Kalorienfalle Oktoberfest

Vorsicht Kalorienbomben-Gefahr voraus!

Während des Oktoberfestes steht die bayerische Landeshauptstadt Kopf und ganz im Zeichen des größten Volksfestes der Welt: Die Wiesn. Millionen Menschen strömen auf die Theresienwiese, um die typische bayerische Lebensart zu zelebrieren: gut feiern, gut essen und gut trinken. Es werden also nicht nur einmal im Jahr das Dirndl oder die Lederhose „ausgeführt“ bzw. die ganzen Fahrgeschäfte durchprobiert. Viele lieben das Oktoberfest gerade wegen der bayerischen Gemütlichkeit. Diese wird bekanntermaßen von zwei großen Säulen getragen: Bier und gute Speisen. Da kann es natürlich vorkommen, dass nach der Wiesn-Saison die Hose kneift oder die Bluse spannt. Und wer ist schuld: Natürlich die vielen kleinen, verführerischen Kalorienbomben, die auf dem Oktoberfest an allen Ecken lauern. Die Redaktion von familien-gesundheit.de nimmt für Sie die klassischen Oktoberfest-Kalorienfallen unter die Lupe. Wir stellen gesündere Alternativen vor, die mindestens genauso so lecker wie das Original sind. Denn schlemmen, feiern und nicht zunehmen – das geht auch auf dem Oktoberfest!

© motointermedia / pixabay.com

Auf dem Oktoberfest lauern beinahe überall Kalorienfallen. Das Lebkuchenherz gehört nur auf den ersten Blick dazu. Da es um den Hals getragen wird, gehen seine Kalorien nicht auf die Hüften.

 

Das beinahe Wichtigste vorneweg. Prinzipiell gilt: In Maßen ist immer alles erlaubt. Wer das ganze Jahr über sehr diszipliniert ist, kann sich auch ein paar außergewöhnliche Tage auf dem Oktoberfest gönnen. Um es mit den abgewandelten Worten von Alfons Schubeck, einem der Münchner Originale, zu sagen: Dick wird man nicht vom Wiesn-Anfang bis zum Wiesn-Ende, sondern vom letzten Oktoberfest bis zum nächsten!

Wer also immer auf gesunde Ernährung achtet und noch dazu viel Sport treibt, braucht vor dem „Kalorienschock Oktoberfest“ keine Angst zu haben.

 

Wie Sie auf dem Oktoberfest nicht zunehmen – Die Wiesn-Diät

Ein Oktoberfestbesucht sorgt automatisch für Durst. Bier und Musi heizen in den Festzelten ordentlich die Stimmung an. Bei einem „Prosit auf die Gemütlichkeit“ kreisen die Bierkrüge. Doch mit welcher Kalorienzahl ist hier zu rechnen?

Eine Maß Bier besitzt ca. 470 kcal. Eine Maß Radler kommt dagegen lediglich auf 350 kcal. Eine Maß Apfelschorle hat nur 300 kcal und erweist sich im Vergleich der alkoholfreien Getränke als die beste Alternative, denn sowohl Orangenlimo (mit 370 kcal) und Spezi (mit 440 kcal) schneiden deutlich schlechter ab.

 

Oktoberfest-Kult: Schweinsbraten vs. Grillhendl

Für viele Oktoberfestbesucher ist eine Wiesn ohne Schweinsbraten mit Semmelknödeln keine richtige Wiesn. Der Schweinsbraten gehört also genauso dazu wie die Maß Bier. Lässt man die Beilage einfach weg, schlägt der leckere Braten vom Schwein allein schon mit rund 580 Kalorien zu buche. Mit den Semmelknödeln kommen noch einmal rund 300 Kalorien oben drauf. Die bessere Alternative ist hier ganz klar das halbe Grillhendl. Mit Haut hat es rund 210 Kalorien pro Portion. Kann man darauf verzichten, so reduziert sich die Kalorienmenge auf dem Teller auf 175 Kalorien.

Weniger Kalorien als der Schweinsbraten hat übrigens auch die Ochsenfleischsemmel.

Beim Steckerl-Fisch brauchen Sie gar kein schlechtes Gewissen haben. Da können Sie ohne Reue zugreifen. Egal ob Forelle oder Makrele: Im Fisch stecken viele wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Diese sind so gesund, dass man die Kalorien einfach unter den Tisch fallen lassen sollte.

Ein bayerisches Schmankerl ist der Obazda. An dem pikanten Brotaufstrich aus Camembert, Butter und Gewürzen kommt man auch auf dem Oktoberfest kaum jemand vorbei. Ein Obazda-Brot bringt rund 240 Kalorien mit sich.

 

Kann Essen Sünde sein?

Bei rund 160 Kalorien liegt übrigens ein Teller Leberknödelsuppe. Ein Schnitzel dagegen hat rund 400 Kalorien. Zwei klassische Kalorienfallen auf dem Oktoberfest sind die Dampfnudel und die Käsespätzle. Pro Portion bringen es die „Kaas-Spatzen“, also die Spätzle mit leckerem Käse, auf fast 700 Kalorien. Übertroffen wird dieses Schwergewicht nur noch von der Dampfnudel: Sie enthält je 100 Gramm rund 270 Kalorien. Schuld an diesem „Kalorienexzess“ ist die leckere, süße, sahnige Vanillesoße, die dazu gereicht wird.

 

Wenn sich zwischendurch der kleine Oktoberfest-Hunger meldet

Die großen Kalorienfallen lauern auf dem Oktoberfest nicht nur bei den Hauptmahlzeiten im Festzelt, sondern zwischendurch. Meldet sich der kleine Hunger, so ist schnelle eine Portion Pommes bestellt: Mit Mayo und Ketchup kommt sie es locker auf über 400 Kalorien. Greifen Sie lieber zur leckeren Ofenkartoffel. Diese hat zusammen mit dem Sauerrahm rund 300 Kalorien.

Wer kann schon bei frischem Popcorn widerstehen? Richtig, niemand! 100 Gramm süßes Popcorn haben rund 400 Kalorien. Die salzige Variante steuert lediglich die Hälfte der Kalorienzahl zum Energiehaushalt bei. Am besten Sie gehen gleich ganz „back tot he roots“. Ein gegrillter Maiskolben ist sowohl gesund als auch lecker und hat noch weniger Kalorien.

Zum Hüftgold steuern 100 Gramm gebrannte Mandeln rund 500 Kalorien bei. Ein glasierter Apfel ist ebenfalls ein süßes Vergnügen, bringt es aber nur auf 165 Kalorien. Und Sie wissen ja: „An apple per day, keeps the doctor away!“. Die beste süße Alternative ist übrigens das große Lebkuchenherz. Es hat rund 500 Kalorien. Allerdings landen diese selten direkt auf der Hüfte, denn in der Regel hängt man sich das Lebkuchenherz um. Da es nicht gegessen wird, bringt es defacto 0 Kalorien auf die Waage.

 

Das Kalorienzählen muss den Oktoberfest-Spaß nicht trüben. Wer sich für die gesünderen Leckereien auf der Wiesn entscheidet, kann fast ohne Reue schlemmen. Das Zuschlagen bei den großen Kalorienfallen ist auch erlaubt, wenn man hinter etwas mehr Disziplin an den Tag legt.

 

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