Naschhecke

Sichtschutz & Begrenzung mit Erntegarantie

Fast jeder Garten hat sie: Eine Begrenzung. Meist zieht ein Zaun die Grenze zwischen Grundstücken. Auch wenn es mittlerweile viele tolle Möglichkeiten für Zäune gibt, passen sie nicht zu jedem Garten und damit Gärtner. Eine Hecke kann ebenso begrenzen und ist viel natürlicher als ein Zaun. Sie bietet weitere Vorteile: Sie ist gleichzeitig Sichtschutz und Windschutz. Ist die Hecke dicht genug, kann sie sogar einiges an Straßenlärm abschirmen und wirkt daher auch als Lärmschutz. Sie schluckt darüber hinaus sogar noch Abgase und Feinstaub. Geht es noch optimaler? Die Antwort lautet: Ja! Eine Naschhecke bietet sogar noch Erntemöglichkeiten und gibt Vögeln gleichzeitig ein Zuhause und Nahrung.

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Die Früchte des Feuerdorns leuchten im Herbst – je nach Sorte – gelb, orange oder rot. Der Feuerdorn eignet sich hervorragend als Naschhecke, denn er ist immergün, sodass im Herbst und Winter das Laub nicht abfällt. Damit erfüllt die Naschhecke auch in der kalten Jahreszeit die Funktion des Lärmschutz und des Sichtschutzes. Aus den Früchten des Feuerdorns lässt sich eine leckere Marmelade kochen. Egal ob Sie sich für eine Beerenhecke, Wildobsthecke oder Spalierobsthecke bzw. eine Kombination der Obstsorten entscheiden, eine Naschhecke ist immer eine tolle und außergewöhnliche Begrenzung für jeden Garten.

 

Multifunktionale Bepflanzung für jeden Garten geeignet

Egal ob Schrebergarten im Grünen oder das verlängerte Wohnzimmer am Haus: Sobald die Sonne scheint, drängt es die Menschen nach draußen. Doch vor allem in Städten sind Grundstücke teuer und rar. Die Folge: Es gibt meist nur kleine Hausgärten mit wenig Platz. Mit einer Naschhecke schlagen Sie zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Begrenzung fungiert nicht nur als Sichtschutz, damit Passanten nicht direkt mit am Kaffeetisch sitzen. Sie liefert gleichzeitig im Frühjahr mit den vielen Blüten einen wundervollen Anblick und Duft sowie im Sommer und Herbst auch leckere Früchte, die sich weiterverarbeiten lassen: zu Kompott, zu Marmeladen oder einfach frisch vom Strauch verzehrt.

Gerade auf einem kleinen Grundstück spielt die multifunktionale Bepflanzung all ihre Stärken aus. Doch auch in größeren Gärten lassen sich mit Naschhecken verschiedene Gartenbereiche bzw. Gartenzimmer gut voneinander abgrenzen: Eine Naschhecke kann beispielsweise einen Sitzplatz von einem Spielplatz abteilen.

 

Auch die Naschhecke benötigt ein wenig Pflege

Experten unterscheiden bei den Naschhecken drei Kategorien: die Beerenhecke, die Wildobsthecke sowie die Spalierobsthecke. Diese drei Formen lassen sich natürlich auch bestens miteinander kombinieren. Egal für welche Form der Naschhecke Sie sich entscheiden, eines haben sie alle gemeinsam: Die optimale Pflanzzeit für die Naschhecke ist der Herbst. Die Bäume und Sträucher können dann noch vor dem Winter gut anwachsen und bereits im Frühjahr blühen. Mit etwas Glück gibt es so schon im ersten Jahr die ersten Früchte.

Die Pflege einer Naschhecke ist nicht wesentlich aufwändiger als die Pflege einer normalen Hecke. Einmal im Jahr benötigt die Naschhecke eine Düngung. Dazu eignet sich hervorragend Kompost. Er sollte im Frühjahr ausgebracht werden. Und auch eine Naschhecke muss ab und an in Form geschnitten werden. Die Experten von der Baumschule beraten Sie sicherlich gern, welche Gehölze nur wenig zum Verzweigen neigen und somit ein Rückschnitt seltener erforderlich ist.

Im Herbst verlieren Naschhecken ihr Laub. Sie bieten dann weniger Sichtschutz. Das Laub kann zusammengerechnet und um die Bäumchen und Sträucher als Mulchschicht verteilt werden. Als Haufen aufgeschichtet bietet es Insekten und Igeln eine Überwinterungsmöglichkeit. Es ist für die Entsorgung im Müll viel zu wertvoll.

