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Aktuelles Wissen zu Fachbegriffen rund um Schwangerschaft, Nabelschnurblut und Stammzellen

Im Lexikon erklären unsere Experten viele Begriffe rund um Schwangerschaft, Geburt und Gesundheit: von A wie dem „AB0-Blutgruppensystem“ bis Z wie „Zygote“.

  • 3 - wie 3D-Ultraschall

  • A - wie Abnabelung

    • Unter Abnabelung wird das Durchtrennen der Nabelschnur und damit das Trennen des Neugeborenen von der Plazenta verstanden. Von diesem Moment an arbeitet der Organismus des Babys unabhängig von dem der Mutter.
    • Als Adipositas wird die krankhafte Fettsucht bezeichnet. Eine Vielzahl von Gründen (z. B. falsche Ernährung, zu wenig Bewegung, genetische Veranlagung, Medikamente, ...) führen dazu, dass der Körper falsch auf "Fett speichern" programmiert ist. Es drohen ernsthafte Langzeitschäden wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Schlaganfall, Arthrose.
    • Alle Stammzellen im menschlichen Körper werden ab der Geburt als adulte Stammzellen bezeichnet. Die Einordnung folgt damit der Klassifikation nach dem ontogenetischen Alter.
    • Im Überblick: Was für und was gegen die adulten Stammzellen spricht.
    • Eine Akute Lymphatische Leukämie (ALL) ist eine besondere Form von Blutkrebs, die sich durch plötzliches Auftreten und rasches Voranschreiten auszeichnet. Durch eine Störung im blutbildenden System kommt es zu einer Entartung der Vorläuferzellen der Lymphozyten, welche die anderen Blutbestandteile immer weiter verdrängen.
    • Eine Akute Myeloische Leukämie ist eine plötzliche und schnell voranschreitende Erkrankung der Myelopoese, einem Zweig der Blutbildung, der die Erythrozyten, Thrombozyten und bestimmte Leukozyten betrifft. Diese Zellarten entwickeln sich aus den myeloischen Stammzellen.
    • Der Volksmund nennt Alzheimer auch die "Krankheit des langsamen Vergessens" und beschreibt damit eine der auffälligsten Folgen für die Patienten. Im Endstadium sind die Betroffenen kaum noch in der Lage, sich an die eigene Lebensgeschichte zu erinnern oder den Alltag zu bewältigen.
    • Die Amyotrophe Lateralsklerose zählt zu den Seltenen Erkrankungen. Sie wird als degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems klassifiziert. Zu den ersten Symptomen gehören Bewegungsstörungen und Muskelschwund. Im Laufe der Erkrankung wird auch die Atemmuskulatur geschwächt, sodass Patienten auf Atemhilfen angewiesen sind.
    • Bei einer Aplastischen Anämie handelt es sich um eine Erkrankung des Knochenmarks, bei der die Bildung der Blutbestandteile gestört ist. Hierdurch kommt es zu einer Verminderung der Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten, was sich in Müdigkeit und Schwäche, gesteigerter Infektanfälligkeit und Blutungsneigung äußert.
    • Bei der Arteriosklerose ("Gefäßverklakung") handelt es sich um eine Verengung der arteriellen Gefäße aufgrund von Fett-, Cholesterin- und Bindegewebseinlagerungen. Dadurch kommt es zu einer Verschlechterung der Durchblutung, bei weiteren Voranschreiten sogar zu einem Verschluss einer Arterie. Die Folge können z. B. Herzinfarkte oder Schlaganfälle sein.
    • Bei einer Arthrose handelt es sich um eine degenerative Erkrankung der Gelenke, bei denen der Verschleiß über das altersübliche Maß hinausgeht. Sie kann sowohl durch Traumata, angeborene Fehlbildungen der Gelenke oder übermäßige Belastung, zum Beispiel durch Übergewicht, ausgelöst werden.
    • Bei Autismus handelt es sich um eine tiefgreifende Entwicklungsstörung, welche in der Regel schon im frühen Kindesalter auftritt. Sie äußert sich durch Beeinträchtigungen von kognitiven, sozialen und in einigen Fällen auch motorischen Fähigkeiten. Autismus kann sowohl zu verminderter, als auch zu erhöhter Intelligenz führen.
  • B - wie Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps)

