Pflanzenauswahl für das Kinderbeet

Mit den richtigen Pflanzen macht Kindern Gartenarbeit riesigen Spaß

Buddeln, säen … und vor allem ernten: Den meisten Kindern macht Gartenarbeit Spaß. Sie sind neugierig, möchten helfen und selbst allerlei ausprobieren. Es geht gar nicht darum, gleich den größten Kürbis zu ziehen oder ein „unkrautfreies“ Beet zu pflegen, sondern es sind die vielen kleinen Erlebnisse, die für Kinder die Gartenarbeit spannend machen. Iiiih, ein Regenwurm – kann ich den anfassen? Sind das schon Paprikapflänzchen oder doch nur Grashalme, die da aus der Erde kommen? Wenn ich die Blumen jetzt pflücke, stehen sie in der Vase, aber das Beet ist dann leer …

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Pflegeleichte Pflanzen sind ideal für das Kinderbeet. Die Auswahl sollte so gestaltet sein, dass es im Frühjahr, Sommer und Herbst etwas zu tun und zu staunen gibt. So bleibt die Freude am Gärtnern lange erhalten, denn es blüht immer etwas, es darf genascht und geerntet werden.

 

Besonders schön ist es, wenn Kinder ein eigenes Beet – oder einen eigenen Blumenkasten auf dem Balkon – bewirtschaften können. Natürlich nicht ganz alleine, aber mit Verantwortung für „ihre“ Pflanzen. Das erfordert natürlich die richtige Pflanzenauswahl für das Kinderbeet und immer mal wieder Motivation, denn die Radieschen sind nun einmal nicht an einem Tag reif. Aber wer dann seine erste eigene Karotte ausgräbt, eine Schüssel selbstgeernteter Erdbeeren mit Zucker bestreut oder Kräuter für das Omelett abschneiden kann, darf mit Recht stolz sein.

Natürlich kann auch mal etwas schiefgehen – die Triebe sind vertrocknet oder abgefressen, der Ball fliegt ins Beet und knickt die Blumen ab – aber lassen Sie Ihr Kind ruhig auch diese Erfahrung machen. Beugen Sie Tränen ein wenig vor, indem Sie für das Kinderbeet schnell wachsende Pflanzen auswählen oder günstige Setzlinge kaufen, damit vielleicht ein zweiter Versuch möglich ist und es weniger lang dauert.

 

Tipps für die richtige Pflanzenauswahl im Kinderbeet

Damit das Kinderbeet ein voller Erfolg wird, sollten die Pflanzen mit Bedacht ausgewählt sein: anspruchslos, robust und dankbar sind Schlagworte, die erste gärtnerische Erfolge sicherstellen. Beantworten Sie gemeinsam mit dem Gartennachwuchs folgende Frage: Worauf kommt es den Kindern an? Wieviel Geduld haben Sie? Und wieviel Platz steht zur Verfügung?

  • Für Ungeduldige: beim Wachsen zusehen

    Zu lange Wartezeiten lassen Kinder die Lust am Gärtnern vergehen. Sorgen Sie dafür, dass unter den für das Kinderbeet ausgewählten Pflanzen zumindest einige sind, die schnell wachsen. Die Spiegelei-Blume zum Beispiel hat nicht nur einen lustigen Namen, sondern sieht auch schön aus und wächst schnell. Auch Kapuzinerkresse keimt bald und blüht zügig. Weiterer Pluspunkt: Die Blüten sind sogar essbar!

  • Wiederentdecken macht Freude: Bekanntes pflanzen

    Es ist umso spannender für Kinder, wenn sie Bekanntes in neuen Zusammenhängen wiederentdecken. Wählen Sie nichts Exotisches, sondern Sonnenblumen, Erdbeeren oder Tomaten.

