31. Schwangerschaftswoche

SSW 31 - Tag 211 bis 217 der Schwangerschaft

Blicken Sie auf die ersten Monate der Schwangerschaft zurück, in denen sich während jeder Schwangerschaftswoche bei Ihrem Baby etwas neues entwickelt hat, kommt Ihnen die Zeit jetzt vielleicht übermäßig lang vor. Aber auch wenn Sie meinen, es reicht langsam und das Baby könnte jetzt bald reif sein und zur Welt kommen, so sieht es aus Sicht des Babys noch etwas anders aus. Obwohl die Organentwicklung so gut wie abgeschlossen ist, sind die letzten Schwangerschaftswochen sehr wichtig. Ihr Baby braucht diese Zeit, um in aller Ruhe zu wachsen und Kräfte zu sammeln: Von der 31. Schwangerschaftswoche bis zur Geburt wird es sein Gewicht aller Voraussicht nach noch einmal verdoppeln – und ist damit beileibe kein „dickes Baby“.

Das Baby in der 31. SSW

Ungeborene um die 31. Schwangerschaftswoche schlafen zwischen 15 und 20 Stunden am Tag. Diese Schlafphasen – beziehungsweise die Aktivphasen – werden Sie jetzt deutlicher spüren, da die Kindsbewegungen während der Schlafenszeit jetzt deutlich weniger sind als in den wachen Phasen. Manche Schwangere sind beunruhigt, wenn Sie Ihr Baby über mehrere Stunden nicht spüren, aber das kann etwa ab der 31. SSW durchaus öfter vorkommen und ist ganz normal. Auch wenn Sie es vielleicht nicht so stark wahrnehmen, wird Ihr Kind ab der 31. SSW sogar immer aktiver. Es nuckelt am großen Zeh oder auf dem Daumen oder greift nach der Nabelschnur. Wenn Sie herumlaufen, wiegen Sie es in den Schlaf, wenn Sie sich hinlegen, wacht es auf, und wenn Sie essen, erhöht sich auch der Blutzuckerspiegel beim Baby und es wird umso aktiver.

Die Mutter in der 31. SSW

In der 31. Schwangerschaftswoche nähert sich der obere Rand der Gebärmutter langsam dem Rippenbogen. Für die anderen Organe ist immer weniger Platz und nach vorne beugen oder krumm sitzen wird auch schwierig. Aus Platzgründen und zum Ausgleichen des Gewichts nehmen Frauen im letzten Schwangerschaftsdrittel immer stärker eine Haltung mit durchgedrücktem Rücken oder mit Hohlkreuz ein. Ein warmes Bad, eine Massage und Sitzen auf dem Gymnastikball sind für den Rücken angenehm und entlastend. Beugen Sie geschwollenen Füßen mit Hochlegen der Beine vor und tragen Sie lieber weite Schuhe.

Der Vater in der 31. SSW

Die Stimme seiner werdenden Mutter hört das Baby in der 31. Schwangerschaftswoche regelmäßig. Es wäre doch schön, wenn es sich auch schon ein wenig an seinen Vater gewöhnen könnte. Dafür brauchen Sie nicht durch einen Trichter in den Bauch zu sprechen. Aber vielleicht kuscheln Sie sich am Abend aneinander aufs Sofa und Sie erzählen von Ihrem Arbeitstag oder lesen ein spannendes Buch vor. Das ist schön und entspannend für alle drei!

Wussten Sie schon?

Tipps und HInweise für die 31. SSW

  • Schwimmen und Bewegung im Wasser ist für den Rücken sehr angenehm, und Sie werden sich so leicht fühlen wie schon lange nicht mehr! Wer nicht einfach Bahnen schwimmen möchte, sondern auch Gesellschaft sucht, kann sich auch in der Schwangerschaftswoche noch nach Angeboten für Schwangere umschauen. Manche Schwimmbäder, Krankenhäuser oder Fitness-Center bieten auch offene Kurse an, zu denen Sie sich jederzeit telefonisch anmelden können und pro teilgenommene Stunde bezahlen. Weitere Hinweise gibt es in unserer Checkliste zum Schwangerensport.
  • Der bereits eben erwähnte große Gymnastikball ist um die 31. SSW eine sinnvolle Anschaffung. Sie können ihn für Beckenboden-Übungen nutzen, mit sanftem Hin- und Herbewegen auf dem Ball den Lendenwirbelbereich mobilisieren oder ihn einfach zum Sitzen benutzen. Auch später mit Baby findet der Ball eine ideale Verwendung: einerseits bei der Rückbildungsgymnastik, andererseits beruhigt Schaukeln und Hüpfen auch das Kind. Der Gymnastikball hilft sogar bei Blähungen.
  • Ist eine Hochschwangere anwesend, fühlen sich manche Frauen bemüßigt von ihren Geburtserfahrungen zu erzählen und schnell driftet das Gespräch ab in Richtung „ich kenn eine, die …“, „bei meiner Bekannten ist Folgendes passiert …“, und die Geschichten werden immer schlimmer. Aber seien Sie beruhigt: Über all die gut verlaufenden Geburten wird nicht geredet, weil sie „langweilig“ sind und nicht so viel Eindruck machen – und wenn Sie mal darauf achten: Selbst bei Komplikationen gehen die Geschichten fast immer gut aus! Haben Sie bei einer früheren Geburt selbst schlechte Erfahrungen gemacht, fällt es Ihnen vielleicht schwer, dieses Mal gelassen zu bleiben, aber lassen auch Sie sich beruhigen: Jede Geburt verläuft anders, es muss nicht wieder so kommen.

Disclaimer
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