Urlaub mit Hund

Wenn Bello mit auf Reisen geht

In vielen Familien ist der Hund nicht nur ein treuer Freund und Begleiter, sondern ein vollwertiges Familienmitglied. Wenn die Familie verreist, muss der Hund natürlich mit in den Urlaub. Bei der Urlaubsplanung und den Vorbereitungen sollte den Bedürfnissen von Bello, Rex und Arco besondere Beachtung geschenkt werden. Das verhindert, dass lange Autofahrten, besondere Einreisebestimmungen in andere Länder sowie Leinenzwang nicht die Urlaubslaune vermiesen. Doch dank weniger Tipps sagen Sie dem Urlaubsfrust adé und zur Reiselust olé! Gemeinsam mit dem Hund können Herrchen und Frauchen so entspannt den Urlaub genießen.

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Ein Familienurlaub ist erst dann perfekt, wenn auch der Hund mitkommen darf, denn die vierbeinigen Begleiter sind meist echte Familienmitglieder. Auch Hunde toben gerne an den Stränden der Nordsee und Ostsee bzw. gehen mit auf die Bergwanderung in den Alpen. Was beim Urlaub mit Hund zu beachten ist, hat die Redaktion von familien-gesundheit.de für Sie zusammengetragen.

 

Nicht überall im Urlaub heißt es: „Hunde herzlich willkommen“

Die Zweibeiner haben sich mittlerweile an die Reisefreiheit innerhalb der EU gewohnt. Mal schnell für ein Wochenende über die Grenze nach Tschechien oder Holland fahren, ist kein Problem – ein Kurzurlaub jederzeit möglich. Doch Vierbeiner können nicht einfach mal schnell ins Nachbarland reisen. Für Hunde gelten andere Regeln als für Menschen. Für Reisen innerhalb der EU müssen Hunde drei Voraussetzungen mitbringen:

  1. Impfung gegen Tollwut
  2. Besitz eines Heimtierausweises
  3. Mikrochip unter der Haut

Der unter die Haut implantierte Mikrochip ist wie eine Art Personalausweis für die Tiere. So können Bello & Co jederzeit und überall zweifelsfrei identifiziert werden. Erfüllt ein Hund diese drei Voraussetzungen, so können seine Besitzer mit ihm problemlos in Österreich und Luxemburg Urlaub machen. Doch viele beliebte Reiseländer haben weitere Vorschriften zum Urlaub mit Hund. Vielfach wurden verschärfte Regeln etabliert. In Dänemark gibt es beispielsweise ein striktes Einreiseverbot für 13 Hunderassen. Amerikanische Bulldogen, Pitbull Terrier oder Staffordshire Terrier sind im Königreich Dänemark überhaupt nicht willkommen. In Italien sind Leine und Maulkorb Pflicht. Es gilt daher ein ständiger Leinen- und Maulkorbzwang. In Portugal werden Hunde in Restaurants und am Strand nicht gern gesehen.

 

 

Ab in den Urlaub: Reiselust statt Reisefrust

Bei der Vorbereitung auf den Urlaub mit Hund nimmt das Packen für den Vierbeiner einige Zeit in Anspruch. Das müssen Herrchen und Frauchen bedenken. Ins Gepäck für den Hund gehören auf jeden Fall: Impfpass, Hundenapf, Medikamente, eine Decke sowie das Lieblingsspielzeug. Empfehlenswert ist es außerdem genügend vom gewohnten Futter sowie einige Leckerlies einzupacken. So umgehen Sie Verdauungsprobleme und damit Gesundheitssorgen vor Ort. Das Hundegepäck nimmt einiges an Platz ein und muss im Auto ebenfalls sicher verstaut werden.

 

Wichtig

Packen Sie ausreichend Wasservorräte für die Reise mit Hund ein!

Bei hohen Temperaturen braucht der Hund öfters eine Erfrischung, da Hunde fast ausschließlich über das Hecheln ihre Temperatur regeln. Ein Napf voller Wasser wird dann dankbar leer getrunken. Doch auch bei langen Autofahrten oder Bahnfahrten muss der Hund ausreichend trinken. Daher sollte beim Urlaub mit Hund immer eine Wasserflasche schnell zur Hand sein.