    • Beim Bandscheibenvorfall verrutscht der Gallertkern der Bandscheibe. In der Regel reißt auch der umgebende Faserring ein. Die Bandscheibe drückt so auf den Wirbelkanal und engt die dort verlaufenden Nervenfasern ein. Dies führt zu starken Rückenschmerzen. Es kann auch zu Lähmungserscheinungen und Taubheitsgefühlen in den Extremitäten kommen.
    • Eine Blastocyste besteht aus mindestens 32 Zellen, die durch Teilung aus der Zygote hervorgegangen sind. Beim Eintritt in das Blastocystenstadium differenzieren sich die Zellen der Morula (16 bis 32) erstmalig. Es entsteht eine äußere und eine innere Zellschicht. Beide sind durch einen Hohlraum voneinander getrennt.
    • Unter Blutbildungsstörungen werden verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die die hämatopoetischen Stammzellen im Knochenmark schädigen oder zerstören. Somit ist die fehlerfreie Blutbildung beeinflusst bzw. verhindert. Je nach Art der Krankheit sind unterschiedliche Bestandteile unseres Blutes betroffen, etwa die Erythrocyten, die Lymphocyten oder die Thrombocyten. Dies führt zu verschiedenen Symptomen wie Müdigkeit, Infektanfälligkeit oder Blutungsneigung.
    • Dem propagierten Schönheitsideal stellt sich eine in den 1990er Jahren entstandene Bewegung entgegen – Body-Positivity. Die Vertreter_innen setzen sich positiv mit dem eigenen Körper auseinander; akzeptieren ihn, wie er ist und stehen vor allem öffentlich dazu, dass jedes Individuum trotz seiner vermeintlichen Makel schön ist.
    • Als Borreliose werden verschiedene Infektionskrankheiten bezeichnet, welche durch Borrelia-Bakterien verursacht werden. Die gängigste Form beim Menschen ist die Lyme-Krankheit. Übertragen wird eine Borreliose in der Regel durch Zecken, seltener jedoch auch durch Bremsen, Mücken oder Flöhe.
    • Bei Brustkrebs handelt es sich um eine bösartige Entartung des Gewebes der Brustdrüse. In den Industrienationen stellt er die häufigste Art der Krebserkrankungen bei Frauen dar, doch auch Männer können davon betroffen sein. Als Ursachen und Risikofaktoren gelten Mutationen bestimmter Gene, Strahlung, Tabak- und Alkoholkonsum sowie Übergewicht und eine jodarme Ernährung. Hormonersatztherapien erhöhen ebenfalls das Brustkrebsrisiko.
  • C - wie Cerebralparese (Frühkindliche Hirnschädigung)

    • Bei der Cerebralparese handelt es sich um eine frühkindliche Hirnschädigung. Noch sind nicht alle Ursachen geklärt, jedoch gilt ein Sauerstoffmangel kurz vor, während oder nach der Geburt als ein großer Risikofaktor. Die Erkrankung schlägt sich oftmals in motorischen Einschränkungen (Spastik, Ataxie oder Athetose ) nieder.
    • Chorea Huntington ist eine erblich bedingte, degenerative Erkrankung des Gehirns, hervorgerufen durch ein mutiertes Gen auf dem Chromosom vier. Dieses Gen veranlasst die Produktion eines fehlerhaften Proteins - des Huntingtins -, welches Teile des Striatums zerstört. Erste Anzeichen sind eine Wesensveränderung sowie unwillkürliche Bewegungen.
    • Bei einer Chronischen Lymphatischen Leukämie handelt es sich um eine Unterform von Blutkrebs, welche überwiegend in höherem Alter (Median: 70-75 Jahre) auftritt. Sie verläuft schleichend und kann sich über Jahre hinweg vollkommen symptomfrei entwickeln. Als Ursachen werden genetische Faktoren, Chemikalien sowie eine vorangegangene Behandlung mit Zytostatika angenommen.
    • Bei einer Chronischen Myeloischen Leukämie handelt es sich um eine Unterform von Blutkrebs, welche die Myelopoese, einen Teil der Blutbildung stört. Entartete, funktionsunfähige Vorläuferzellen der Blutzellen verdrängen hierbei die restlichen Blutbestandteile, was zu Blutarmut, Infektanfälligkeit und Blutungsneigung führt. Eine CML verläuft in drei Phasen.
    • Eine Colitis Ulcerosa ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die die Schleimhäute des Dickdarms befällt. Sie äußert sich in rezidivierenden Diarrhoen, Darmblutungen und schmerzhaften Koliken im linken Unterbauch. Symptome treten entweder schleichend oder in akuten Schüben auf.
    • Eine COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) bezeichnet verschiedene Lungenkrankheiten, die die Atemstromstärke einschränken und so zu Atembeschwerden wie Atemnot, Husten und Auswurf führen. Sie ist laut WHO die vierthäufigste Todesursache weltweit und kommt hauptsächlich bei Rauchern vor. Bislang ist eine COPD unheilbar, sie kann lediglich in ihrem Fortschreiten aufgehalten oder verlangsamt werden.
    • Bei einer Cytomegalie handelt es sich um eine Infektion durch das Humane Cytomegalievirus. Dieses ist weltweit verbreitet und für Menschen mit einem gesunden Immunsystem in der Regel harmlos. Infizierte Schwangere können die Cytomegalie auf ihr ungeborenes Kind übertragen, was zu schweren Fehlbildungen und Behinderungen führen kann.
  • D - wie Darmkrebs (Kolorektales Karzinom)

