Schwanger im Sommer

Coole Tipps für heiße Tage während der Schwangerschaft

Sommerzeit heißt Sonne, warme Temperaturen und Wohlfühlen. Die Menschen gehen raus in die Natur und genießen die Sonnenstrahlen. Doch mit Babybauch ist es nicht immer leicht, an heißen Tagen cool zu bleiben. Die Hitze macht werdenden Müttern ordentlich zu schaffen. Mit den Tipps von familien-gesundheit.de ist schwanger im Sommer dennoch kein Problem. Genießen Sie entspannt die Schwangerschaft und die Sommersonne.

© Ignacio Campo / unsplash.com

Schwangere dürfen sich natürlich die Sonne auf die „Babykugel“ scheinen lassen im Sommer. Schließlich ist die Schwangerschaft keine Krankheit! Doch heiße Tage können den Organismus, insbesondere den Kreislauf, vor Herausforderungen stellen. Deswegen gilt das Motto: Probier’s mal mit Gemütlichkeit und gehen Sie die Hitze lieber langsam an!

 

Immer schön gemütlich – nur keine Hast

Wenn die Temperaturen die 30°C-Marke knacken, merken Schwangere jedes zusätzliche Babykilo doppelt und dreifach. Bei Hochschwangeren sind dann schnell die Belastungsgrenzen erreicht. Müdigkeit und Schlappheit sind wahrscheinliche Folgen. Daher geben wir Ihnen den wichtigsten Rat gleich an allererster Stelle: Gehen Sie heiße Tage mit Ruhe an! Sie sind schließlich schwanger und nicht auf der Flucht! Versuchen Sie, besonders die Mittagshitze zu meiden, denn hier werden die Tageshöchsttemperaturen geknackt. Sie sind eine besondere Belastung für den Kreislauf.

Müssen Schwangere Termine wahrnehmen, sollten diese auf die Morgenstunden gelegt werden. Ab der Mittagszeit dürfen sich schwangere Frauen im Sommer ein Beispiel an den Spaniern und Italienern nehmen. Die Südländer machen ab Mittag eine kleine Siesta. Suchen Sie sich dafür einen schattigen und möglichst kühlen Ort. Füllen Sie die Energiereserven mit einem Power-Nap, einem kleinen Nickerchen, wieder auf oder genießen Sie einfach die Zweisamkeit mit dem „Bauchzwerg“.

 

Der Tipp von familien-gesundheit.de

Wohnung und Haus möglichst kühl halten

Schwangere sollten im Sommer darauf achten, dass sich die Wohnung nicht zu stark aufheizen kann. Lüften Sie über Nacht und in den Morgenstunden. Tagsüber sollten Fenster und Türen soweit wie möglich verschlossen werden. Jalousien und Rollos sorgen dafür, dass die Wärme draußen bleibt.

 

Die Sonnenstrahlen genießen

Schwangere dürfen im Sommer selbstverständlich nach draußen und die Sonne genießen. Die Parks und Cafés locken schließlich. Es spricht auch nichts gegen einen Ausflug ins Freibad oder an den Baggersee. Sonne ist sogar wichtig, denn nur durch den Lichteinfluss, wird die Vitamin D-Produktion im Körper angeregt. Vitamin D braucht nicht nur die werdende Mama, sondern auch das Ungeborene. So beeinflust Vitamin D unsere Stimmung positiv. Es sorgt beispielsweise auch dafür, dass Sommerkinder im Vergleich zu Winterkindern bei der Geburt größer und kräftiger sind.

Gehen sie nach draußen vor die Tür, sollten Schwangere im Sommer immer an den Sonnenschutz denken, denn in der Schwangerschaft reagiert die Haut viel empfindlicher auf UV-Strahlung. Es droht schneller ein Sonnenbrand. Daher empfehlen Hautärzte Schwangeren, sich mit einer guten Sonnencreme mit mindestens Lichtschutzfaktor 30 im Vorfeld einzucremen.

Während der Schwangerschaft klagen viele Frauen auch über Pigmentstörungen und die Neigung zu trockener Haut. Treten bei Ihnen auch Pigmentstörungen auf, sollten Sie direkte Sonneneinstrahlung besser vermeiden und immer ein schattiges Plätzchen bevorzugen. Gegen trockene Haut, die gerne juckt, hilft eine reichhaltige Lotion. Das Eincremen versorgt die Haut mit Feuchtigkeit. Wer es ganz natürlich mag, nimmt ein hochwertiges, natives Olivenöl. Es hat den gleichen Effekt.

 

Bitte ausreichend trinken, wenn Sie im Sommer schwanger sind

Trinken, trinken, trinken – das ist der Tipp, den Hebammen und Frauenärzte an heißen Tagen Schwangeren geben. Nur eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr hält den Kreislauf stabil. Deswegen ist die regelmäßige Flüssigkeitszufuhr so wichtig, damit es gar nicht erst zum Flüssigkeitsmangel kommen kann. Dieser lässt das Blut langsamer zirkulieren. Das ist weder für die Mutter in spe noch das Ungeborene gut. Flüssigkeitsmangel kann bei der Mama für Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindelgefühl sorgen. Beim Ungeborenen wird die Versorgungslage schlechter, denn unter Umständen kommt weniger Sauerstoff beim Baby an.

