Schultüte füllen

Was gehört in die Zuckertüte?

Die letzten Bundesländer sind gerade erst in die Sommerferien gestartet. Jedoch beginnt für die ersten Bundesländer demnächst bereits das neue Schuljahr und so fiebern viele Schulanfänger ihrem großen Tag entgegen: Bei der Schuleinführung bekommen sie eine Zuckertüte!

Für Eltern und Großeltern stellt sich beim Packen der Schultüte die Frage: Was gehört in die Zuckertüte? Die trimeda-Redaktion hat Tipps und Ideen für das Füllen gesammelt.

© annca / pixabay.com

Schulanfänger freuen sich nicht nur auf die Schule, sondern auch auf die Schultüte. Eltern und Großeltern zermartern sich bereits Wochen vorher, was neben Süßigkeiten und Knabberzeugs in die Schultüte gehört, damit es viel Freude und keine langen Gesichter gibt.

 

Brauch der Zuckertüten ist ein Exportschlager

Die Tradition, dass Schulanfänger eine Schultüte zum Schulstart bekommen, stammt aus dem 19. Jahrhundert. 1817 wurde nachweislich die erste Schultüte in Jena überreicht. Die Tradition breitete sich von Thüringen und Sachsen immer weiter aus, bis sie auch die Schweiz und Österreich erreichte. Und weil in die ersten Schultüten auch Süßkram wanderte, heißen die bunten Papptüten bis heute in vielen Teilen Deutschlands einfach Zuckertüten. Sie hängen oftmals am sogenannten Zuckertütenbaum.

Die passende Zuckertüte auszuwählen, gehört übrigens zu den großen Herausforderungen des Schulanfangs für die Eltern – neben dem Kauf des richtigen Schulranzens und dem Einkauf der erforderlichen Schulmaterialien. Der Handel bietet eine fast unüberschaubare Anzahl an fertigen Schultüten oder Bastelsätzen an und stellt die Familie vor die Grundsatzfrage: Selber basteln oder einfach kaufen? Ist dies geklärt, so braucht es für die Schultüte eine Füllung. Doch, was ist da richtig oder falsch? Die salomonische Antwort lautet: Es kommt auf den Standpunkt des Betrachters und die damit verbundenen Wünsche an. Aus Sicht der Kinder kann es nicht süß und bunt genug sein. Die Eltern möchten lieber Gesundes und Brauchbares verschenken. Nur Bonbons, Gummibärchen und Schokolade können und sollen deshalb nicht in der Zuckertüte landen.

Als bessere Alternative zum Süßkram bietet sich beispielsweise Studentenfutter, getrocknete Früchtemischungen oder Früchteriegel an. Als Knabberspaß werden auch Cracker oder Apfelchips gern „geknuspert“. Sie können in den ersten Wochen als Pausenverpflegung den Kindern in die Grundschule mitgegeben werden.

Daneben gehören in die Schultüte auch jede Menge nützliche Dinge für die Schule, zum Basteln und zum Spielen. Nachfolgend eine kleine Ideensammlung.

 

Tipps fürs Füllen der Schultüte: Stifte sind ein Muss

In die Schultüte gehören Stifte zum Malen und Zeichnen. Kinder können bekanntlich nie genügend Buntstifte, Wachsmalstifte, Faserschreiber, Filzstifte oder Gelstifte besitzen.

 

Auch Metallicfarben stehen hoch im Kurs, denn gerade bei Mädchen darf es gerne auch ein bisschen glitzern. Hier kann bunter Glitzerleim zum Basteln gut ankommen. Es sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die stiftähnlichen Tuben gut verschlossen bzw. verpackt sind, bevor sie in der Zuckertüte landen

 

Als Alternative zu Wasserfarben können beispielsweise wasservermalbare Aquarellbuntstifte in die Zuckertüte gepackt werden. Hier sollten der obligatorische Anspitzer und die zum Malen erforderlichen Pinsel nicht vergessen werden. Auch eine Stifterolle bzw. ein Schlampermäppchen für die Stifte-Aufbewahrung sind eine gute Investition in die kreative Förderung des Nachwuchses.

 

Weiterhin dürfen Sie beim Packen der Schultüte auch Lineal und Radiergummi nicht vergessen. Von einem coolen Hologramm-Lineal (z. B. mit Weltraummotiv) ist garantiert jedes Kind begeistert. Radiergummis gibt es heute auch in den unterschiedlichsten Formen und Motiven – beispielsweise verspielt als Smiley-Bälle oder als kleine Buchstaben.

 

Für den Werk- und Kunstunterricht wird zum Schutz der Kleidung häufig eine Malschürze bzw. eine Werkschürze empfohlen. Auch sie kann ihren Weg in die Zuckertüte finden.

