So vertreiben Sie Katzen aus Ihrem Garten

Tipps & Tricks um Stubentiger zu verscheuchen

Oft ist guter Rat teuer, wenn es darum geht, Katzen aus dem Garten bzw. vom Grundstück zu vertreiben, denn Katzen sind echte Eigenbrötler und wahre Dickköpfe. Dennoch gibt es tierfreundliche Möglichkeiten zur Katzenabwehr. Mit diesen Tipps fügen Sie den Katzen keinen Schaden zu und halten die Samtpfoten trotzdem auf Distanz.

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Wenn Nachbars Katze regelmäßig das Grundstück besucht und sich dann die Stoffwechselendprodukte als Hinterlassenschaft im Beet wiederfinden, sorgt das verständlicherweise für Unmut. Mit ein paar Tipps und Tricks lassen sich jedoch Katzen aus dem Garten vertreiben.

 

Viele Haus- und Gartenbesitzer möchten Katzen nicht auf dem Grundstück haben – Tierliebe hin oder her. Es gibt durchaus gute Gründe, auf Mittel zur Katzenabwehr zurückzugreifen. Dabei sind umgeknickte oder plattgedrückte Pflanzen in Rabatten und Beeten noch das kleinste Übel. Katzen sind jedoch Raubtiere und zu ihrer Beute gehören auch heimische Singvögel. So mancher Vogelfreund ist daher auf die Stubentiger nicht gut zu sprechen. Der Katzenkot ist nicht nur ein ästhetisches und olfaktorisches Problem. Die „Stinkbomben“ auf dem Rasen, im Beet oder im Sandkasten können Krankheiten übertragen und daher für Kinder, Senioren oder Menschen mit einem geschwächten Immunsystem gefährlich werden. So wird beispielsweise Toxoplasmose über Katzenkot übertragen. Eine Neuinfektion während der Schwangerschaft kann gefährlich für das Ungeborene im Mutterleib werden.

Katzen sind Individualisten. Eine Katze lässt sich von nichts und niemandem vorschreiben, was sie zu tun und lassen hat. Ihr Motto: Mein ist die Welt! Was interessieren mich Grundstücksgrenzen? Die Anweisungen von Frauchen oder Herrchen werden auch gern völlig ignoriert. Katzen zu „erziehen“, kann daher manchmal nicht ganz einfach sein. Wer die Tiere erfolgreich aus dem Garten vertreiben möchte, kann daher nur auf bestimmte Eigenheiten und Abneigungen von Katzen setzen, die sich für die Katzenabwehr gezielt ausnutzen lassen. Wenn Sie sich dafür am Naturell der Katzen orientieren, müssen sie auch keine Angst haben, den Tieren zu schaden oder ihre Gesundheit zu gefährden.

 

 

Tipp Nummer 1: Setzen Sie mit der Verpissdich-Pflanze ein klares Zeichen

Der Geruchssinn von Katzen ist hochentwickelt. Ihr Riechfeld ist mit 40 cm² doppelt so groß wie das des Menschen. Düfte und Gerüche zur Katzenabwehr funktionieren daher sehr gut, um Katzen aus dem Garten zu vertreiben. Zur Vergrämung der empfindlichen Nasen bietet der Fachhandel verschiedene Duftstoffe an, die als Pulver, Granulat, Gels oder Sprays die Katzen auf Abstand halten sollen. Die sogenannten Katzen-Repellents sind zwar sehr effizient, sie müssen jedoch regelmäßig und darüber hinaus in größeren Mengen ausgebracht werden. Nach dem nächsten Regenschauer geht das Spiel von vorne los.

