3. Schwangerschaftswoche

SSW 03 - Tag 15 bis 21 der Schwangerschaft

In der – rückblickend so genannten – 3. Schwangerschaftswoche, beginnt bei den meisten Frauen die Zeit, in der Sie überhaupt erst schwanger werden können. Die Tage vor und bis kurz nach dem Eisprung gelten als die fruchtbaren Tage. Bei den meisten Frauen liegen diese Tage rein rechnerisch etwa zwischen dem 10. und dem 20. Tag des Zyklus. Je nach Zykluslänge und -regelmäßigkeit können jedoch große Unterschiede bestehen. Haben Sie in diesen Tagen Geschlechtsverkehr, machen sich Millionen Spermien auf den Weg durch die Gebärmutter zu der Eizelle, die eventuell noch im Eierstock wartet oder nach dem Eisprung langsam den Eileiter hinunter wandert. Die meisten von ihnen gelangen gar nichts erst ans Ziel, und nur dem Einem gelingt es, sich durch die Hülle der Eizelle zu bohren und zum Zellkern vorzudringen. Manchmal reift mehr als eine Eizelle heran. Dann stehen die Chancen auf Mehrlinge und damit auf mindestens zweieiige Zwillinge gut.

Das Baby in der 3. SSW

In der 3. Schwangerschaftswoche werden die Weichen gestellt: Wird die Eizelle befruchtet, wächst ein Embryo heran. Bei der Befruchtung dringt der Spermienkopf in die Eizelle ein. Daraufhin verschmelzen die haploiden Chromosomensätze der Ei- und der Samenzelle – die nun diploide Eizelle vereint das Erbgut der zukünftigen Eltern und wird nun Zygote genannt: Das Wunder des Lebens kann nun endlich starten!

Die Mutter in der 3. SSW

In dieser Phase hat sich der Körper der Frau ganz auf eine Befruchtung und eine beginnende Schwangerschaft eingestellt. Bei den meisten Frauen findet die Ovulation, also der Eisprung, bei dem sich die herangereifte Eizelle auf den Weg durch den Eileiter macht, in den Tagen nach dem 14. und 15. Zyklustag statt. Manche Frauen empfinden zur Zeit des Follikelsprungs einen charakteristischen, teilweise mehrere Stunden andauernden Schmerz, den sogenannten Mittelschmerz. Nach dem Eisprung kann die Eizelle „nur“ für 12 bis 18 Stunden von einem Spermium befruchtet werden, sonst stirbt sie ab. Aber keine Angst: Sie brauchen nicht genau diese 12 Stunden abzupassen – Spermien leben länger und „warten“ auch schon mal ein paar Tage darauf, dass die Eizelle bereit ist! War die Befruchtung erfolgreich, wandert die Zygote während der folgenden drei bis vier Tage weiter bis zur Gebärmutter. In dieser Zeit teilt sie sich und wird zur Morula und Blastozyste. Genau dieser Prozess beginnt unmittelbar nach der Befruchtung und damit in der 3. Schwangerschaftswoche.

Der Vater in der 3. SSW

Jetzt ist es an Ihnen, Ihre rund 250 Millionen Spermien in Bewegung zu setzen. Auch wenn nur die wenigsten davon ankommen und nur eines wirklich ans Ziel gelangt, so wird dieses eine zur Hälfte mitbestimmen, wie der Nachwuchs aussieht: groß oder klein, braunhaarig oder blond, mit Stupsnase oder den typischen Papa-Ohren … und vor allem wird es ganz allein bestimmen, ob das Baby ein Mädchen oder ein Junge wird, denn von Seiten der Mutter kommt immer ein X-Chromosom mit. Die männlichen Spermien können entweder ein X- oder ein Y-Chromosom enthalten. Befruchtet ein Spermium mit X-Chromosom die Eizelle, so wird es eine kleine Prinzessin. Besitzt der „Sieger in der Befruchtungsrallye“ dagegen ein Y-Chromosom, so wird das Baby ein Junge.

Wussten Sie schon?

Tipps und Hinweise für die 3. SSW

  • Für die grundlegenden Tipps und Hinweise, die Vorsorge, Impfungen und eine gesunde Lebensweise vor und während einer Schwangerschaft betreffen, gilt in der Schwangerschaftswoche ähnliches wie in der 1. und in der 2. Schwangerschaftswoche – schauen Sie dort noch einmal nach!
  • Sex nach einem genauen Terminplan ist auch dann nicht nötig, wenn Sie sich unbedingt ein Kind wünschen. Da die Spermien in der Zervixschleimhaut im Gebärmutterhals der Frau mehrere Tage überleben – einige sogar bis zu 7 Tage – ist der unromantische Blick in den Kalender oder gar auf die Uhr überflüssig!
  • Welches die fruchtbaren Tage einer Frau sind, hängt davon ab, wann genau der Eisprung stattfindet. Möchten Sie sicher gehen, lässt sich das „fertile Fenster“ anhand von Körperzeichen wie der Konsistenz des Zervixschleims und der Basaltemperatur relativ genau bestimmen. Damit die Bestimmung aussagekräftig ist, sollten Sie jedoch „Vergleichsmessungen“ über mehrere Zyklen sammeln.

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