Präeklampsie

Definition: Was ist die Schwangerschaftskomplikation "Schwangerschaftsvergiftung"?

Die Präeklampsie gehört zu den schwerwiegenden Schwangerschaftskomplikationen und Erkrankungen wie die Gestose oder das HELLP-Syndrom. Dabei kann der Bluthochdruck in der Schwangerschaft im schlimmsten Fall Mutter und Kind töten. In der Regel zeigt sie sich erst in der der zweiten Schwangerschaftshälfte, selten vor der 20. Schwangerschaftswoche. Die späte Präeklampsie, also wenn eine stabile Schwangere diese erst in der 38. Woche entwickelt, verläuft oftmals unproblematisch. Bisher gibt es keine schlüssige Erkenntnis über die Entstehung der Krankheit und dies spiegelt sich auch in der unterschiedlichen Namensgebung wie „schwangerschaftsinduzierte Hypertonie“, „präeklamptische Toxämie“, „Schwangerschaftsvergiftung“ oder „EPH-Gestose“ oder wieder. Bei letzterem Begriff werden die Anfangsbuchstaben typischen englischen Begriffe für die Symptome als Abkürzung genutzt: E steht für Edema (Ödem bzw. Wasseransammlung), P für Protein (Eiweiß) und H für Hypertension (Bluthochdruck).

 

Symptome der Präeklampsie

Präeklampsie ist eine Erkrankung, die sich durch einen erhöhten Blutdruck (Hypertonie), vermehrte Eiweißausscheidung über den Harn (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme) auszeichnet. Die vermehrte Flüssigkeitseinlagerung führt zu einem Anschwellen des Gewebes und gibt erste Anzeichen auf die Krankheit. Kommen dann noch ein erhöhter Blutdruck und die Eiweißausscheidungen im Urin dazu sowie auftretender Schwindel und Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen, Übelkeit und Erbrechen sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

 

Ursachen der Präeklampsie

Bisher konnte noch nicht eindeutig geklärt werden, wie die Schwangerschaftskomplikation Präeklampsie entsteht, vermutet wird jedoch eine Überbelastung des mütterlichen Organismus durch die Schwangerschaft. Derzeit werden mehrere Ansätze diskutiert wie eine gestörte Implantation des Trophoblasten, durch welche die arteriellen Gefäße in der Plazenta nicht richtig entwickelt werden. Vitamin-D-Mangel in der Frühschwangerschaft, blutdruckregulierende Substanzen und eine genetische Disposition sind wohl ebenso am Krankheitsentstehen beteiligt.

 

Risikogruppen und Risikofaktoren für die Entwicklung einer Präeklampsie

Die Präeklampsie kann zwar jede Schwangere betreffen, doch gibt es besondere Risikogruppen. Junge und späte Erstgebärende zählen darunter, ebenso eine Mehrlingsschwangerschaft und eine Schwangerschaft mit Präeklampsie oder Eklampsie in der Familiengeschichte. Zudem gibt es Risikofaktoren wie Nierenerkrankungen, Diabetes mellitus, Schilddrüsenerkrankungen, Autoimmunerkrankungen, Mangel- und Fehlernährung und übermäßige Gewichtszunahme.

 

Prognose und Therapie bei Präeklampsie

Obwohl der Bluthochdruck und die Wassereinlagerungen Symptome einer Präeklampsie sein können, müssen sie das jedoch nicht auftreten. Daher ist eine Untersuchung auf Verdacht der Schwangerschaftskomplikation beim Arzt oder im Krankenhaus am sichersten. Bei einem Bluttest, der die Konzentration bestimmter Proteine, die in der Plazenta produziert werden, misst, kann festgestellt werden, ob eine Präeklampsie vorliegt.

 

Vorsorge und Vorbeugung der Schwangerschaftskomplikation

Eine Heilung der Erkrankung Präeklampsie ist – außer mit einer verfrühten Entbindung – nicht möglich. Daher kommt gerade der Vorsorge und Vorbeugung eine erhebliche Bedeutung zu. Als Schwangere sollten Sie auf Anzeichen wie Bluthochdruck, Schwindel, Flüssigkeitseinlagerungen und Eisweißausscheidungen im Harn achten und sich von Ihrem Frauenarzt beraten lassen.

 

Übrigens …

Präklampsie-Vorbeugung durch Schokolade möglich

Eine amerikanische Studie zur Vorbeugung von Präeklampsie bei Schwangeren kommt zu dem Schluss, dass sich das Präeklampsie-Risiko durch den Genuss von Schokolade reduzieren lässt. Das in der Schokolade enthaltene Theobromin scheint eine Schutzwirkung zu entfalten.

… Wenn das keine guten Nachrichten für alle Naschkatzen mit Kugelbauch sind!