    • Darmkrebs ist die zweithäufigste, in Deutschland auftretende Krebserkrankung. Die Kolorektalen Karzinome entstehen fast immer aus anfangs gutartigen Darmpolypen. Nur eine Darmspiegelung kann Darmkrebs frühzeitig erkennen. Dann jedoch sind die Überlebenschancen recht hoch.
    • Eine Demenz ist ein chronisches, organisches Psychosyndrom, welches eigenständig oder bei verschiedenen degenerativen und nicht-degenerativen Gehirnerkrankungen auftritt. Im Verlauf kommt es zu immer stärkeren Verlusten von kognitiven, emotionalen und sozialen Fähigkeiten sowie zu Bewegungs- und Verhaltensstörungen.
    • Diabetes mellitus Typ 1 ist eine Autoimmunerkrankung, bei der die T-Lymphozyten des körpereigenen Immunsystems die insulinproduzierenden β-Zellen der Bauchspeicheldrüse angreifen und zerstören. Infolgedessen kommt es zu einem Insulinmangel, was dazu führt, dass der Organismus keine Glukose mehr verwerten kann und auf das Körperfett als Energielieferant zurückgreifen muss.
  • E - wie Eizelle

    • Bei sich geschlechtlich fortpflanzenden Organismen wie den Säugetieren oder den Vögeln sind die weiblichen Keimzellen die Eizellen, die Oocyten. Die Keimzellen selbst werden in der medizinischen Fachliteratur auch als Gameten bezeichnet. Der Prozess der Entstehung von Eizellen wird als Ovogenese bzw. Oogenese bezeichnet.
    • Embryonale Stammzellen existieren nur in einem sehr begrenzten Zeitfenster direkt nach der Verschmelzung von Eizelle und Spermium. Für die Forschung sind die embryonalen Stammzellen sehr wichtig, da sie besondere Eigenschaften haben. Die Einordnung dieser Stammzellenart folgt der Unterscheidung nach dem ontogentischen Alter.
    • Im Überblick: Was für und was gegen die embryonalen Stammzellen spricht.
    • Bei einer Epidermolysis bullosa handelt es sich um eine schwere, erblich bedingte Hauterkrankung, bei der eine nur unzureichende Verbindung der Haut aufgrund eines Gendefekts besteht. Vor allem kleine Patienten werden oftmals als „Schmetterlingskinder“ bezeichnet, denn die Folge der EB sind häufig auftretende Blasen und Wunden, Narbenbildung sowie ein überstarkes Reiz- und Schmerzempfinden.
  • F - wie Fetale Stammzellen

