Die Mond-Diät: Abnehmen mittels Mondphasen

Esoterisch beeinflusst: Himmelskörper gibt Diätplan vor

Schon seit Jahrtausenden messen wir den Sternen, Planeten und ihren Begleitern viel Bedeutung zu. Die Sternzeichen, also die Tierkreiszeichen unter denen wir geboren werden, bestimmen scheinbar unsere Persönlichkeit. Der Stand von Jupiter, Saturn und Co. hat angeblich auch Einfluss auf unsere Stimmung. Außerdem sollen beispielsweise bei Vollmond mehr Kinder geboren werden, geschlagene Weihnachtsbäume länger halten und geschnittenes Haar gesünder nachwachsen.

Nach einem neuen Diät-Trend ist der Mond mittlerweile ebenso für unser Körpergewicht verantwortlich. Was es mit dieser ungewöhnlichen Annahme auf sich hat und ob die Mond-Diät tatsächlich Erfolg verspricht, erfahren Sie hier.

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Seit jeher schaut der Mensch in den Nachthimmel, um sich an den Himmelskörpern – also den Sternen und Planeten – zu orientieren. Esoterik-Fans können jetzt noch konsequenter leben und sich dank der Mond-Diät auch beim Abnehmen nach dem Mond richten: Der Mond gibt ihnen nicht nur den optimalen Zeitpunkt fürs Wäschewaschen, der Gartenarbeit oder der Körperpflege vor, sondern auch den Speiseplan.

 

Was genau ist eigentlich eine Mond-Diät?

Bei der Mond-Diät bestimmen sowohl die Mondphasen als auch die Tierkreiszeichen den Diätplan. Die Kombination entscheidet, was auf den Teller kommt und was nicht. Wer sich an diese Vorgaben hält, soll etwa ein halbes bis ein Kilo die Woche an Gewicht verlieren. Dabei handelt es sich um eine gesunde Gewichtsreduktion, die den Jojo-Effekt weitestgehend verhindert.

Laut ihrer Verfechter spielt der Erdtrabant bei der Mond-Diät die zentrale Rolle, denn schließlich nimmt er Einfluss auf sämtliches Leben auf der Erde. So werden nicht nur Ebbe und Flut von ihm gesteuert, sondern ebenfalls das Wasser in den Zellen lebender Organismen. Je nach Mondphase wird danach unser Fettabbau positiv oder negativ beeinflusst und bestimmte Lebensmittel besser oder eben schlechter verdaut.

 

Das sieht der Ernährungsplan der Mond-Diät vor

Anders als bei vielen anderen Diäten müssen Sie bei der Mond-diät keine Kalorien zählen, wenn Sie sich nach den Mondphasen richten. Der Abnehmerfolg stellt sich hauptsächlich durch die Ernährungsumstellung und die Reduktion der Kalorien ein. Im Zentrum der Mond-Diät steht eine ausgewogene und recht fettarme Mischkost, die vor allem aus Obst und Gemüse besteht. Vollkornprodukte, Milch und Käse ergänzen diese. Fleisch, Fisch und Eier werden hingegen nur recht spärlich konsumiert, in der Regel nur etwa ein oder zweimal in der Woche. Süßigkeiten und Naschereien sind größtenteils tabu, denn sie dürfen ohnehin nur in einer einzigen Mondphase in kleinen Dosen gegessen werden.

Was die Wahl der Getränke betrifft, so ist die Mond-Diät ebenfalls weniger restriktiv als andere Abnehmstrategien. Wasser und ungesüßter Tee bilden zwar auch hier die Basis der Flüssigkeitszufuhr, doch verdünnte Obst- und Gemüsesäfte sind ebenso erlaubt. In geringen Maßen dürfen Sie sogar koffein- und auch alkoholhaltige Getränke zu sich nehmen.

 

Die vier Mondphasen und wie sie Sie beim Abnehmen unterstützen sollen

Wie bereits erwähnt haben bei der Mond-Diät vorrangig die vier Mondphasen Einfluss auf Ihre Abnehmerfolge. Die Tierkreiszeichen sind zwar nicht völlig unwichtig, spielen aber eher eine untergeordnete Rolle. Doch dazu später mehr.

Begonnen werden sollte die Diät zum Neumond, und zwar mit einem Fastentag. Erlaubt sind nur gesunde Getränke, also Wasser, Tee und leichte Fruchtschorlen. Der Neumond soll laut Befürwortern der Diät die beste Zeit sein, um den Körper zu entschlacken und zu reinigen. Auch lästige Angewohnheiten wie der Tabak- oder Alkoholkonsum sollen Sie zu dieser Zeit weitaus leichter aufgeben können als in den anderen Mondphasen.

