33. Schwangerschaftswoche

SSW 33 - Tag 225 bis 231 der Schwangerschaft

Noch ist es eigentlich zu früh für die Geburt. Aber da der errechnete Geburtstermin nur ein ungefährer Anhaltspunkt ist und die allermeisten Babys früher oder später zur Welt kommen, sollen hier schon ab der 33. Schwangerschaftswoche einige Fragen dazu angesprochen werden. Lesen Sie ruhig ein wenig kreuz und quer in den folgenden Schwangerschaftswochen, denn vielleicht richten Sie und Ihr Baby sich gar nicht nach dem hier vorgegebenen Schwangerschaftskalender, und manches betrifft Sie früher, anderes später und wieder anderes gar nicht. Auch einige Hinweise zu der Zeit nach der Geburt hat die Redaktion von familien-gesundheit.de in den Texten bis zur 41. Schwangerschaftswoche aufgegriffen.

Das Baby in der 33. SSW

Ihr Baby legt weiter Reserven für die ersten Lebenstage an: Bis mit dem Milcheinschuss die richtige Muttermilch zur Verfügung steht, dauert es nach der Geburt ein paar Tage und die meisten Babys nehmen sogar erst einmal ein wenig ab. Zunächst bekommt das Neugeborene „nur“ das Kolostrum – die schon während der Schwangerschaft gebildete, nahrhafte Vormilch, die besonders reich an Antikörpern ist.

Um die 33. Schwangerschaftswoche hat das Baby bereits so viel Unterhautfettgewebe gebildet, dass seine Körpertemperatur sogar höher als die Ihre ist. Ansonsten wächst vor allem das Gehirn weiter und ist auch in den häufigen Schlafphasen sehr aktiv. Bei den meisten männlichen Babys wandern ab der 33. SSW die Hoden, die bis jetzt noch in der Bauchhöhle lagen, hinunter in den Hodensack. Selten kommt es vor, dass dies sogar erst nach der Geburt passiert. Das mag Ihnen seltsam vorkommen, ist aber kein Anlass zur Sorge.

Die Mutter in der 33. SSW

Sie wissen nicht, wie Sie liegen sollen und nachts, wenn alles um Sie herum ruhig ist, kommen auch noch die Gedanken hinzu: Wie wird die Geburt? Schaffe ich das alles? Wie wird es mit dem Baby werden? Hoffentlich wird es gesund sein! Kann ich es versorgen und trösten? Was mache ich wenn … Tausend Fragen und niemand kann Ihnen eine konkrete Antwort geben. Um die 33. Schwangerschaftswoche leiden viele Frauen an Schlaflosigkeit. Sobald Sie dank des Mutterschutzes nicht mehr arbeiten müssen, sollten Sie versuchen, tagsüber ein wenig Schlaf nachzuholen.

Haben Sie jetzt im 3. Schwangerschaftsdrittel Probleme mit geschwollenen Füßen oder Krampfadern, sind Kompressionsstrümpfe eine gute Hilfe. Keine Sorge, solche Stützstrümpfe gibt es heutzutage in schönen Farben, mit Muster und sogar mit Spitzenbordüre. Ihr Frauenarzt kann Ihnen bei Beschwerden ein Rezept ausstellen, dann wird es deutlich günstiger für Sie. Auch spezielle Akkupunktur kann helfen, fragen Sie einmal bei Ihrer Hebamme nach.

Der Vater in der 33. SSW

Rufen Sie doch mal wieder Ihre Schwiegermutter an oder reden Sie mit Ihrer eigenen Mutter: Wie haben Sie damals die Zeit mit einem Neugeborenen erlebt und was war ihnen wichtig oder hat ihnen gefehlt? Außerdem können Sie bei einem solchen vertraulichen Gespräch in der 33. SSW auch gleich ansprechen, dass Sie schon genug Strampelanzüge für die ersten Wochen haben, aber eine Babytrage vielleicht das perfekte Geschenk wäre – oder umgekehrt. Wohnen die Großeltern in der Nähe, haben sie bestimmt auch mal Lust, mit dem Kinderwagen spazieren zu gehen oder ein Stündchen auf das Kleine aufzupassen. Klären Sie das ruhig jetzt schon ab und organisieren Sie so für sich und Ihre Partnerin ein paar kleine Freiräume in ein paar Wochen!

Wussten Sie schon?

Tipps und Hinweise für die 33. SSW

  • Überlegen Sie sich in der Schwangerschaftswoche schon einmal, was Sie machen, wenn „es losgeht“, vor allem, wenn ein Notfall eintritt oder es aus einem anderen Grund schnell gehen muss. In der folgenden Checkliste sind die wichtigsten Dinge zusammengefasst, an die Sie denken müssen und die Sie schon vorbereiten können:
    • Machen Sie sich eine Liste mit allen wichtigen Nummern von Hebamme, Frauenarzt, Entbindungsklinik/Kreißsaal, aber auch von den Nachbarn, die auf ihre älteren Kinder aufpassen oder Sie ins Krankenhaus bringen können, und von einem Kollegen Ihres Partners, falls Sie ihn am Arbeitsplatz nicht erreichen.
    • Besprechen Sie mit Ihren Kindern frühzeitig, dass vielleicht jemand anderes Sie am Tag der Geburt von der Schule abholen wird oder sie ins Bett bringt. Informieren Sie auch Kindergarten und Schule davon (Abholvollmachten).
    • Tragen Sie wichtige Dokumente wie Chipkarte oder Mutterpass möglichst immer bei sich.
  • Stillen – ja oder nein? Vielleicht sind Sie sich noch nicht sicher, ob Sie Ihr Baby stillen oder ihm lieber das Fläschchen geben möchten – dazu haben Sie in der SSW ja auch noch ein wenig Zeit. Gerade, wenn es Ihre erste Schwangerschaft ist, finden Sie die Vorstellung, dass das Baby aus Ihrer Brust trinkt vielleicht ein wenig merkwürdig. Vielleicht helfen Ihnen die folgenden Argumente für das Stillen bei der Entscheidung. Argumente gegen das Stillen gibt es eigentlich nicht.
    • Es handelt sich um die natürlichste Sache der Welt und kommt den meisten Frauen – wenn es so weit ist – auch instinktiv „richtig“ vor.
    • Gerade die Vormilch ist besonders reich an Vitaminen und versorgt das Baby direkt nach der Geburt mit wichtigen Abwehrstoffen, gegen die Keime, mit denen es jetzt überall in Kontakt kommt. Also, auch falls Sie sich später für Flaschennahrung entscheiden sollten: Vielleicht versuchen Sie es zunächst mit dem Stillen.
    • Wenn Sie stillen, haben Sie immer die richtige Nahrung in der richtigen Menge und richtigen Temperatur fertig dabei. Das gilt nachts genauso wie unterwegs.
    • Stillen ist günstig und macht keine Arbeit. Sie brauchen kein Milchpulver, keine Fläschchen, keine Sauger zu kaufen, Sie müssen sie nicht reinigen und die Mahlzeit nicht aufwärmen.
    • Stillen ist die beste Methode, um angefutterte Pfunde wieder loszuwerden.
    • Stillen ist gleichzeitig eine liebevolle Kuscheleinheit, die Sie mit Ihrem Kind verbindet.
    • Bedenken Sie: Abstillen können Sie jederzeit, der umgekehrte Weg ist nicht möglich.

Disclaimer
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