    • Fetale Stammzellen sind wichtiges Ausgangsmaterial für die Grundlagenforschung. Die Klassifikation dieser Stammzellenart folgt der Einordnung nach dem ontogenetischen Alter.
    • Fettstammzellen wird ein ähnliches Potenzial vorausgesagt wie der Entdeckung des Penicillins. Da beinahe fast jeder Mensch ein überflüssiges Fettdepot hat, könnten Fettstammzellen zu einer wichtigen Stammzellenquelle werden.
    • Unter einer Fibromyalgie wird ein Syndrom verstanden, welches sich durch Muskel- und Gelenkschmerzen, Erschöpfung, Schlafstörungen und eine Vielzahl anderer Symptome äußert. Die genauen Ursachen der Krankheit sind nicht bekannt, es werden jedoch verschiedene Auslöser in Betracht gezogen. Sie reichen von verschiedenen Erkrankungen über psychosomatische Faktoren bis hin zu Umwelteinflüssen und Lebensbedingungen.
    • Wer im Flow ist, ist glücklich und geht ganz in seiner aktuellen Tätigkeit auf. Beim In-Den-Flow-Kommen spielt die intrinsische Motivation eine wichtige Rolle. Dabei handelt es sich um die innere, aus sich selbst entstehende Motivation.
  • G - wie Glaukom (Grüner Star)

    • Der Terminus Glaukom, auch Grüner Star genannt, bezeichnet verschiedene Augenerkrankungen, die eine Schädigung des Sehnervs und der Netzhaut herbeiführen. Das Glaukom ist eine der häufigsten Erblindungsursachen weltweit. Noch gibt es keine Heilung. Medikamente & Therapien können bislang das Fortschreiten des Krankheitsbildes lediglich verzögern.
    • Bei der Graft-versus-Host-Disease handelt es sich um eine immunologische Abwehrreaktion nach einer Stammzellentransplantation. Hier greift das in den Körper des Empfängers eingebrachte Immunsystem des Spenders, überwiegend die T-Lymphocyten, seinen neuen Wirt an.
  • H - wie Hämatopoetische Stammzellen

    • Die blutbildenden Stammzellen werden von Fachleuten als "hämatopoetische Stammzellen" bezeichnet. Sie sorgen beständig für Nachschub an Erythrozyten, Thrombonzyten sowie Granulozyten und Makrophagen.
    • Bei Hashimoto-Thyreoiditis handelt es sich um eine Autoimmunerkrankung, welche das körpereigene Immunsystem dazu anleitet, das Schilddrüsengewebe anzugreifen und zu zerstören. Infolgedessen kommt es zu einer Unterfunktion der Schilddrüse und einer Störung des Hormonhaushalts.
    • Hautstammzellen sorgen für beständigen Nachschub an neuen Hautzellen. Sie gewährleisten damit, dass das größte menschliche Organ, nämlich die Haut, seinen wichtigen Aufgaben nachgehen kann.
    • Bei einem Herz- oder auch Myokardinfarkt kommt es zu einer Durchblutungsstörung von Teilen des Herzmuskels aufgrund eines Gefäßverschlusses. Dies führt zu einer Unterversorgung des Herzens mit Sauerstoff. Durch den Sauerstoffmangel können Herzzellen absterben. Anzeichen sind starke Schmerzen in Brust und linkem Arm sowie Bauch und Rücken, Atemnot, Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbrechen.
    • Bei einem Hirntumor handelt es sich um eine gut- oder bösartige Entartung des neuroektodermalen Gewebes des zentralen Nervensystems. Es wird hierbei zwischen einem primären Gehirntumor, der seinen Ursprung in Gehirn oder Hirnhaut selbst hat, und einem sekundären, welcher sich aufgrund von Metastasen einer anderen Krebserkrankung im Gehirn angesiedelt hat, unterschieden.
    • Das Humane Immundefizienz-Virus ist ein behülltes Retrovirus, welches die T-Helferzellen des Immunsystems als Wirt nutzt. Sie können dann ihren eigentlichen Aufgaben nicht mehr nachkommen, sondern sind darauf programmiert, neue HIV-Viruszellen zu produzieren. Nach und nach stehen immer weniger intakte T-Helferzellen zur Verfügung.
    • Beim Hurler-Syndrom handelt es sich um den schwersten Verlauf der Stoffwechselstörung Mukopolysaccharidose Typ I (MPS I). Durch eine fehlerhafte Bildung des Enyzms Alpha-L-Iduronidase können Glykosaminoglykane nicht mehr aufgespalten und abgebaut werden, was zu einer Ablagerung verschiedener Sulfate in den Zellen führt und deren Funktion beeinträchtigt.
  • I - wie Immundefekt

