Ideen für die Baby-Party

Kleiner Mensch, herzlich willkommen in der Welt

Die bevorstehende Geburt eines Kindes oder das Feiern, dass alles gut gegangen ist und der neue Erdenbürger gesund und munter auf die Welt kam, ist ein hübscher Anlass für eine Baby-Party. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, das Fest zu organisieren. Früher war die christliche Taufe ein erster Fixpunkt im Leben und das Baby wurde feierlich in die christliche Gemeinschaft und die Familie aufgenommen. Doch nicht alle können heute noch etwas mit diesem religiösen Brauch anfangen. Nichtsdestotrotz zeigen Umfragen, dass sich selbst konfessionslose Menschen eine Art Initiationsritus für das Baby wünschen und damit nicht erst bis zum ersten Geburtstag warten möchten. Deswegen haben sich Alternativen zur Taufe entwickelt, um Mutter und Kind mit einer Baby-Party zu feiern.

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Frei nach Loriot: Eine Baby-Party ohne Luftballons ist möglich, aber sinnlos.

 

Möglichkeit Nummer 1: Die Babyshower – Baby-Party-Tradition aus den USA

Der Brauch der Babyshower kommt ursprünglich aus den Vereinigten Staaten von Amerika und schwappte erst in den letzten Jahren über den großen Teich zu uns. Diese Form der Baby-Party findet traditionell noch mit Kugelbauch, also vor der Geburt, statt. Es treffen sich vorwiegend die weiblichen Familienmitglieder sowie die Freundinnen der werdenden Mutter, um die Schwangere noch einmal hochleben zu lassen, bevor das Baby den Alltag nach der Entbindung vorerst komplett bestimmt. Mama und Baby werden dabei mit kleinen Geschenken und vielen Aufmerksamkeiten überhäuft. Die klassische Windeltorte darf auch hierzulande mittlerweile nicht mehr fehlen. Daneben gibt es eine üppige Dekoration, typische Spiele sowie ein paar Snacks.

 

 

Möglichkeit Nummer 2: Das Babypinkeln – feucht-fröhliche Baby-Party für die Papas

In vielen Regionen Deutschlands hat das Babypinkeln Tradition. Zwischen Garmisch-Partenkirchen und Flensburg trägt dieser Brauch viele Namen: Kindspinkeln, Pissbier oder Rumpelschnaps sind nur ein paar Beispiele von vielen. Ist das Kind auf der Welt, lädt der frisch gebackene Papa seine Freunde und Nachbarn zum „Pullerbier“ ein. Vielfach sind Mama und Baby da noch zur Erholung im Krankenhaus und bekommen von der Tradition nur am Rande etwas mit. Aus Zeitgründen ist diese Baby-Party meist sehr improvisiert, aber es geht auch nur ums Anstoßen und Durchschnaufen, bevor der junge Vater in seiner neuen Rolle als „Erziehungsberechtigter“ vollends aufgeht. Der Vater stellt die Getränke. Für die Verpflegung ist eher der Freundeskreis zuständig. Die gesellige Männerrunde feiert meist im Garten, in der Garage oder einfach vor dem Haus.

 

Möglichkeit Nummer 3: Die Namensweihe – die Baby-Party als Familienfeier

Bei den beiden bislang vorgestellten Traditionen sind eher die Frauen bzw. eher die Männer unter sich. Auch wenn sich diese Traditionen langsam ändern und die Geschlechter sich bei beiden Bräuchen mehr und mehr durchmischen, möchten doch viele Familien offiziell das Baby begrüßen und den Familienzuwachs auch mit ausgewählten Gästen in einem festlichen Rahmen feiern. Dafür gibt es die Namensweihe bzw. die Namensfeier. Diese Form der Baby-Party greift die hinter der Taufe stehenden Traditionen auf. Es handelt sich jedoch um eine weltliche Begrüßungsfeier ohne religiösen Hintergrund. Auch hier bekommt das Kind Paten zur Seite gestellt, die es durchs Leben begleiten werden.