 

 

Tipps fürs Füllen der Schultüte: Unverzichtbar für den Schulalltag

Sofern diese „Ausrüstungsgegenstände“ nicht schon beim Schulranzen mit dazugehörten, so sollten sie spätestens jetzt bei der Schultüte daran denken: Das zukünftige Schulkind braucht ein kleines Taschengeld und dafür ist ein passendes Portemonnaie erforderlich. Hier eignet sich sowohl eine einfache Geldbörse als auch ein Brustbeutel. Außerdem gehört ein klein zusammenfaltbarer Regenschirm – umgangssprachlich häufig als „Knirps“ bezeichnet – mit in die Schultüte hinein, denn schließlich gibt es nicht jeden Tag Sonnenschein. Und falls es einen kleinen Unfall in der Schule gibt, der in einem winzigen Kratzer endet, schadet auch ein buntes Trostpflaster ganz bestimmt nicht. Dann ist die kleine Verletzung meist schon bis zum Nachhausegehen vergessen und abgeheilt.

 

Der Pausensnack ist wichtig, denn mit leerem Magen lernt es sich bekanntlich nicht so gut. Umweltfreundlich transportieren lassen sich Schulbrot sowie gesunde Snacks wie Apfelscheiben oder Möhrensticks in einer Brotdose bzw. Brotbüchse. Daher ist eine Brotdose, die gern auch als Brotbüchse oder neudeutsch Lunchbox bezeichnet wird, und eine Trinkflasche ein wichtiges Mitgebsel für die Zuckertüte.

 

Ebenso praktisch ist ein Schlüsselband für den Haustürschlüssel oder den Schulausweis. Für den Schulweg sollten Eltern und Großeltern vor allem im Hinblick auf die dunkle Jahreszeit an Reflektoren für die Kleidung, das Fahrrad oder die Sporttasche denken und so für ein mehr an Sicherheit sorgen.

 

In die Schultüte können auch Zählstäbchen und Zählkarten wandern. Sie werden im Mathematik-Unterricht gerne verwendet, um das Zahlenverständnis zu vertiefen.

 

 

Tipps fürs Füllen der Schultüte: Spiele für den Schulhof

Nach der Schule oder in den Pausen geht es raus auf den Schulhof zum Spielen. Kleine Spiele für Zwischendurch gehören damit eigentlich auch in den Schulranzen. Ideal sind Bewegungsspiele wie Gummitwist oder Kreide zum Aufzeichnen von „Himmel und Hölle“. Auch ein Springseil fürs Seilspringen oder ein paar Murmeln für spannende Murmelspiele fördern die Bewegung und Motorik.

 

 

Tipps fürs Füllen der Schultüte: Machen Sie kleine Entdecker glücklich

Kinder sind die geborenen Entdecker und gerade Schulkinder sind besonders wissbegierig. Fördern Sie die kindliche Neugier, indem Sie in die Zuckertüte eine Lupe mit Licht oder einen Lupenbecher packen. So wird das Kleinste plötzlich riesengroß. Der Handel bietet außerdem sogenannte Entdeckerkarten zur Bestimmung von Tieren und Pflanzen. Auch darüber freuen sich bestimmt viele Schulkinder.

 

 

Tipps fürs Füllen der Schultüte: Sorgen Sie für strahlende Augen bei kleinen Sammlern

Eine große Leidenschaft von Kindern ist das Sammeln. Ein Kind sammelt Lego, das andere Kind sammelt Steine und Muscheln und das dritte Kind wünscht sich nichts sehnlicheres als neue Sammelfiguren. Dieses „Hobby“ gehört zum Kind wie der Name, daher sollte sich auch mindestens ein Teil davon in der Zuckertüte wiederfinden.

 

Die Sammelleidenschaft erstreckt sich jedoch nicht nur auf dreidimensionale Objekte, sondern auch Aufkleber und Tattoos (in 2D) stehen hoch im Kurs, wenn das „Klebefieber“ ausgebrochen ist.

 

 

Tipps fürs Füllen der Schultüte: Mindestens ein Buch sollte sein

Der Schulanfang markiert einen wichtigen Meilenstein in der Entwicklung der Kinder. Sie lernen lesen und können sich so die Welt der Bücher selbst aneignen. Mit dem Erlernen der Buchstaben stehen ihnen magische Reiche, spannende Abenteuer und schlaues Wissen offen. Ein Buch oder zumindest ein kleines Büchlein gehört daher ebenso in die Zuckertüte. Idealerweise dreht sich das Buch um die spannende Schulanfangszeit und/oder das Thema Lernen.

 

 

Tipps fürs Füllen der Schultüte: Etwas Langfristiges sollte es sein

Die Schultüte ist ausgekippt, die Süßigkeiten vernascht, … und dann? Eltern und Großeltern möchten zum Schulanfang gern auch etwas langfristiges verschenken, damit sich das Kind auch später noch an den großen Tag zurückerinnert. Klassischerweise wird deswegen oft ein Armband, ein Kettchen oder ein kleiner Kettenanhänger verschenkt. Doch es gibt bessere Alternativen.

Wie wäre es mit einem Zeitschriften-Abo für eine Kinder-Zeitschrift wie beispielsweise GEOlino oder National Geographic Kids? Auch das Verschenken von gemeinsamer Zeit durch einen Gutschein für einen Ausflug in den Freizeitpark, den Zoo oder eine Radtour ist eine prima Idee für die Zuckertüte.