    • Bei Immundefekten oder Immundefizienzen handelt es sich um eine Störung des Immunsystems, meist aufgrund eines Antikörpermangels. Dadurch ist die körpereigene Abwehr geschwächt und die Infektanfälligkeit der Betroffenen stark erhöht. Immundefekte können angeboren (primär) oder aber durch eine Krankheit bedingt (sekundär) sein.
    • Bei induzierten pluripotenten Stammzellen handelt es sich um reprogrammierte Körperzellen. Mit dem von Shin’ya Yamanaka entwickelten Verfahren lassen sich adulte Zellen in einen Urzustand mit stammzellähnlichen Eigenschaften zurückversetzen.
  • K - wie Krebsstammzellen

  • L - wie Leberzirrhose

    • Eine Leberzirrhose ist eine Vernarbung und Funktionseinschränkung der Leber, welche bei fast allen Lebererkrankungen im Endstadium auftritt. Die dabei entstehenden Schäden sind in der Regel irreversibel. Hauptursachen einer Leberzirrhose in Europa sind Alkoholmissbrauch, Fettleber oder eine chronische Virushepatitis. Zu den ersten Symptomen zählen Müdigkeit, Leistungsabfall und Konzentrationsschwierigkeiten.
    • Bei der Leukämie ist die Bildung der Blutzellen gestört. Der Volksmund spricht auch von "Blutkrebs". Infolgedessen werden die funktionsfähigen Zellen unseres Blutes immer mehr von fehlerhaften Vorläuferzellen der weißen Blutkörperchen verdrängt. Es kommt zu verschiedenen Symptomen, unter anderem Schwäche, Fieber, Infektanfälligkeit und Blutungsneigung.
    • Ein Lungenemphysem ist eine Überblähung der Lunge, welche als Folge verschiedener chronischer Lungenerkrankungen, angeborener Defekte oder durch eine Schadstoffbelastung auftreten kann. Die Krankheit äußert sich durch ein Abnehmen des Lungenvolumens, denn es bilden sich funktionsunfähige Emphysemblasen aus zerstörten Lungenbläschen.
    • Bei einer Lungenfibrose kommt es zu einer Vernarbung des Lungengewebes durch die Bildung von Bindegewebe zwischen Lungenbläschen und deren Blutgefäßen. Infolgedessen wird der Gasaustausch in der Lunge erschwert und das Blut nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff angereichert. Daraus ergibt sich anfänglich eine erschwerte Atmung, chronische Müdigkeit sowie ein starker Leistungsabfall, später kommt es zu gravierenderen Symptomen.
    • Lymphatische Stammzellen sind Vorläuferzellen von bestimmten Zellen der weißen Blutkörperchen. Sie spielen damit eine wichtige Rolle beim Aufbau des Immunsystems.
  • M - wie Mesenchymale Stammzellen

  • N - wie Nabelschnur

  • O - wie Oligopotente Stammzellen

    • Oligopotente Stammzellen sind genau zwischen den multipotenten Stammzellen ("Vielkönner) und den unipotenten Stammzellen ("Einskönner") angesiedelt. Sie markieren damit den Übergang vom Generalisten zum Spezialisten.
    • Omnipotente Stammzellen sind wahre Wunderzellen, denn aus ihnen kann ein vollfunktionsfähiger Organismus entstehen. Allerdings existieren die Universalgenies während der Embryonalgenese nurin einem sehr kurzen Zeitfenster.
    • Bei Osteoporose handelt es sich um eine oftmals altersbedingte Knochenerkrankung, bei der die Knochensubstanz und -struktur rapide abnimmt und sich somit die Knochendichte verringert. Aus diesem Grund kommt es zu einer verstärkten Bruchanfälligkeit und einer verschlechterten Heilung von Frakturen.
  • P - wie Parkinson