  • Mit kleinen Überraschungen Neugier wecken

    Auf der anderen Seite sind kleine Überraschungen aber ebenso willkommen. So müssen Tomaten nicht unbedingt rot sein. Nehmen Sie bei der Pflanzenauswahl für das Kinderbeet doch einfach auch eine gelbe oder eine grüne Sorte mit dazu.

  • Blumen, den ganzen Sommer durch blühen

    Achten Sie bei der Auswahl von Blumen darauf, dass sie zu verschiedenen Zeitpunkten blühen, damit im Kinderbeet immer etwas zu sehen ist. So blühen Tulpen und Hornveilchen im Frühjahr, Löwenmäulchen dagegen im Sommer. An Sonnenblumen und Astern haben Sie bis in den Herbst Ihre Freude. Wer sich nicht auskennt, kann eine Blumenmischung säen und sich überraschen lassen.

  • Der Lohn des Gärtners: essbare Früchte

    Das schönste an der Gartenarbeit ist doch die Ernte. Nicht zuletzt deswegen gehört die Erdbeerzeit zu den liebsten Jahreszeiten eines Gärtners. Wählen Sie für das Kinderbeet essbare Pflanzen aus, trägt die Arbeit im wahrsten Sinne des Wortes Früchte. Kräuter, Radieschen, Zucchini, Möhren, Paprika – dem kindgerechten Gemüsegarten sind keine Grenzen gesetzt, und Sie werden sich wundern, was Ihr Kind auf einmal alles probieren mag.

  • Gärtnern ohne Garten: Auf Balkon und Fensterbank

    Wer keinen Garten hat, muss nicht auf das Gärtnern verzichten. Das gilt auch für Kinder. Die meisten für ein Kinderbeet ausgewählten Pflanzen lassen sich auch in Kästen oder Töpfen auf dem Balkon oder auch auf dem Fensterbrett ziehen. Denken Sie nur daran, dass in Töpfen oder auf einem sonnigen Balkon vielleicht häufiger gegossen werden muss als im Beet.

  • Schön, aber giftig: lieber nicht

    Grundsätzlich sollten Sie bei der Auswahl der Pflanzen für das Kinderbeet auf Giftiges verzichten. Auch wenn sie schön aussehen: Christrosen, Engelstrompeten oder Fingerhut haben in einem kindersicheren Garten und erst recht nichts im Kinderbeet zu suchen. Darüberhinaus klären Sie Ihr Kind unbedingt frühzeitig über giftige Pflanzen auf. Kinder sollten beispielsweise wissen, dass Bohnen, solange sie ungekocht sind, zu den giftigen Pflanzen gehören – genauso wie die oberen Teile der Kartoffelpflanze.

 

Mit der richtigen Pflanzenauswahl für das Kinderbeet können Sie kleine Gärtner bei ihren ersten Versuchen unterstützen und Enttäuschungen vorbeugen. Ab dem Frühjahr kann es losgehen!

 

Der familien-gesundheit.de-Tipp

Pflanzen-Klassiker für das Kinderbeet

Erdbeeren sollten in keinem Kinderbeet fehlen. Doch auch Himbeeren werden gern genascht. Und manch kleines Schleckermaul entdeckt in seinem eigenen Obstgarten sogar die Liebe zur Physalis (Kapstachelbeere). Für den kleinen Gemüsegarten im Kinderbeet bieten sich als Auswahl auch Kohlrabi, Möhren, Erbsen und Pflücksalat an. Im Blumenbeet laden Cosmea, Ringelblumen, Tagetes sowie Jungfer im Grünen Bienen und Schmetterlinge zu einem kleinen Imbiss ein. Kräuter dürfen selbstverständlich in keinem Garten fehlen: Wie wäre es mit leckerer Kräuterbutter aus Petersilie, Schnittlauch und Dill? Und für kalte Winterabende empfiehlt sich ein leckerer Pfefferminztee. Da sollte man sich ruhig durch die vielen unterschiedlich duftenden Minzesorten schnupern: Wie wäre es mit AnanasminzeErdbeerminze oder Schokoladenminze?

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