Strand im Garten: Sonne, Wind & Meer einfach nach Hause holen

Strandfeeling dank Strandgarten

Sie lieben das Meer, wohnen aber leider nicht nah genug dran, um jeden Tag an den Strand gehen zu können? Dann holen Sie sich doch das Urlaubsfeeling einfach nach Hause in den eigenen Garten! Ein kleiner Strand ist schnell angelegt.

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Die Natur ist immer der beste Baumeister. Nehmen Sie sich daher einfach eine Düne zum Vorbild für Ihren Strandgarten. Ein bisschen Strand im Garten lindert den Trennungsschmerz von Salzluft, Meeresrauschen und Sand an den Füßen.

 

Es muss ja auch nicht gleich ein kompletter Strandgarten werden, „probehalber“ reicht zunächst eine Strandecke im eigenen Garten aus. Hier können Sie sich ganz nach Lust und Laune austoben und mit einfachen Mitteln ein maritimes Paradies erschaffen.

 

Vorbereitung für die Strandecke

Für den Strand im Garten müssen sie zunächst das Areal auf Ihrem Grundstück auswählen und abstecken. Im nächsten Schritt sollte der Mutterboden ca. 30 bis 50 cm tief abgetragen und ein Vlies verlegt werden. Es verhindert, dass sich der Sand einerseits mit dem darunterliegenden Boden vermischt und andererseits, dass im Boden verbliebene Unkräuter und Wurzeln durchwachsen können. Achten Sie bitte darauf, dass das Unkrautvlies wasserdurchlässig ist, sodass Regenwasser versickern und sich keine Staunässe bilden kann.

Die Fläche sollte zunächst 10 Zentimeter hoch mit grobem Kies aufgefüllt werden. Danach kommt noch eine Schicht mit feinerem Split, bevor der Sand aufgeschüttet wird. Um Abwechslung zu schaffen, kann ebenso feiner Fugensplitt oder Castle Kies mit einer Körnung von fünf bis acht Millimetern verwendet werden, denn schließlich besteht auch der Strand am Meer nicht immer nur aus feinstem Puderzuckersand. Der genannte Kies ist dennoch so fein, dass er problemlos barfuß begehbar ist.

 

Der Tipp von familien-gesundheit.de

Näher am Strand Original mit einer Komibnation aus Sand & Split

Die Kombination aus Split bzw. Kies und Sand im Garten bietet weitere Vorteile: Wenn es trocken und windig ist, verhindert der Split, dass der Sand verweht werden kann und sie ihn später überall haben. Anders als reinen Sand mögen Nachbarskatzen den Split auch nicht so gern. Die Gefahr, dass der Sand-Kies-Strand-Garten als Katzenklo missbraucht wird, reduziert sich so deutlich.

 

Dünenflair: So erschaffen Sie Ihre eigene, kleine Düne

Achten Sie darauf, dass es keine ebene Sandfläche wird. Diese wirkt schnell langweilig. Schütten Sie stattdessen lieber eine kleine Düne auf. Diese können Sie mit alten, entrindeten Ästen, die an Treibholz erinnern, und Gräsern befestigen. Hier darf es im Hintergrund ruhig das größere Lampenputzergras sein, dass mit seinen Federbüschen an Schilf erinnert und bei Wind für das Meeresrauschen sorgt. Im Vordergrund sollten sie auf den niedrigeren Strandhafer setzen. Bitte beachten Sie, dass der Gewöhnliche Strandhafer (Ammophila arenaria) sehr stark wuchern kann. Der Amerikanische Strandhafer  (Ammophila breviligulata) oder der Amethyst-Schwingel (Festuca amethystina) sind deutlich weniger ausbreitungswütig und daher tolle Alternativen.

Die Strandecke im Garten benötigt auch eine Einfassung zur Abgrenzung. Hier können Sie auf rundgeschliffene Natursteine (z. B. Findlinge) oder helles Granitpflaster setzen. Unbehandelte, runde Zaunspfähler, die eng nebeneinander eingeschlagen werden, wirken ebenfalls sehr maritim, denn sie imitieren perfekt die für die See so typischen Bunen.

Vermeiden Sie außerdem gerade Kanten. Legen Sie stattdessen Wege mit hellen Trittsteinen wellenförmig an. Die Wellenform empfiehtl sich auch für die an den Sandbereich angrenzenden Beete.

 

Die perfekten Pflanzen für den Strandgarten

Im Übergangsbereich von Sand zu den normalen Beeten können Sie wärmeliebende Pflanzen ansiedeln, die auch gut mit der Trockenheit und dem mageren Sandboden klar kommen. Dazu zählen beispielsweise Strandflieder, Statice, Grasnelke und Sandnelke. Auch Edeldisteln kommen mit solchen Bedingungen gut zurecht. Eine Augenweide ist der Meerkohl mit seinen großen, grau-grünen und gewellten Blättern. Er gilt als Feinschmeckergemüse und kann ab April/Mai geerntet werden. Auch die großen, weißen Blüten sind eine Augenweide und erinnern ein wenig an die Gicht eines sturmumtosten Meeres.

Wer gern nascht, sollte außerdem eine Krähenbeere pflanzen. Die Skandinavier verspeisen die Früchte der Krähenbeeren als Kompott. Sie sind sehr gesund, denn sie enthalten doppelt soviel Vitamin C, wie die vielbekannteren Blaubeeren.

Die Windseite Ihres Strandgarten lässt sich mit einer echten Strandhecke gut abschirmen. Hier empfehlen sich Strandrosen und Sanddorn. Da sich Sanddorn schnell über Wurzelausläufer ausbreitet, sollte unbedingt an eine Wurzelsperre gedacht werden.

 

Maritime Deko macht den Strand im eigenen Garten perfekt

Maritime Accessoires wie ein stilechter Strandkorb, Bojen und ein Fischernetz sorgen für das richtige Strandfeeling. Auch ein altes Boot, das zur Sitzecke umfunktioniert wird, passt sich perfekt ein. Wenn kleine Fähnchen im Wind flattern, können Sie schonmal vom nächsten Strandurlaub träumen.

Für die abendliche Illumination sorgen Laternen und selbstgebastelte Windlichter: Dafür bietet sich ein Upcycling von unterschiedlich großen Obst- und Gemüsegläsern an. Die Gläser werden gesammelt, ausgespült und das Etikett abgeweicht. Damit aus einem einfachen Gemüseglas ein maritimes Windlicht wird, einfach ins Glas etwas Sand einfüllen und eine Kerze hineinstellen. Sie können zwischen Glas und Kerze außerdem noch ein paar Hühnergötter drapieren. Diese Steine mit Loch gelten als Glücksbringer und werden gerne bei Strandspaziergängen gesucht. Oder Sie kleben außen auf das Glas Treibholzstücke und binden etwas Bast darum. Hier unterstreicht ein Farbspiel aus Naturbast, weiß, hellblau, türkis und dunkelblau nochmals den maritimen Look.

 

Mit dem eigenen Strand im Garten lässt sich das „Meerweh“ bis zum nächsten Urlaub garantiert problemlos aushalten. Und wenn Sie aus dem Urlaub zurück sind, haben Sie bestimmt wieder neue Ideen für Ihren Strandgarten im Gepäck!