    • Bei Morbus Parkinson handelt es sich um eine neurodegenerative Erkrankung, bei der die dopaminproduzierenden Nervenzellen im Mittelhirn absterben. Dies führt zu Fehlimpulsen im Gehirn und somit zu Bewegungsstörungen wie Zittern, Versteifungen, Gehproblemen und Haltungsinstabilität. Die Krankheit kann genetische Ursachen haben oder aber aufgrund von Toxinbelastungen begünstigt werden.
    • Der Pearl-Index hilft, die individuell beste und sicherste Verhütungsmethode zu finden, indem die verschiedenen Alternativen miteinander in puncto Sicherheit verglichen werden.
    • Auch Pflanzen sind Lebewesen, die sich beständig erneuern müssen. Sie besitzen daher ebenfalls Zellen mit stammzellähnlichen Eigenschaften. Diese sitzen Bildungsgewebe, dem Meristem. Die Pflanzenstammzellen gehören damit zu den nicht-humanen Stammzellen.
    • Laut Definition handelt es sich bei einem Placebo um ein Medikament, das einem echten Medikament in puncto Aussehen oder Geschmack gleicht, dabei jedoch keinen Wirkstoff enthält. Und obwohl es offensichtlich nichts gibt, was wirken könnte, zeigt sich dennoch eine positive Wirkung.
    • Von allein kann aus pluripotenten Stammzellen zwar kein eigenständiger Organismus mehr entstehen. Für den medizinischen Einsatz ist dieser Stammzelltyp trotzdem hoch interessant, denn aus ihnen können sich alle 200 bekannten Zelltypen ausdifferenzieren. Damit sind sie für das Tissue Engineering prädestiniert.
    • Präeklampsie ist eine ernste Schwangerschaftskomplikation, die sich durch einen erhöhten Blutdruck (Hypertonie), vermehrte Eiweißausscheidung über den Harn (Proteinurie) und Wassereinlagerungen (Ödeme) auszeichnet.
    • Die Urkeimzellen werden auch als primordiale Stammzellen bezeichnet. Aus ihnen entwickeln sich die Gonozyten und damit bei Mann und Frau die Geschlechtszellen.
  • Q - wie Querschnittslähmung (Paraplegie)

  • R - wie Resilienz

    • Jeder Mensch hat ihn schon einmal erlebt – den Schicksalsschlag. Wie jeder Einzelne mit einschneidenden Erlebnissen und Niederlagen umgeht, wird maßgeblich durch die sogenannte Resilienz bestimmt.
    • Eine Retinitis pigmentosa oder auch Retinopathia pigmentosa ist eine erblich bedingte oder durch spontane Mutation erworbene, degenerative Netzhauterkrankung, die eine Verschlechterung der Sehkraft bis hin zur völligen Erblindung bewirkt, da die Photorezeptoren absterben.
    • Bei Rheuma handelt es sich um etwa 100 verschiedene Krankheitsbilder unterschiedlichem Ursprungs, die den Bewegungsapparat betreffen. Sie verursachen in der Regel ziehende, reißende oder fließende Schmerzen, schränken die Motorik ein und stören die Funktion von Wirbelsäule, Gelenken, Knochen und Muskeln.
  • S - wie Schlaganfall

    • Bei einem Schlaganfall handelt es sich um den Oberbegriff einer Reihe verschiedener Erkrankungen des Gehirns, die durch eine plötzlich auftretende Durchblutungsstörung verursacht werden. Diese Störung manifestiert sich entweder aufgrund einer Minderdurchblutung infolge eines Gefäßverschlusses oder einer Hirnblutung infolge eines Gefäßrisses.
    • Während der Schwangerschaft werden Frauen schusselig und vergesslich, besonders im letzten Drittel scheinen Sie unter der sogenannten Schwangerschaftsdemenz zu leiden.
    • Als somatische Stammzellen werden all jene adulten Stammzellen bezeichnet, die sich zu Körperzellen ausdifferenzieren können. Der Begriff ist vor allem zur Abgrenzung der primordialen Stammzellen erforderlich.
    • Die männlichen, reifen Keimzellen (Gameten) werden als Spermium bzw. Spermatozoon oder Spermatozoid bezeichnet. Es handelt sich also um nichts anderes als die männliche Samenzelle und damit das Pendant zur Oocyte, der weiblichen Eizelle.
    • Stammzellen sind die Bausteine des Lebens. Sie werden von Wissenschaftlern zu Recht als "Wunderzellen" bezeichnet, denn aus einer Urstammzelle, der Zygote, entsteht innerhalb von neun Monaten ein kompletter Mensch mit rund 100 Billionen Körperzellen.
    • STAP-Stammzellen ließen sich angeblich aus adulten Körperzellen gewinnen, wenn man diese großem Stress wie ein Säurebad aussetzen würde. Mit dieser Meldung elektrisierte eine junge japanische Forscherin die Wissenschaft. Doch schnell kamen erste Zweifel an den Ergebnissen auf.
  • T - wie Taubheit

