Die Quark-Diät: Noch eine Monodiät oder pfiffige Abnehmhilfe?

Abnehmen mit Magerquark: So geht's richtig

Immer mehr Menschen schwören auf den Erfolg sogenannter Monodiäten. Diese Abnehmstrategien mögen zwar unglaublich simpel und kurzfristig auch erfolgreich sein, bergen jedoch oftmals enorme Risiken. Es ist eigentlich offensichtlich, dass Sie Ihrem Körper keinen Gefallen tun, wenn Sie sich tagelang völlig oder überwiegend nur von Ananas, Eiern oder Kohlsuppe ernähren. Daher wird Sie der Name Quark-Diät zunächst sicher misstrauisch stimmen. Doch ist diese Abnehmkur nur eine weitere ungesunde und gefährliche Diät oder können mit der Quark-Diät tatsächlich Erfolge erzielt werden, ohne dem Körper zu schaden? Die Redaktion von familien-gesundheit.de schaut bei den Vorteilen und Nachteilen genauer hin.

© Kalidah / pixabay.com

Leckerer Kräuterquark mit Gemüsesticks, dazu noch ein oder zwei Scheiben Vollkornbrot – so kann eine gesunde Mahlzeit bei der Quark-Diät aussehen.

 

Was genau ist eine Quark-Diät und wie funktioniert sie?

Alle, die bereits anhand des Namens eine radikale, ungesunde Monodiät befürchtet haben, können an dieser Stelle wieder aufatmen. Zwar setzt die Quark-Diät auf Magerquark, ausschließlich oder übermäßig wird die abgespeckte Variante des Milchprodukts allerdings nicht konsumiert. Damit keine Nährstoffmängel und vor allem keine Langeweile aufkommt, darf und soll das Hauptnahrungsmittel nämlich kreativ und vielfältig mit verschiedenen, gesunden und fettarmen Lebensmitteln wie Obst und Beeren, Gemüse, Vollkornprodukten oder Pellkartoffeln kombiniert werden. Des Weiteren ist die Quark-Diät keine Crashdiät: Das Abnehmen soll hier schonend über einen Zeitraum von etwa vier bis sechs Wochen erfolgen. Dies belastet den Stoffwechsel weniger und verringert die Wahrscheinlichkeit des Jojo-Effekts.

Die Kalorienzufuhr wird bei der Quark-Diät nicht bewusst eingeschränkt. Dies geschieht in der Regel von allein, denn Magerquark enthält kaum Kalorien und Fett und sättigt aufgrund seines hohen Proteingehalts sehr gut. Zu Beginn der Diät sollen alle Mahlzeiten durch eine quarklastige Kost ersetzt werden, die durch rohes oder gekochtes Gemüse oder Vollkornbrot ergänzt und ausbalanciert wird. Im weiteren Verlauf wird dann erst eine, später eine weitere Mahlzeit durch ein normales, ausgewogenes Gericht ausgetauscht. Nach maximal sechs Wochen hat sich die Ernährung dann wieder vollständig zurückgestellt, dennoch sollten Sie hin und wieder Magerquark in Ihren Speiseplan integrieren, etwa als Dessert oder Brotaufstrich.

 

Erfolgreich abnehmen mit Magerquark: Warum die Diät gut gelingen kann

Anders als Mono- oder Crashdiäten steht bei der Quark-Diät eine ausgewogene, sättigende und vor allem ausreichende Ernährung an der Tagesordnung. Durch die vielseitigen, erlaubten und erwünschten Kombinationsmöglichkeiten treten in der Regel keine Mängel an Vitaminen und Mineralstoffen auf. Des Weiteren sind Sie gerade dadurch aufgefordert, bewusst über Ihre Ernährung nachzudenken und sich mit gesunden Essgewohnheiten auseinanderzusetzen: Ein wichtiger Nebeneffekt, der den meisten Diäten fehlt. Durch das schonende Abnehmen über sechs Wochen hinweg entsteht kein übergroßer Kalorienmangel, der den Körper in Alarmbereitschaft versetzt und den Stoffwechsel herunterfährt. Der gefürchtete Jojo-Effekt wird Ihnen nach der Diät also nicht gleich wieder den Erfolg ruinieren.

Die Quark-Diät ist außerdem sehr leicht umzusetzen, da nicht oder später, wenn wieder normale Mahlzeiten hinzukommen, nur selten gekocht werden muss. Außerdem ist Magerquark ein recht günstiges Lebensmittel. Entscheiden Sie sich für die Quark-Diät, dann sparen Sie nicht nur Zeit, sondern auch Geld.

 

Auch Quark ist kein Allheilmittel: Darauf müssen Sie bei der Quark-Diät besonders achten

Aller Anfang ist schwer: Das gilt besonders bei der Quark-Diät. Alle Mahlzeiten durch Magerquark zu ersetzen, machen vor allem die ersten Wochen dieser Abnehmstrategie zu einer echten Zerreißprobe. Daher ist es so immens wichtig, sich mit dem Thema Ernährung zu beschäftigen. Wenn Sie das Hauptnahrungsmittel nicht interessant und ausgewogen mit den anderen erlaubten Speisen kombinieren, geraten Sie sonst schnell in Versuchung, die Diät abzubrechen. Auch ein Nährstoffmangel ist möglich, wenn Sie nicht darauf achten, was Sie essen. Kreislaufprobleme, Schwindel und Kopfschmerzen können erste Anzeichen sein.

Des Weiteren nehmen Sie mit der Quark-Diät mehr Proteine auf, als täglich empfohlen wird. Dies mag zwar dem Abbau von Muskelmasse entgegenwirken, belastet jedoch den Körper. Nierenerkranke oder Menschen mit Gicht sollten also nicht zu dieser Abnehmmethode greifen, da sonst gesundheitliche Risiken drohen. Außerdem ist die Quark-Diät nicht für laktoseintolerante Menschen geeignet.

 

Abnehmen mit der Quark-Diät kann überraschend gut funktionieren

Hinter der Quark-Diät steckt keine gefährliche Monodiät oder eine blitzartige Radikalkur mit garantiertem Jojo-Effekt. Vielmehr kann Sie durchaus der Einstieg in eine deutlich bewusstere, ausgewogene Ernährung sein. Abgenommen wird schonend und vor allem nachhaltig. Der Jojo-Effekt bleibt weitgehend aus, wenn Sie sich an die Vorgaben halten. Der Lerneffekt über Lebensmittel und Essgewohnheiten hilft Ihnen dabei, nicht wieder in alte, schlechte Routinen zurückzufallen.

Allerdings sollten Sie die Diät wirklich nicht länger als sechs Wochen machen, da sie den Körper sonst zu stark belastet, vor allem wegen der erhöhten Proteinzufuhr. Ist der Zeitraum abgeschlossen, sollten Sie Ihre Ernährung wieder auf normale, vorzugsweise jedoch gesündere Kost umstellen.