Richtig essen & so Fettfallen vermeiden

Auch ohne strenge Diät gesünder leben

Um abzunehmen, müssen Sie nicht immer eine radikale Diät machen und dabei auf alles verzichten, was gut schmeckt. Sie können sich bereits deutlich gesünder ernähren, wenn Sie nur ein wenig mehr darauf achten, was genau Sie im Alltag zu sich nehmen, um Fettfallen zu vermeiden. Hier erfahren Sie, wovor Sie sich in Acht nehmen sollten und welche leckeren Alternativen es zu fettigen Lebensmitteln gibt.

© Daria-Yakovleva / pixabay.com

Churros, ein in Öl ausgebackener süßer Snack, sind extrem lecker – keine Frage! Jedoch gehört Frittiertes und Gebratenes zu den großen Kalorien- & Fettfallen. Wer abnehmen möchte, muss diese „Stolpersteine“ genau kennen, um sie gekonnt zu umschiffen und so Kalorien zu einzusparen. Zum Glück gibt es gesündere und ebenso schmackhafte Alternativen.

 

Fettfallen durch richtiges Einkaufen & Haushalten vermeiden

Allein schon durch die Art und Weise, wie Sie in den Supermarkt gehen, können Sie bereits einigen Fettfallen ausweichen. Die wichtigste Lektion, an die Sie sich hier halten müssen, lautet: Gehen Sie auf keinen Fall hungrig einkaufen! Hunger ist ein gefährlicher Begleiter im Lebensmittelladen, ganz besonders in der Nähe von Chips und Keksen. Mit leerem Magen locken die süßen oder salzigen Sünden ganz besonders. Dieser Versuchung zu widerstehen, fällt dann extrem schwer und schwupps landet das „Hüftgold“ im Einkaufswagen.

Auch eine gezielte Vorratshaltung kann bereits dazu beitragen, Fettfallen zu umgehen. Statt ungesunden Snacks sollten Sie immer etwas im Haus haben, was Sie schnell und einfach zubereiten können, wenn plötzlich der Heißhunger kommt. Beispielsweise können Sie sich aus Nudeln, Tomaten und Kräutern in nur wenigen Minuten eine nahrhafte und leckere Mahlzeit kreieren. Fettige Kleinigkeiten finden dann nicht mehr den Weg von der Hand in den Mund.

 

Wenn’s um die Wurst geht, können Sie schnell in Fettfallen tappen

Vor allem bei Fleischprodukten lauern oft Fette im Überfluss. Allerdings sind diese meistens schwer zu entdecken. Wurst ist dafür ein besonders gutes Beispiel. In ganzen Stücken, wie es etwa bei Schinken oder Kasseler der Fall ist, sieht man die Fettadern recht gut, bei gekutterter Fleischwurst jedoch sind diese nicht mehr zu erkennen. Hier sollten Sie auf jeden Fall die Produktinformationen unter die Lupe nehmen, um nicht in eine Fettfalle zu tappen. Bei Tee- oder Leberwurst gilt für gewöhnlich die Faustregel: Je feiner sie ist, umso mehr Fett enthält sie.

Wenn Sie Fleisch zum Kochen oder Braten nehmen, wählen Sie am besten magere Optionen wie Steaks (statt dem panierten Schnitzel), Filet (statt fettiger Rippchen) oder Muskelfleisch (statt der Bulette). Oder Sie braten das Fett vorher gut aus. Hühner- oder Putenfleisch ist im Vergleich zu Schwein oder Rind generell deutlich fettärmer. Auch bei Fisch können Sie schnell in eine Fettfalle tappen. Makrele, Lachs und Heilbutt sind sehr fettreich, allerdings ein wichtiger Lieferant für die wertvollen Omega-3-Fettsäuren. Ein guter Kompromiss ist es daher, diese Fische ab und an durch Forelle oder Meeresfrüchte zu ersetzen.

 

Aber bitte ohne Sahne: Fettfallen in Milchprodukten

Auch in Butter, Käse und anderen Milchprodukten lauern viele Gefahren für alle, die abnehmen möchten. Generell sollten Sie um alle Lebensmittel einen großen Bogen machen, in deren Namen irgendwo das Wort „Sahne“ vorkommt. Bei Milch, Quark und Joghurt gibt es mittlerweile fettarme Varianten, die nur 1,5 Prozent Fett enthalten. In Sachen Käse sollten Sie vorsichtig sein, denn hier verstecken sich oft viele Kalorien. Harzer und Weinkäse sind relativ unbedenklich. Auch Schnittkäse kann noch einigermaßen fettarm sein, sofern er weniger als 30 Prozent Fett in der Trockenmasse (i. Tr.) aufweist.

Zwei weitere Fettfallen des Alltags sind Butter oder Margarine. Beide bestehen zu etwa 80 Prozent aus Fett, finden sich jedoch nahezu auf jedem Brot. Greifen Sie daher zu fettarmen Alternativen: Unter eine Scheibe Wurst passt statt Butter zum Beispiel Senf oder Tomatenmark recht gut. Süße Brotaufstriche hingegen vertragen sich hervorragend mit Magerquark oder fettarmem Frischkäse.

 

Verzichten Sie nicht auf Süßigkeiten, sondern nur auf Fettfallen

Natürlich müssen Sie, wenn Sie abnehmen oder sich gesünder ernähren möchten, nicht vollends auf Süßigkeiten verzichten. Nur sollten Sie auch hier genauer hinschauen, was Sie naschen oder knabbern. Bei Schokolade etwa verhält sich der Kakaoanteil umgekehrt proportional zum Fett: Je weniger Kakao, umso fettiger ist die Leckerei. Greifen Sie daher lieber zur dunklen Schokolade, wenn Sie sich einmal etwas Süßes gönnen möchten.

Andere fettarme oder fettfreie Knabbersachen sind zum Beispiel Lakritze, Russisch Brot, Salzstangen oder Trockenfrüchte. Bei Nüssen sollten Sie hingegen vorsichtig sein. Diese sind zwar anderweitig sehr gesund, enthalten jedoch große Mengen an Fetten. Nicht umsonst kann man aus ihnen recht einfach Öl gewinnen.

 

Gewusst wie ...

Fett- & Kalorienfallen gekonnt umschiffen

  • Gehen Sie nicht hungrig einkaufen, sonst landen womöglich mit Chips und Keksen die falschen Lebensmittel im Einkaufswagen.
  • Haben Sie immer gesunde, schnell gemachte Alternativen zu fettigen Snacks auf Vorrat im Haus, wenn einmal der Heißhunger zuschlägt.
  • Nehmen Sie die Lebensmittel, die Sie kaufen möchten, genau in puncto Inhaltsstoffe unter die Lupe.
  • Essen Sie lieber mageres Fleisch wie Filet, Muskelfleisch oder Geflügel.
  • Wählen Sie besser Wurst in ganzen Stücken, denn hier sehen Sie den Fettanteil. Bei Leber- oder Teewurst entscheiden Sie sich besser für die grobe Variante.
  • Greifen Sie bei Milch, Quark und Joghurt auf die Produkte mit max. 1,5 Prozent Fett zurück.
  • Achten Sie bei Schnittkäse besonders auf den Fettanteil oder nehmen Sie stattdessen Harzer oder Weinkäse.
  • Ein guter Ersatz von Butter und Margarine ist Magerquark oder Frischkäse. Bei Wurst sind Senf und Tomatenmark gute Alternativen.
  • Finger weg von Sahne!
  • Verzichten Sie nicht aufs Naschen. Greifen Sie zu fett- und zuckerarmen Snacks und halten Sie vor allem Maß.