So reagieren Sie richtig auf Wespen und Hornissen

Wie ein friedliches Zusammenleben mit Wespen und Hornissen möglich ist

Sind die Tage wärmer, zieht es viele Menschen nach draußen. Ob Kaffee und Kuchen auf der Terrasse oder ein leckeres Picknick im Park: An der frischen Luft lässt sich das Leben einfach besser genießen! Leider locken süßes Gebäck, Eis oder Fruchtsäfte oftmals auch ungebetene Gäste an, wie zum Beispiel Wespen und Hornissen. Doch was sollten Sie in dieser Situation tun? Ist das Verscheuchen der Tiere mit wedelnden Armen wirklich die richtige Reaktion?

© umsiedlungen / pixabay.com

Hornissen sind die größte heimische Wespenart. Allein aufgrund der schieren Größe flößen die Insekten vielen Menschen jedoch Angst ein. Dabei handelt es sich um spannende Tiere, die einfach nur ein schlechtes Image haben. Mit ein paar Tricks und Kniffen lässt es sich nämlich im Sommer durchaus gut mit Hornissen und Wespen auskommen.

 

Wespen und Hornissen sind weitaus ungefährlicher, als man denkt

So gefährlich und aggressiv wie man es ihnen nachsagt, sind Wespen und Hornissen überhaupt nicht. Mangelnde Kenntnisse über Wespen und Hornissen provozieren förmlich „Unfälle“. Wenn Sie Süßspeisen im Freien abdecken und zuckerhaltige Getränke zum Beispiel mit einem Strohhalm trinken, ist die Abwehr von Wespen erst gar nicht nötig. Die Insekten werden sich dann kaum bis gar nicht Sie und Ihre Speisen beachten. Was die wenigsten Menschen wissen: Mit der Deutschen und der Gemeinen Wespe gibt es lediglich zwei einheimische Wespenarten, die sich überhaupt für die Nahrung des Menschen interessieren. Die anderen sechs Arten, die wir bei uns finden, werden Ihren Grill oder Ihr Picknick mit großer Wahrscheinlichkeit ignorieren.

Im Gegensatz zu den zwei genannten Wespen haben Hornissen keinerlei Interesse an Süßspeisen. Allerdings werden sie von den Insekten angelockt, die sich an diesen gütlich tun wollen. Der Stich einer Hornisse ist zwar schmerzhaft, ihr Gift ist jedoch für den Menschen weitaus ungefährlicher als das von Bienen. Doch dazu muss es gar nicht erst kommen.

 

Mit Wespen und Hornissen können Sie sich leicht arrangieren

Wenn Sie einige wenige Regeln beachten, können Sie problemlos in Frieden mit den gelb-schwarzen Insekten leben. Schnelle und heftige Bewegung oder sogar das Schlagen nach Hornissen oder Wespen macht sie erst aggressiv: Sie fühlen sich bedroht und stechen zu. Auch das Wegpusten der Tiere sollte vermieden werden. Das Kohlendioxid in unserem Atem gilt als Alarmsignal und ruft daher ebenfalls häufig eine unerwünschte Reaktion hervor. Achten Sie ebenfalls darauf, dass sich die Insekten von bunten Farben und bestimmten Gerüchen angezogen fühlen. Tragen Sie in der Natur lieber einfarbige Kleidung und verzichten Sie auf Cremes oder Parfüms, dann werden Sie deutlich seltener von Wespen oder Hornissen belästigt.

Sie können Ihr Picknick oder Ihre Kaffeetafel auch schützen, indem Sie Ablenkfutter platzieren. Überreife Weintrauben eignen sich hierfür am besten. Marmelade oder Honig wirken als Ablenkung deutlich schlechter und machen die Tiere eher aggressiver, als dass sie sie beruhigen. Von mit Bier oder süßem Saft gefüllte Fallen rät der Naturschutzbund Deutschland gänzlich ab. Die Insekten werden von diesen nicht nur unnötig angelockt, sondern sterben in ihnen einen qualvollen Tod. Zudem werden die Fallen meistens nur von älteren Tieren wahrgenommen, das aktive Volk hingegen wird nicht dezimiert.

Wespen, Hornissen und andere Insekten halten Sie am besten mit Fliegengittern aus Haus und Gartenlaube fern. Sichern Sie vor allem Küchen-, Bad- und Kinderzimmerfenster. Tiere, die sich trotzdem irgendwie hinein verirrt haben, befördern Sie am besten mit einem Glas und einer Papierunterlage wieder nach draußen.

 

Der Tipp von familien-gesundheit.de

Der richtige Umgang mit Wespen & Hornissen will gelernt sein

  • Weder Hornissen noch Wespen gehen ohne Grund auf Menschen los. Auf einer Distanz von zwei bis drei Metern zum Nest fühlen sich die Tiere nicht von unserer Anwesenheit bedroht. Achten Sie ebenfalls darauf, die Flugbahn nicht zu versperren.
  • Die Insekten werden von Obst angelockt. Daher sollten Gartenbesitzer dieses rechtzeitig ernten und aufsammeln, um zu verhindern, dass sich Wespen und Hornissen in ihrem Garten tummeln. Auch von den süßen Ausscheidungen von Blattläusen können sie sich angezogen fühlen.
  • Auch Licht hat auf Hornissen, die im Gegensatz zu Wespen auch nachts unterwegs sind, eine anziehende Wirkung. Halten Sie daher das Nachtlicht so gering wie möglich, da sich die Tiere sonst an gut beleuchteten Stellen sammeln. Natriumdampflampen eignen sich als Beleuchtung besonders gut, da ihr Lichtspektrum von Insekten nur schlecht wahrgenommen werden kann.
  • Wenn Sie an ungünstigen Stellen Wespen- oder Hornissennester finden, suchen Sie sich für die Entfernung beziehungsweise Umsiedlung unbedingt professionelle Unterstützung von Imkern, Kammerjägern oder der Feuerwehr.
  • Nester am Haus dürfen nicht einfach eingeschlossen werden. In diesem Fall werden die Tiere nicht nur enorm aggressiv, sie suchen sich ebenfalls einen anderen Ausgang und gelangen so eventuell ins Haus.
  • Wespen und Hornissen stehen unter Naturschutz, daher kann die Zerstörung Ihrer Nester und die Schädigung der Tiere durch Giftstoffe hohe Geldbußen mit sich bringen. Eine Beseitigung darf nur erfolgen, wenn die Insekten eine akute Gefahr für den Menschen darstellen.

 

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