher. Doch schon lange vorher war es für deutsche Urlauber der Urlaubstipp schlechthin und daher ein beliebtes Reiseziel: Der Sehnsuchtsort Adria-Küste lockt.

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Das beschauliche Rovinj gilt als die Perle Istriens. Hoch über der Altstadt, die sich auf einer kleinen Halbinsel drängt, thront die Kirche der heiligen Euphemia. Der Kirchturm darf bestiegen werden. Von dort oben bietet sich ein fantastischer Ausblick über die kroatische Küste und verdeutlicht den Zauber des Urlaubstipps Kroatien.

 

An Küste und Wasser mangelt es in Kroatien nicht. Ohne die Inseln mit einzurechnen, kommt das Land auf 1.777 Kilometer Küstenlinie. Werden die insgesamt 1.244 Inseln, Eilande und Felsen mitgezählt, ist die Küste Kroatiens über 6.000 Kilometer lang. Das bedeutet auch: Unzählige Strände, einsame Buchten und glasklares Wasser sind das Kapital, auf das die Republik Hvratska setzt und mit dem sie das Fernweh bedient.

Von den vielen Inseln sind allerdings nur 47 bewohnt. Zu den beliebtesten kroatischen Inseln zählen beispielsweise:

  • Galešnja – Insel der Liebenden
  • Rab – Insel der Glücklichen
  • Krk – Insel der Familien
  • Lošinj – Insel des Duftes
  • Palagruža – Insel der Einsamen
  • Vis – Insel der Geschichte

Bei Touristen besonders beliebte Regionen sind die Halbinsel Istrien sowie die Inseln der Kvarner Bucht. Sie sind über die Autobahn in Richtung Rijeka gut erreichbar. Im Süden zieht Dalmatien mit Split und dem Diokletian-Palast sowie Dubrovnik mit der beeindruckenden Stadtmauer die Touristen förmlich magisch an. Hier legen auch die großen Kreuzfahrtschiffe an.

 

Was macht die Magie Kroatiens aus?

Was macht Kroatien zum perfekten Urlaubstipp für die ganze Familie? Zunächst gibt es in Kroatien ganz viel Sonnenschein. So dürfen sich beispielsweise die Bewohner der Insel Lošinj auf rund 300 Sonnentage pro Jahr freuen. Das milde und warme Klima lässt mehrere Tausend Pflanzenarten gedeihen, die Lošinj vor allem im Frühjahr und Frühsommer in ein Blütenmeer verwandeln.

Rund um die Inseln Cres, Lošinj und Ilovik leben auch die letzten Delphine der Adria. Mit etwas Glück schwimmen die Tiere ganz nah an der Küste entlang und können von Land aus beobachtet werden. Delphintouren per Boot werden auch angeboten, jedoch bedeutet Bootslärm immer Stress für die Delfine. Verantwortungsvolle Tierliebhaber werden auf diese Touristenattraktion lieber verzichten und stattdessen mit einem kleinen U-Boot die Unterwasserwelt Kroatiens erkunden. Doraden, Tintenfische, Sehsterne und Seeigel lassen sich nämlich nicht nur beim Schnorcheln in den Buchten beobachten. Auf der Insel Cres kann man auf Gänsegeier-Expedition gehen.

Doch Kroatien hat noch viel mehr außer idyllische Buchten, das magische Blau-Türkis der Adria und faszinierende Tiere zu bieten: herzliche Menschen, schroffe Felsen, wilde Natur, romantische Gassen, uralte Kultur, gutes Essen und schmackhaftes Eis (beides übrigens zu erschwinglichen Preisen) – mit all dem und selbstverständlich noch viel, viel mehr punktet das Land.

 

Die Reminiszenz an die längst vergangene Herrschaft Venedigs ist bis heute allgegenwärtig

Das kroatische Lebensgefühl ist ganz nah dran am berühmten italienischen „Dolce Vita“. In Kroatien heißt es nur „Nema problema“ – keine Probleme. Ein Blick in die kroatische Geschichte offenbart: Der italienische Stiefel liegt nicht nur genau gegenüber der kroatischen Küste, sondern die Italiener waren auch lange direkt vor Ort. Viele kroatische Hafenstädte standen einst unter dem Schutze des mächtigen Venedigs. Und so erinnern viele Kirchtürme an den berühmten Markusturm auf dem Markusplatz, dem größten, schönsten und wichtigsten Platz der Lagunenstadt. An vielen Gebäuden sieht man noch den venezianischen Löwen prangen.

Von Istrien aus ist es übrigens nur ein Katzensprung bis zur berühmten „La Serenissima“. Von Porec bis nach Venedig sind es lediglich 100 km Luftlinie. Täglich fahren schnelle Pendelboote von Rovinj, Porec oder Pula ab, sodass man bei einem Tagesausflug die Rialto-Brücke, den Markusplatz und den Canale Grande sehen kann.

