2. Schwangerschaftswoche

SSW 02 - Tag 8 bis 14 der Schwangerschaft

Die Regelblutung ist vorüber, schwanger sind Sie aber noch nicht. Und es steht auch immer noch in den Sternen, ob es einem der Millionen Spermien Ihres Partners gelingt, die heranreifende Eizelle zu befruchten. In Bezug auf die Wochenberechnung gilt in der 2. Schwangerschaftswoche das gleiche wie in der 1. SSW: Erst rückblickend, wenn frühestens ganz am Ende der 2. SSW, meistens erst in der 3. SSW der Eisprung stattgefunden hat und die Eizelle befruchtet wurde, und Sie tatsächlich schwanger sind, kann diese Woche zum Schwangerschaftszeitraum hinzugerechnet werden.

Das Baby in der 2. SSW

Liebes zukünftiges Baby, auch in der 2. Schwangerschaftswoche bist Du noch nicht vorhanden. Du bestehst genaugenommen noch aus zwei Teilen, die noch nicht einmal etwas voneinander wissen. Einer Eizelle, die im Eierstock Deiner zukünftigen Mutter heranreift und einer Samenzelle, die sich mit 250 Millionen anderen im Nebenhoden Deines noch ahnungslosen Vaters „tummelt“. Erst ganz am Ende der Woche oder in der nächsten Woche wird sich zeigen, ob Du bereit bist, zu entstehen oder lieber einen späteren Zeitpunkt abwartest …

Die Mutter in der 2. SSW

Bei den meisten Frauen hat inzwischen die Monatsblutung aufgehört und die Gebärmutterschleimhaut wird wieder aufgebaut. Im Eierstock reift während der 2. Schwangerschaftswoche ein Follikel zu einer „sprungbereiten“ Eizelle heran, bis dann der Eisprung stattfindet. Selten ist dies schon vor dem 14. Tag des Zyklus der Fall, bei den meisten erst in den Tagen danach. Entwickeln sich zwei Follikel gleichzeitig, ist es möglich, dass zweieiige Zwillinge entstehen.

Besteht bei Paaren kein Kinderwunsch, setzen sie meist auf aktive Verhütung. Die hormonelle Verhütung mit der Pille ist Sache der Frau. Sie greift in den weiblichen Zyklus ein. Moderne Pillenpräparate enthalten eine Kombination aus den weiblichen Hormonen Gestagen und Östrogen. Sie verhindern, dass ein Follikel in den Ovarien heranreift und die Gebärmutterschleimhaut genügend aufgebaut wird. Außerdem sorgen sie dafür, dass der Schleim im Gebärmutterhals zähflüssig bleibt, sodass Spermien nicht in die Gebärmutter eindringen können. Die Pille gilt als sehr sicheres Verhütungsmittel, doch selbst die korrekte Einnahme der Pille sorgt nicht für einen 100 prozentigen Schutz vor einer Schwangerschaft, wie der Pearl-Index belegt.

Der Vater in der 2. SSW

Auch wenn der Eisprung noch nicht stattgefunden hat, können einzelne Spermien bis zu 7 Tage in der Zervixschleimhaut im Gebärmutterhals der Frau überleben – wer weiß, vielleicht ist das eine also schon jetzt dabei!

Das Thema Verhütung ist nicht nur „Frauensachen“. Zu den mechanischen Verhütungsmitteln zählt beispielsweise das Kondom. Es verhindert, dass Samenflüssigkeit in die weibliche Scheide gelangt. Auch Kondome zählen zu den sehr sicheren Verhütungsarten und bieten außerdem noch Schutz vor Infektionen. Jedoch kann es auch hier zu Pannen kommen, sodass es trotzdem ein Spermium schafft, eine Eizelle zu befruchten.

Wussten Sie schon?

Tipps und Hinweise für die 2. SSW

  • Grundsätzlich gelten in der Schwangerschaftswoche in Bezug auf Vorsorge, Impfungen und gesunde Lebensweise dieselben Tipps und Hinweise wie in der 1. Schwangerschaftswoche – lesen Sie dort ruhig noch einmal nach!
  • Auch der Papa kann etwas tun: Magnesium sorgt für mehr Beweglichkeit und eine höhere Anzahl von Spermien. Getreide, Nüsse oder Linsen und manche Mineralwasser enthalten viel Magnesium.
  • Benutzen Sie beim Geschlechtsverkehr eine Gleitcreme, sollten Sie Produkte auf Ölbasis vermeiden. Viele Gleitcremes verändern das Scheidenmilieu so sehr, dass die Spermien gar nicht mehr bis in den Eileiter
  • Und noch einmal der wichtigste Hinweis: Vermeiden Sie Stress im Alltag, denn eine hohe Ausschüttung des Stresshormons Adrenalin sorgt bei Frauen für eine verringerte Fruchtbarkeit und bei Männern für eine geringere Zeugungsfähigkeit, etwa nach dem biologischen Motto: Wer unter Spannung steht, ist nicht bereit für Nachwuchs. Das Gleiche gilt für die Liebe: Der Kinderwunsch sollte keinen Stress verursachen – auf ein paar Monate kommt es nicht an!

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