Mit zunehmendem Mond sollen Kalorien von unserem Körper besonders gut verwertet werden. Folglich ist Vorsicht geboten, denn gerade zu dieser Zeit werden schnell Fettpolster angesetzt. Sie dürfen daher nur kleinere, leicht verdauliche Portionen zu sich nehmen und auf fetthaltige Lebensmittel wie Fleisch, Wurst und Käse weitestgehend verzichten. Obst und Gemüse sind jedoch uneingeschränkt erlaubt.

Bei Vollmond schaltet unser Körper angeblich auf den Modus „Zunehmen“ um und verlangsamt den Stoffwechsel. Die Nahrungszufuhr sollte während dieser Phase also noch stärker eingeschränkt oder besser noch ein bis zwei weitere Fastentage eingelegt werden.

Während des abnehmenden Mondes benötigt unser Körper laut Mond-Diätlern die meiste Energie, denn mit abnehmendem Mond steigt der Grundumsatz und damit der Energieverbrauch des Organismus. Hier müssen Sie sich nicht mehr so stark einschränken und können auch etwas öfter über die Stränge schlagen –  Fleischliebhaber dürfen an diesen Tagen zum T-Bone-Steak greifen und Naschkatzen zur Schokolade. Übertreiben sollten Sie es mit den kleinen Sünden jedoch nicht, das würde den Abnehmerfolge der vorangegangenen Tage gleich wieder zunichte machen.

 

Die Mond-Diät und die Tierkreiszeichen

Noch erfolgreicher wird die Mond-Diät, wenn man den Einfluss der Tierkreiszeichen auf unsere Verdauung mit in Betracht zieht. Je nachdem, in welchem Sternbild der Mond gerade steht, sollte einiges bevorzugt gegessen, einiges jedoch streng gemieden werden.

So eignen sich die sogenannten Feuertage (Widder, Löwe, Schütze) hervorragend für die Verwertung von Obst und Gemüse. An Wassertagen (Krebs, Skorpion, Fische) bietet sich hingegen die Eiweißzufuhr in Form von Fisch, Eiern und fettarmen Milchprodukten an. Lufttage (Zwillinge, Waage, Wassermann) vertragen sich überhaupt nicht mit Fett und an den Erdtagen (Stier, Jungfrau, Steinbock) sollten Sie besser um Salz einen großen Bogen machen.

 

Die Wissenschaft hinter der Mond-Diät

Es existieren bislang keinerlei wissenschaftlichen Hinweise darauf, dass Mond oder die Tierkreiszeichen irgendeinen Einfluss auf den menschlichen Stoffwechsel, die Stimmung oder den Charakter hätte. Die suggerierte Wissenschaft hinter der Mond-Diät gibt es also nicht. Viele Ernährungswissenschaftler halten die Mond-Diät nur für eines: esoterischen Nonsens. Ihr Argument: Man könne mit dem Diätplan jederzeit beginnen und würde die gleichen Erfolge erzielen, wenn man sich daran hält – vollkommen ungeachtet der Mondphasen! Allerdings sollte an dieser Stelle nicht außer Acht gelassen werden, dass in manchen Fällen bereits der Glaube an etwas, Berge versetzen und so den Körper unterstützen kann. Das Phänomen ist auch als Placebo-Effekt bekannt.

Menschen, die ihr Leben generell etwas spiritueller leben, profitieren von der Mond-Diät höchstwahrscheinlich mehr als jene, die sehr rational sind und Wert auf überprüfbare Fakten legen. Dass es den Placebo-Effekt tatsächlich gibt, ist unter Wissenschaftlern und Medizinern unstrittig.

 

Warum Sie mit der Mond-Diät dennoch angemessene Abnehmerfolge verbuchen können

Obwohl die Mond-Diät auf einer nicht wissenschaftlich beweisbaren Annahme beruht, so ist der allgemeine Ernährungsplan mit fettreduzierter, ausgewogener Mischkost durchaus sinnvoll. Die Abnehmstrategie ist also tatsächlich geeignet, um Übergewicht abzubauen und Ihrem Körper etwas Gutes zu tun. Dabei müssen Sie sich allerdings nicht nach den Mondphasen oder Tierkreiszeichen richten. Selbst, wenn Sie die Mond-Diät an einem beliebigen Tag im Monat anfangen, sich jedoch an den Ernähungsplan halten, werden Sie schon bald die ersten Abnehmerfolge bemerken – auch ohne den „esoterischen Hokuspokus“ drumherum.

Einziger Mangel an der Mond-Diät: Im Konzept wird kein Bezug auf irgendeine Art von sportlicher Betätigung genommen. Daher sollten Sie sich selbst dazu anspornen, ein wenig Sport in Ihren Alltag zu integrieren. Dieser unterstützt Sie nicht nur zusätzlich beim Abnehmen überflüssiger Pfunde, sondern hält Sie gleichzeitig fit und leistungsfähig.