Stauden teilen: So einfach wie effektiv

Gönnen Sie Ihren Gartenstars eine Verjüngungskur!

Stauden sind nicht nur optisch eine Bereicherung für jeden Garten. Sie schonen auch den Geldbeutel des Gärtners, denn sie sind langlebig. Und sie sind meist pflegeleicht. So müssen sie nicht jedes Jahr neu gesät oder gepflanzt werden. Es gibt unzählige Gründe, Stauden einfach zu lieben.

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Der Sonnenhut (Rudbeckia) ist ein echter Hingucker im sommerlichen Garten. Er strahlt mit der Sonne förmlich um die Wette. Die Staude ist mehrjährig und sehr pflegeleicht, sodass sie selbst für Gartenanfänger bestens geeignet ist. Sonnenhut lässt sich einfach teilen und so vermehren.

 

Doch mit den Jahren kann es passieren, dass einzelne Stauden ihre Pracht verlieren und kahl werden. Diese „Altersbeschwerden“ lassen sich jedoch ganz leicht beheben. Gute Gärtner wissen, wie einfach sie ihren Stauden eine Verjüngungskur bescheren. Sie holen Spaten und Schere und setzen zur Teilung an.

Ja, was auf den ersten Blick recht brachial klingt, tut vielen Stauden erstaunlich gut. Das Teilen sorgt für Wachstumsimpulse und gibt den Pflanzen ihre jugendliche Vitalität zurück.

 

So einfach funktioniert das Teilen von Stauden.

  • Graben Sie die zu teilende Staude samt Wurzelballen aus. Je nach Umgebung können Sie dafür die Hände, eine kleine Schaufel oder den großen Spaten nehmen.
  • Im nächsten Schritt schauen sie sich die Elternpflanze genau an und legen fest, wo sie sich am besten teilen lässt. Sie können dafür auch den Wurzelballen mit Wasser abspritzen, damit Sie den Wurzelverlauf besser sehen. Jedoch ist dies in den meisten Fällen gar nicht notwendig.
  • Nun geht es an die eigentliche Teilung. Bei kleineren Exemplaren können sie den Wurzelballen mit der Schere teilen. In manchen Fällen benötigen Sie die Kombination aus Muskelkraft und scharfer Spatenkante. Bei ganz dicken Fällen hilft nur die brachiale Gewalt einer Axt.
  • Große Wunden an den Wurzeln können Sie mit Holzkohlestaub einpudern, um das Eindringen von Bakterien zu erschweren. So beugen Sie einer möglichen Fäulnis vor.
  • Die entstandenen, kleineren Tochterstauden werden nun eingepflanzt. Entweder an einen neuen Standort oder falls Sie Pflanzen verschenken möchten, auch übergangsweise in einen Topf. Vergessen Sie bitte nicht das Andrücken und das Angießen.

Schon nach kurzer Zeit haben sich die Tochterstauden vom Teilen erholt und beginnen, neue Wurzeln und neue Blätter zu treiben. Bereits im Folgejahr wird sich die verjüngte Staude wieder in ihrer vollen Pracht zeigen.

 

Stauden teilen = Stauden vermehren

Verschenken & Weitergeben: Blumengrüße sind toll

Wer nach der Teilung nicht weiß, wohin mit den ganzen Tochterstauden, dem sei verraten: Viele Nachbarn und Gartenfreunde freuen sich über ein kleines Geschenk und finden ein Plätzchen.

Außerdem gibt es Pflanzentauschbörsen, wo sich Interessierte und Sammler gerne treffen. Hier lässt sich auch immer wieder etwas Neues für die eigene Staudensammlung entdecken.

 

 

Wann ist der beste Zeitpunkt für das Teilen von Stauden?

Der beste Zeitpunkt für die Teilung von Stauden ist kurz nach der Blüte. Die meisten Stauden werden jedoch geteilt, wenn zur Staudenpflanzzeit im Herbst neue Stauden ins Beet einziehen sollen. Dann muss oftmals Platz für die Neulinge geschaffen werden. Es bietet sich hierbei einfach an, zu üppige Stauden „zurechtzustutzen“.

Für das Teilen sind Funkien, Taglilien, Pfingstrosen, Sonnenhut und Rittersporn bestens geeignet. Sie besitzen einen ausgeprägten Wurzelballen. Stauden, die sich nur über eine Pfahlwurzel versorgen, lassen sich leider nicht so einfach vermehren. Zu den letzteren zählen Ballonblume, Kornblume und Lupinen.

Achten Sie darauf, das Staudenteilen auf einen trüben Tag zu legen. So brennt die Sonne nicht gleich auf die Jungpflanzen herab. Das ist schonender für die kleinen Stauden und sie haben Zeit, am neuen Standort anzukommen.

 

Was sind Stauden?

Stauden sind mehrjährige Beetpflanzen, die oft hoch wachsen und reich blühen. Wenn sie verblüht sind, sterben sie meistens oberflächlich ab. Der Wurzelstock bleibt jedoch erhalten und schlägt im Folgejahr wieder aus.

Stauden stehen ungern alleine im Beet. Am besten wirken sie in Gruppen gepflanzt. Hierbei ist auf die Wuchshöhe zu achten. Die großen Stauden sollten im Hintergrund gepflanzt werden. Die niedrigen siedeln Sie am besten vorne an. So bekommt auch jede Staude ausreichend Licht und Luft. Das beugt Krankheiten und Schädlingen vor, denn sie können sicher sein, dass gesunde Pflanzen bei Ihnen wachsen.

Sie sind beim Anlegen eines Staudenbeetes vollkommen frei. Lassen Sie Ihrer gärtnerischen Kreativität freien Lauf! Pflanzen Sie alle Stauden nur in einem Farbton an, indem Sie z. B. ein gelbes oder ein rotes Beet anlegen. Oder mischen Sie die Stauden bunt durcheinander. Durch geschicktes Kombinieren blüht dank der Stauden das ganze Jahr etwas in Ihrem Garten. Das freut nicht nur das Auge, sondern auch viele nützliche Insekten wie Bienen, Hummeln und Schmetterlinge.