    • Bei Taubheit handelt es sich um einen angeborenen oder erworbenen Hörverlust, der ein oder beide Ohren betreffen, also ein- oder beidseitig auftreten kann. Ursachen für eine angeborene Taubheit können genetischer Natur, vorgeburtliche Erkrankungen oder Komplikationen während der Geburt sein. Eine erworbene Taubheit entsteht hingegen überwiegend durch Entzündungen von Mittel- oder Innenohr sowie Gehirn oder Hirnhaut, jedoch auch durch Tumore, Durchblutungsstörungen, Lärmeinwirkung und Verletzungen.
    • Als Tinnitus wird ein konstantes oder vorübergehend auftretendes Ohrgeräusch bezeichnet, dem keine äußere Schallquelle zugrundeliegt. Aus diesem Grund bezeichnet man ihn auch als Phantomgeräusch. Er kann unterschiedlich stark ausgeprägt sein und die Lebensqualität der Betroffenen dabei mehr oder weniger beeinflussen.
    • Totipotente Stammzellen sind wahre Alleskönner. Aus ihnen kann ein kompletter Organismus entstehen. Mit ihrer Hilfe möchten Wissenschaftler den letzten Geheimnissen rund um die Embryogenese aber auch Alterungsprozessen auf die Spur kommen.
    • Bei einer Toxoplasmose handelt es sich um eine Infektionskrankheit, die durch den Parasiten Toxoplasma gondii hervorgerufen wird. Die Erkrankung befällt in der Regel nur Katzen, der Mensch stellt für gewöhnlich nur einen Zwischenwirt dar. Für gesunde Menschen ist sie in der Regel ungefährlich, bei Immungeschwächten und vor allem bei Schwangeren kann sie jedoch zu ernsthaften medizinischen Komplikationen führen.
    • Experten sehen in den Tumorstammzellen die gefährlichsten Zellen eines Tumors, denn sie besitzen Eigenschaften, die sonst nur Stammzellen auszeichnen.
  • U - wie Unipotente Stammzellen

    • Unipotente Stammzellen sind bereits sehr spezialisiert. Sie können sich meist nur noch zu einem Zelltyp ausdifferenzieren. Und dennoch haben sie viele Gemeinsamkeiten mit den totipotenten Stammzellen, die am anderen Ende der Potenzskala angesiedelt sind. Diese Gemeinsamkeiten aber auch die Unterschiede zwischen den Stammzellenarten untersuchen die Stammzellenforscher.
  • V - wie Verbrennungen

    • Als Verbrennung (Combustio) werden in der Medizin alle Schädigungen von Gewebe bezeichnet, die mit einer starken Hitzeeinwirkung einhergehen. Dabei wird primär die Haut oder Schleimhaut geschädigt. Es existieren vier Verbrennungsgrade. Bereits ab dem zweiten Verbrennungsgrad können bleibende körperliche Schäden entstehen.
  • W - wie Wharton-Sulze

    • Mit dem Begriff Wharton-Sulze wird die gallertartige Bindegewebsmasse der Nabelschnur bezeichnet. Es sorgt für die große Elastizität der Nabelschnur und schützt damit das Baby im Mutterleib vor Versorgungsengpässen, denn das Bindegewebe umschließt die Gefäße in der Nabelschnur.
    • Ein Wiskott-Aldrich-Syndrom ist eine X-chromosomal rezessiv vererbte Störung der Blutgerinnung und des Immunsystems, welche überwiegend Jungen betrifft. Das fehlerhafte Gen bewirkt Fehlbildungen im Wiskott-Aldrich-Protein. Daher kommt es zu einer verminderten oder inkorrekten Produktion bestimmter Blutbestandteile wie Antikörper und Blutplättchen.
  • Z - wie Zygote

    • Der Begriff Zygote leitet sich vom griechischen Wort „zygotos“ (ζυγωτός) ab. Es lässt sich mit „zusammengebunden“ übersetzen. Als Zygote wird die befruchte Eizelle nach der Verschmelzung von Eizelle (Oozyte) und Samenzelle (Spermium) bezeichnet. Beide haben sich aus primordialen Stammzellen entwickelt und weisen im Gegensatz zu anderen, adulten, Körperzellen keinen diploiden, sondern einen haploiden Chromosomensatz auf.