 

Urlaubstipps für Kroatien

Der Tipp einen Ausflug über die Adria nach Venedig zu machen, ist längst kein Geheimtipp mehr. Wer nach echten Geheimtipps sucht, wird natürlich auch fündig. Als Perlen der kroatischen Adriaküste gelten nicht nur die istrischen Städte Porec und Rovinj, sondern ebenso die vorgelagerten Inseln in der Kvarner Bucht. Rab, Krk, Cres und Losinj sind noch recht ursprünglich und bei weitem nicht so überlaufen wie die großen Touristenstädte in Istrien. Dort jedoch sind auch Opatija, Pula und Vrsar einen Besuch wert – auch wenn sie nicht wie die Porecer Euphrasius-Basilika mit dem Titel „UNESCO-Weltkulturerbe“ aufwarten können. In Pula bietet das Amphitheater ein etwas kleineres Abbild des Kolosseums in Rom und Opatija erinnert an den Glanz der alten, glorreichen Zeiten der K&K-Monarchie, als Kroatien ein Teil Österreich-Ungarns war.

Wer es etwas beschaulicher mag, sucht Zuflucht im istrischen Hinterland. Hier lockt beispielsweise das Učka Gebirge, das von Landeskennern gerne auch als „istrischer Olymp“ bezeichnet wird. Wanderer erwartet grandiose Natur und traumhafte Ausblicke – teilweise sogar auf die Adria. Im istrischen Hinterland liegt auch die Künstlerstadt Motovun. Das Motovuner Umland ist nicht nur für seinen hervorragenden Wein bekannt, sondern vor allem auch für seine Trüffel. Für Gourmets ist hier ein Abstecher in eine der Konobas – wie die kleinen, urigen Gasthäuser in Kroatien heißen – einfach Pflicht.

Wer auf der Suche nach Rekorden ist, sollte in Hum vorbeischauen. Hum gilt nämlich als kleinste Stadt der Welt. Der kleine Ort hat keine 25 Einwohner, aber ein Gasthaus und eine Kirche. Keine 30 Kilometer von Hum entfernt und daher mit dem Auto gut erreichbar, befindet sich auch Pazin. Bereits der große Jules Verne ließ sich von der Kleinstadt begeistern. Auf wundersame Weise verschwindet der Fluss Pazinčica direkt unter dem Kastell im Karst. Die Fojba-Schlucht lädt zu spannenden Entdeckungen ein.

 

Plitvička jezera: Das Land der fallenden Seen

Einmal im Leben muss man das kroatische Weltwunder schlechthin gesehen haben: Die Plitwitzer Seen im Karstgebiet Mittelkroatien an der Grenze zu Bosnien-Herzegowina. Wer die Winnetou-Filme mit Pierre Brice und Lex Barker gesehen hat, weiß, was ihn erwartet: Türkis-blaue Seen, in die sich tausende, weiße Wasserfälle ergießen – mal recht klein, mal ganz groß und spektakulär.

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Der Nationalpark „Plitvička jezera“ erstreckt sich auf fast 300 Quadratkilometern. In den urtümlichen Wäldern leben Bären und Wölfe. Die Plitwitzer Seen gehörten mit zu den ersten Naturdenkmälern, die es auf die Welterbe-Liste der UNESCO schafften und sind daher ein Ausflugsziel, das bei keinem Urlaubstipp zu Kroatien vergessen werden darf. 1979 vergab die UNESCO diese Auszeichnung und Aufforderung zur Erhaltung des einmaligen Naturschauspiels. Der Nationalpark liegt etwa 55 Kilometer Luftlinie von der Adria entfernt. Zur Anreise muss dabei das Velebit-Gebirge durchquert werden.

 

Heute gehört die einstige Filmkulisse zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist ein National Park, der in der Landessprache „Nacionalni park Plitvička jezera“ heißt. Zwischen den Seen bildet der Travertin Barrieren und staut dabei das Wasser auf. In unzähligen Wasserfällen sucht sich das Wasser jedoch seinen Weg. Das Zusammenspiel aus Fließwasser, Luft und Vegetation lässt immer wieder neuen Travertin entstehen, sodass die Plitwitzer Seen einem stetigen Wandel unterworfen sind. Auf einem Spaziergang entlang der Stege und Wege lässt sich dieses beeindruckende Naturschauspiel hautnah erleben. Will man diese Eindrücke aufs Bild bannen, weiß man wirklich nicht, welches der schillernden Motive aus Licht und Wasser zuerst eingefangen werden sollte. Der Nationalpark Plitwitzer Seen ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert und damit der Urlaubstipp für Kroatien schlechthin.