 

 

Naschhecke anlegen

Zunächst müssen Sie den vorhandenen Platz gut ausmessen. Die kleinsten Naschhecken brauchen ein Areal von rund drei Metern Länge und etwa anderthalb Metern Breite. Außerdem müssen Sie noch den erforderlichen Mindestabstand zum Nachbargrundstück einrechnen. Sodann sollten Sie den Standort und die Bodenbeschaffenheit bestimmen. Beides beeinflusst die Auswahl der Sorten für die Naschhecke

 

Die Beerenhecke

Die Beerenhecke besteht aus verschiedenen Beerensträuchern, die nach Möglichkeit in Doppelreihe gepflanzt werden. Hier gibt es mittlerweile eine reichhaltige Auswahl:

  • Johannisbeeren in weiß, rot und schwarz
  • Himbeeren
  • Brombeeren
  • Heidelbeeren
  • Stachelbeeren
  • Jochelbeeren (eine Kreuzung aus Johannisbeere und Stachelbeere)
  • Jostabeeren
  • Japanische Weinbeeren
  • Apfelbeeren (Aronia)
  • Maulbeeren
  • Gojibeeren

Während Johannisbeeren und Stachelbeeren ohne Hilfe nach oben wachsen und nur zurückgeschnitten werden müssen, benötigen Himbeeren, Brombeeren und Maulbeeren ein Rankgerüst.

 

 

Die Wildobsthecke

Bei der Wildobsthecke müssen Sie lernen zu teilen, denn sie wird die Vögel der Umgebung förmlich magisch anziehen. Wer gerne Vögel beobachtet, sollte sich für die Wildobsthecke entscheiden.

Als Wildobst-Sorten stehen zur Verfügung:

  • Vogelbeere
  • Holunder
  • Schlehe
  • Felsenbirne
  • Berberitze (Achtung: für Familien mit Kindern nur bedingt geeignet. Alle Pflanzenteile bis auf die Früchte sind giftig. Die Früchte jedoch lassen sich hervorragend zu Marmeladen verarbeiten oder fürs Müsli trocknen)
  • Kornelkirsche
  • Haselnuss
  • Sanddorn
  • Mispel
  • Elsbeere
  • Hagebutte
  • Feuerdorn (ihn gibt es mit gelben, orangen und roten Früchten. Er ist immergrün, d. h. er verliert auch im Winter seine Blätter nicht. Aus den Früchten lässt sich eine Marmelade kochen. Diese muss unbedingt durch ein Sieb passiert werden, da die Samen schwach toxisch sind.)

 

 

Die Spalierobsthecke

Bei der Spalierobsthecke ist der Pflegeaufwand am größten, denn die frischen Triebe müssen immer wieder richtig geleitet werden, um so die Wuchsrichtung vorzugeben. Doch die Spalierobsthecke bietet Ihnen die Möglichkeit, einen Obstgarten auf kleinstem Raum unterzubringen. Der Fachhandel wartet mit einer großen Auswahl an entsprechenden Züchtungen wie beispielsweise das Säulenobst auf. Doch mit etwas Geschick, Ausdauer und Erfahrung lässt sich eigentlich jedes Apfelbäumchen durchaus zum Spalierobst erziehen. Idealerweise wurde allerdings die veredelte Apfelsorte auf eine schwachwüchsige Unterlage aufgepropft. Dann ist garantiert, dass Ihnen das Spalierobst auch im fortgeschrittenem Alter nicht über den Kopf wachsen kann.

Soll es eine Spalierobsthecke als Naschhecke werden, können Sie wählen zwischen:

  • Apfel
  • Birne
  • Quitte
  • Pflaume / Zwetschge
  • Mirabelle
  • Kirsche

In geschützten Lagen gedeihen jedoch auch Aprikosen, Nektarinen und Pfirsiche. Ist ein Rankgerüst vorhanden, so können auch Kiwis oder Wein gedeihen.

 

 

Konten wir Sie von den Vorteilen einer Naschhecke überzeugen? Dann planen Sie am besten noch heute Ihre Naschhecke – egal ob als Beerenhecke, Wildobsthecke oder Spalierobsthecke! Die Jahreszeit zum Pflanzen einer Naschhecke ist gerade äußerst günstig.