Eine dauerhafte Lösung verspricht eine andere Strategie: Wer Katzen aus dem Garten vertreiben möchte, sollte clever pflanzen. Während Baldrian und Katzenminze auf die Samtpfoten eine magische, anziehende Wirkung haben, gibt es natürlich auch Pflanzen, die Katzen abschrecken. Genau darauf können Sie zur Katzenabwehr setzen. Etliche Kräuter, die häufig auch zum Würzen und Aromatisieren in der Küche zum Einsatz kommen, sondern Duftstoffe ab, auf die Katzen so gar nicht stehen. Dazu gehören zum Beispiel die Zitronenmelisse (Melissa officinalis) oder die Weinraute (Ruta graveolens). Um diese Pflanzen machen Katzen lieber einen großen Bogen. Die „Verpissdich-Pflanze“ (Plectranthus ornatus) trägt ihre besonderen Eigenschaften sogar im Namen. Die Pflanzen gehören zur Gattung der Harfensträucher. Während der Mensch den typischen Geruch kaum wahrnimmt, können Katzen ihn nicht leiden. Und auch Hunde, Hasen oder Marder hält die Verpissdich-Pflanze auf Abstand.

 

Was Oma oft schon wusste

Hausmittel um Katzen zu vertreiben

Im Internet kursieren zahlreiche Hausmittel, um Katzen aus dem Garten zu vertreiben. In der Regel setzen diese bei der Katzenabwehr auch auf die Komponente „Duftstoffe“. Es werden stark riechende Essenzen wie Chilipulver oder Knoblauch im Garten verteilt. Auch Menthol, das ein Hauptbestandteil von Minzöl ist, wirkt abschreckend auf Katzen.

Um bepflanzte Beete zu schützen, setzen viele Gärtner auch auf Kaffeesatz. Damit hält man nicht nur die Katzen auf Abstand, sondern auch die gefräßigen Schnecken. Kaffeesatz muss jedoch in regelmäßigen Abständen erneuert werden, denn Regen- und Kompostwürmer lieben die Überreste aus der Kaffeemaschine. Kaffeesatz ist daher im Garten ein wahrer Allrounder.

 

Tipp Nummer 2: Mit Wasser Katzen aus dem Garten vertreiben

Katzen mögen Wasser nicht. Wasser ist daher generell eine gute Idee, um die wasserscheuen Tiere aus dem Garten zu vertreiben. Katzen sind nicht dumm. Sie lernen sehr schnell, wer sie gut leiden kann und wer nicht so gut auf sie zu sprechen ist. Daher reicht es vielfach bereits aus, im Sommer beim Gießen mit der Gießkanne oder dem Gartenschlauch in Richtung der Tiere zu zielen. Auch eine Wasserpistole kann hier gute Dienste verrichten. Mit dieser Maßnahme machen Sie sich eine weitere typische Eigenschaft der Hauskatze zu Nutze: Katzen sind sehr nachtragend. Eine ruppige Behandlung vergessen sie nicht so schnell. Sie spielen selbst nach Wochen noch die beleidigte Leberwurst und suchen das Weite.

Wer jedoch nicht ständig ein Auge auf seinen Garten haben kann, für den lohnt es sich, über das Installieren eines Kreisregners oder eines sogenannten Reiherschrecks nachzudenken. Diese Geräte sind mit einen Bewegungsmelder ausgestattet und geben Wasser in eine bestimmte Richtung ab. Diese Form der „Aufrüstung“ zur Katzenabwehr eignet sich für große Grundstücke und wenn mehrere unerwünschte Fellnasen regelmäßig das Grundstück frequentieren.

 

Tipp Nummer 3: Laute Geräusche vertreiben Katzen ebenfalls aus dem Garten

Neben Gerüchen kann zur Vertreibung von Katzen aus dem Garten auch auf Geräusche gesetzt werden. Der Handel bietet dafür Ultraschallgeräte an, die ebenfalls mit Bewegungssensoren gekoppelt sind. Die Schallwellen sind für das menschliche Ohr nicht wahrnehmbar. Katzen jedoch hören sie und empfinden die wahrgenommenen Töne als höchst unangenehm. Die Reichweite der Geräte ist allerdings begrenzt. Meist decken sie nur einen Radius von 10 Metern ab. Bei großen Grundstücken müssen daher mehrere Geräte angeschaftt werden, um eine vollständige Abdeckung zu erreichen.

Jedoch können Katzen auch mit einer lauten Trillerpfeife oder einem lauten Klatschen entsprechend vergrault werden, denn plötzliche und laute Geräusche mögen sie bei ihrem scharfen Gehör ebenfalls gar nicht.