Als Faustregel gilt: Schwangere sollten im Sommer über den Tag verteilt mindestens zwei Liter trinken. Um dieses Ziel zu erreichen, ist es am besten, sie gewöhnen sich an, jede volle Stunde zu einem vollen Glas zu greifen. Die besten Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtsaftschorlen mit einem Mischungsverhältnis von maximal einem Teil Saft und mindestens zwei Teilen Wasser. Auch frisches Obst hilft, den Flüssigkeitshaushalt in Balance zu halten. Besonders gut eignen sich saftige Melonen oder Pfirsiche. Aber auch Gemüse wie Gurken oder Tomaten punktet mit einem hohen Wassergehalt.

 

Richtiges Essen bei hohen Temperaturen

Stichwort Essen: Wirklich großen Appetit auf eine üppige Mahlzeit mit Schweinshaxe, Klößen und Bayerisch Kraut hat man im Hochsommer eigentlich nicht und Schwangere gleich gar nicht. Die Einhaltung der Essensregel, besser fünf kleine Mahlzeiten über den Tag verteilt zu sich zu nehmen, fällt daher nicht schwer. Einen großen Anteil an den Portionen sollte dabei frisches Obst und Gemüse einnehmen.

Gerade für Schwangere ist es besonders wichtig auf Hygiene und Frische zu achten. Einerseits steht ihr Immunsystem unter Stress und anderseits haben Keime wie Salmonellen oder Listerien im Hochsommer ein viel leichteres Spiel. Eine Infektion braucht niemand und gerade für das schwangere Immunsystem sind sie ein ernstzunehmender Gegner.

An warmen Tagen kann einem schon „der Zahn tropfen“ – gerade wenn es um Eis geht. Hier ist besondere Vorsicht geboten. Schwangere müssen darauf achten, dass bei der Eisherstellung keine rohen Eier verwendet wurden und auch die Kühlkette niemals unterbrochen war. Gerade kleine Eisverkäufer mit ihren Eiswagen sind daher nicht der allerbeste Anlaufpunkt für eine Erfrischung.

Das schöne Wetter wird auch gerne zum Grillen genutzt. Selbstverständlich dürfen auch Schwangere im Sommer bei der Grillparty zugreifen. Es sollte jedoch nur gut durchgegartes Fleisch auf dem Teller landen. Ist das Steak innen noch blutig, bitten Sie den Grillmeister, es einfach noch ein paar Minuten länger auf den Grill zu legen.

 

Geschwollene Beine? Füße hochlegen & ein abendlicher Spaziergang helfen

Wenn die Temperaturen gegen Abend sinken, können auch Schwangere ihr „Aktivitätslevel“ wieder hochschrauben. Leichte Bewegung und Sport sind in der Schwangerschaft ausdrücklich erwünscht. Faulenzen dagegen ist kontraproduktiv, denn es sorgt dafür, dass sich Wasser in den Beinen einlagert. Dagegen hilft nur regelmäßige Bewegung. Ein kleiner Abendspaziergang ist daher empfehlenswert. Tagsüber sollten Schwangere im Sommer die Beine hochlegen – so oft das eben möglich ist. Gegen geschwollene Beine hilft außerdem ein Frischekick, denn ein Abbrausen mit kaltem Wasser regt den Kreislauf an und verschafft so Linderung. Die Pumpfunktion der Venen unterstützen einfach Fußgymnastik-Übungen zusätzlich.

Das sich während der Schwangerschaft etwas Wasser in den Beinen einlagert, ist normal. Beginnen die Wassereinlagerungen jedoch unangenehm zu werden, sollten Schwangere ihren Frauenarzt bzw. ihre Frauenärztin darauf ansprechen. Der Mediziner wird untersuchen, ob andere Ursachen für die Ödeme vorliegen. Sollte er zusätzlich zu den Wassereinlagerungen auch noch Hinweise auf einen zu hohen Blutdruck und/oder Eiweiß im Urin feststellen, so könnte es sich um die ersten Symptome einer beginnenden Gestose handeln. Die Gestose wird im Volksmund auch als Schwangerschaftsvergiftung bezeichnet.

 

Luftige und leichte Umstandsmode bevorzugen

An heißen Tagen ist die Kleidungsfrage schon bei nicht-schwangeren Frauen kompliziert. Sie stehen dann ratlos vor dem Kleiderschrank und fragen sich, was soll ich nur heute anziehen? Bei Schwangerem im Sommer potenziert sich das Problem der Kleidungsfrage weiter.

Luftige und leichte Kleidung aus Baumwolle oder Leinen ist die geeignetste Umstandsmode an heißen Tagen im Sommer. Dank dieser Materialien kann die Haut atmen. Auch wird überschüssige Wärme schnell nach außen transportiert. Schweiß kann verdunsten und so für Abkühlung sorgen. Vermeiden Sie dagegen synthetische Stoffe, die einen Hitzestau verursachen können. Bevorzugen Sie, wenn Sie im Sommer schwanger sind, weite Kleidung. Die legeren Schnitte sorgen dafür, dass der Babybauch nur locker umspielt wird und der Stoff nirgends unangenehm anklebt.

Bequeme Schuhe sind ein Muss. Greifen Sie beim Schuhkauf lieber eine Nummer größer als normal zu, denn die Wassereinlagerungen während der Schwangerschaft lassen die Füße etwas mehr anschwellen. Ein schicker Sonnenhut ist nicht nur ein modisches Accessoire, sondern eine richtig gute Investition. Er fungiert als optimaler Sonnenschutz und bewahrt einen kühlen Kopf.

 

Mit diesen Tipps kann der Sommer auch für Schwangere kommen. Schließlich sollte die Schwangerschaft immer auch eine Wohlfühlzeit sein – unabhängig von den Außentemperaturen. Genießen Sie gemeinsam mit Ihrem Partner diese wundervollen „andere Umstände“ während der Sommerzeit!

Disclaimer
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