 

Reisen sie nicht gerade mit dem Wohnmobil umher, fragen Sie bereits vor der Buchung, ob in der Ferienwohnung oder dem Hotel Hunde willkommen sind. Mittlerweile dürfen bei einigen Kreuzfahrtanbietern sogar Hunde mit aufs Schiff. Doch nicht jedes Kreuzfahrtschiff ist auf vierbeinige Gäste eingestellt. Planen Hundebesitzer eine Kreuzfahrt, so sollten sie sich im Vorfeld bei den Reedereien erkundigen. Manchmal sorgt ein „Hunde-Urlaub“ in einem Hundehotel oder einer Hundepension für deutlich mehr Erholung bei allen Beteiligten: Herrchen, Frauchen und Hund. Bello macht entspannt Urlaub und die Besitzer gehen auf Kreuzfahrt und entdecken die Kultur fremder Länder.

Heutzutage sind zwar viele Hotels, Campingplätze, Pensionen, Ferienparks und Ferienwohnungen auf Hunde eingestellt. Doch eine vorherige Nachfrage vermeidet ganz einfach unliebsame Überraschungen. Bei der Gelegenheit können Sie sich auch gleich vor Ort noch über den nächsten Tierarzt, über Parks mit einer Hundewiese oder über spezielle Hundestrände informieren.

 

Mit dem Hund im Flugzeug in den Urlaub

Es ist ein Streitpunkt unter Hundebesitzern, ob der Vierbeiner unbedingt mit auf eine lange Reise genommen werden muss oder bei Freunden bzw. bei einem professionellen Tiersitter besser aufgehoben wäre. Diese Frage muss jeder Hundebesitzer für sich selbst beantworten. Manchmal jedoch lässt sich ein Flug nicht vermeiden. Dann müssen für die Reise per Flugzeug zusätzliche Vorbereitungen getroffen werden.

In der Regel dürfen größere Hunde nicht im Passagierbereich mitfliegen. Sie werden in speziellen Transportboxen im Frachtraum untergebracht. Bei vielen Fluggesellschaften dürfen kleinere Tiere jedoch mit einer Transportbox in die Kabine. Die Nähe zu Herrchen und Frauchen reduziert den vom Flug, den ungewohnten Geräuschen und Gerüchen verursachten Stress ganz enorm. Zu den jeweiligen Transportbestimmungen für Hunde erkundigen Sie sich am besten bei Ihrer Fluggesellschaft. Auch den Tierarzt sollten Sie darauf ansprechen, wie Sie den Flugstress für ihren Liebling am besten verringern, sodass gar keine Flugangst aufkommen kann. Wenn Sie wissen, dass Ihr Hund zur Reisekrankheit neigt, dann lassen Sie sich vom Veterinär ein Medikament gegen die Reisekrankheit verschreiben. Rechtzeitig gegeben, verhindert die Arznei, dass es Ihrem Hund auf der Reise übel wird.

 

Auf dem Weg in den Urlaub: Allseits gute Sicherung im Auto

Reisen Sie mit dem eigenen Auto an, vergessen Sie bitte nicht, an Ihre Sicherheit und die Sicherheit des Hundes zu denken, sodass im Falle eines Unfalls nicht passieren kann. Hunde sollten keinesfalls einfach ungesichert auf der Rücksitzbank mitfahren, denn selbst ein kleiner Hund kann bei einer scharfen Bremsung enorme Kräfte entwickeln und so zum Geschoss werden. Für Hunde gibt es spezielle Gurtsysteme für die Rücksitzbank. Experten empfehlen jedoch eine Transportbox im Kofferraum. Sie ist für den Hund am sichersten und bei ausreichendem Platz auch bequem, um im besten Fall die Fahrt in den Urlaub ans Meer oder in die Berge zu verschlafen.

 

 

Egal ob Richtung Süden über die Alpen, nach Norden an Ostsee- und Nordsee, nach Westen bis zum Atlantik oder nach Osten über die Oder-Neiße-Grenze: einem entspannten Urlaub mit Hund steht nichts mehr im Weg, wenn Sie diese Tipps beherzigen. Dann sind jede Menge Spaß und gute Erholung für Hund und Besitzer garantiert.

 

Disclaimer
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