Salami in der Schwangerschaft

Ist Salami in der Schwangerschaft erlaubt?

Salami ist eine beliebt Wurstsorte, denn es gibt sie in vielen, leckeren Varianten – als Paprikasalami, als ungarische Salami, als Kochsalami oder als Cervelatwurst. Es gibt sie als Rindsalami, als Putensalami oder als Wildsalami. Sie wird als Salamibrot bzw. als Salamibaguette verspeist. Vor dem Fernseher wird auch gern mal zum Salami-Stick als Chips-Ersatz gegriffen. Auch Salamipizza hat viele Fans. Doch dürfen Schwangere bei der Salami zugreifen oder sollten sie sich besser zurückhalten?

© RitaE / pixabay.com

Salami ist die beliebteste Wurstsorte in Deutschland. Rund 2,5 Kilogramm verspeist der Durchschnittsdeutsche im Jahr. Auch wenn die Salami zu den Rohwurstsorten gehört, werden durch die Herstellung (Räuchern bzw. Lufttrocknen) potentielle Krankheitskeime abgetötet. In der Schwangerschaft darf die Salami daher aufs Brot, wenn grundlegende Hygiene-Regeln eingehalten werden.

 

Bei manchen werdenden Mamis klingeln sofort die Alarmglocken, wenn in der Schwangerschaft das Wort Salami fällt. Schließlich wird die bekannte Wurstsorte bei der Herstellung – anders als beispielsweise Lyoner oder Gekochter Schinken – nicht gekocht. Und rohes Fleisch sowie roher Fisch sind in der Schwangerschaft wegen der erhöhten Infektionsgefahr generell verboten. Bei rohem Fleisch droht die Gefahr durch Krankheitserreger wie Toxoplasmen und Listerien. Diese Keime und Parasiten stellen eine ernsthafte Gefahr für das Ungeborene dar, denn sie schädigen das Baby im Mutterleib. Das Risiko für eine Fehl- oder Totgeburt erhöht sich drastisch durch eine Toxoplasmose-Infektion in der Schwangerschaft.

 

Salami bietet Keimen keinen Lebensraum

Jedoch gibt es bei der Frage: „Ist Salami in der Schwangerschaft erlaubt“ Entwarnung von der Bundesforschungsanstalt für Lebensmittel. Salami darf während der Kugelzeit auf den Speiseplan, denn sie ist unbedenklich. Obwohl bei der Salami-Herstellung rohes Muskelfleisch und Speck Verwendung finden, haben Toxoplasmen und Listerien hier keine Chance, wenn die Wurst industriell hergestellt wird und alle Qualitätsstandards von der Metzgerei eingehalten wurden. Der Grund ist einleuchtend. Durch die lange Reifezeit bei der Salami wird die Wurst immer trockener und somit möglichen Krankheitserregern die Lebensgrundlage entzogen, denn Keime können sich nur im feuchten Milieu halten. Je länger die Salami abgehangen ist, umso besser ist nicht nur der Geschmack. Schwangere dürfen daher ihr Brot mit schnittfester Wurst wie Salami, Cervelatwurst, Ahle-Wurst oder der Katenrauwurst belegen.

 

 

In der Schwangerschaft ist der Verzehr von Salami in den meisten Fällen also unbedenklich, denn Salami zählt zwar zu den Rohwurstwaren, ist aber aufgrund der Reifezeit nicht mehr gefährlich – anders als frische Rohwurstsorten wie Mettwurst oder Teewurst oder Pökelfleischerzeugnisse wie Schinkenspeck oder rohem Kasseler. Von deren Verzehr raten Experten Schwangeren zu Recht ab. Salami wird vielmehr geräuchert oder luftgetrocknet.

 

Tipps zum Salami-Einkauf für Schwangere

Achten Sie beim Salami-Kauf während der Schwangerschaft auf Qualität & Hygiene

Wer beim Fleischer des Vertrauens einkauft und damit auf die Herkunft und die Qualität der Wurstwaren achtet, kann auch in der Schwangerschaft bei der Salami nicht viel falsch machen, wenn folgende Tipps beherzigt werden:

  • Beim Einkauf gilt der Hygiene besonderes Augenmerk. Greifen Sie in der Schwangerschaft lieber zur Salami am Stück als zum Salami-Aufschnitt.
  • Achten Sie zusätzlich darauf, dass an der Fleischtheke die Salami separat und nicht zusammen mit anderen Rohwurstprodukten verpackt wird, um die Übertragung von möglichen Keimen von einer Wurstsorte auf die andere zu verhindern.
  • Schwangere sollten außerdem keine fertigen Aufschnittplatten mit einem Wurstmix kaufen, sondern immer die Salami separat verlangen.
  • Auch wenn der Heißhunger groß ist, kaufen Sie besser keine großen Mengen an Salami auf Vorrat ein, sondern holen Sie sich die Wurst immer wieder frisch. Im Kühlschrank ist Salami drei bis vier Tage bedenkenlos haltbar.
  • Der Salami-Konsum sollte während der Schwangerschaft im Auge behalten werden, denn auf Grund des Fettgehaltes zählt Salami nicht zu den Diätprodukten, sondern ist eine Kalorienfalle.

 

Disclaimer
familien-gesundheit.de stellt ausschließlich Beiträge für Informationszwecke bereit. Die Hinweise und Informationen sind nicht zur Selbstbehandlung geeignet. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch, keine professionelle Beratung, keine individuelle Untersuchung oder fachkundige Behandlung durch ausgebildete und anerkannte, im Gesundheitswesen tätigte Experten wie z. B. Ärzte, Apotheker, Hebammen oder Physiotherapeuten.