Hund, Katze und Co.: So fördern Haustiere die Gesundheit

"Bilanz" eines Haustieres: Weniger Stress, mehr Bewegung & ganz viel Zuneigung

Haustiere machen glücklich – das weiß jeder! Es macht Spaß, mit ihnen zu spielen und man ist nicht so allein. Eine Wohnung wird durch einen Hund, eine Katze oder einen Vogel deutlich lebendiger. Doch das ist längst nicht alles, was die pelzigen oder gefiederten Freunde dem Menschen zurückgeben. Viele Studien haben erwiesen, dass Haustiere uns nicht nur Freude bereiten, sondern auch unsere physische und psychische Gesundheit fördern.

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Mensch und Tier – das kann eine echte Freundschaft fürs Leben sein. Sicherlich bedeutet ein Haustier Verantwortung, aber die tierischen Mitbewohner geben uns unheimlich viel zurück. So konnten Studien belegen, das Haustierhalter gesünder sind. Die Redaktion von familien-gesundheit.de beleuchtet Zusammenhänge und ordnet für Sie ein.

 

Gesund mit Hund – Tägliche Spaziergänge tun uns gut

Hundehalter sind deutlich aktiver als die meisten anderen Menschen und können sich eher motivieren, etwas für Ihre Gesundheit zu tun: Und sei es nur der tägliche Spaziergang um den Block. Gerade bei schlechtem Wetter würden wir gern drinnen bleiben, wäre da nicht das Paar Hundeaugen, das uns mit bettelnder Miene ansieht und nach draußen möchte. Natürlich kann keiner so einem Blick widerstehen. Also geht es vor die Tür, notfalls mit Regenschirm. Doch was manchmal als lästig empfunden wird, ist in Wirklichkeit ein wahrer Glücksfall für uns und unsere Gesundheit, denn frische Luft – noch dazu bei Wind und Wetter – sorgt für ein starkes Immunsystem und damit beste Abwehrkräfte. So haben Infekte deutlich weniger Chancen.

Mit dem Hund durch Wald und Wiesen zu spazieren ist jedoch nicht nur gut für das Immunsystem. Hundehalter haben nachweislich auch ein geringeres Risiko für Übergewicht, Bluthochdruck oder zu hohe Cholesterinwerte. Auch die Möglichkeiten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen werden durch das Halten eines Hundes und die regelmäßige Bewegung reduziert.

 

Hunde und Katzen können Allergien vorbeugen

Das erste Lebensjahr ist für unser Immunsystem besonders wichtig. Unser Körper lernt, mit Krankheitserregern und Umwelteinflüssen umzugehen und passt sich dementsprechend an, um uns zu schützen. Der Kontakt zu Haustieren kann diese Entwicklung fördern.

Studien haben gezeigt, dass nur etwa halb so viele Kinder, die im ersten Lebensjahr mit einem Hund oder einer Katze aufgewachsen sind, später eine Tierhaarallergie entwickelt haben, als die, die in einem haustierfreien Haushalt groß geworden sind. Gründe dafür sind vermutlich, dass Haustiere das Spektrum an Bakterien in ihrer Umgebung charakteristisch beeinflussen und dazu beitragen, dass sich das Immunsystem darauf einstellt. Überraschenderweise profitierten in den Studien nur Jungen von der Anwesenheit eines Hundes, bei Mädchen machte dies keinen Unterschied. Katzen hingegen bewirkten bei beiden Geschlechtern eine Verringerung des Allergierisikos.

 

Haustierhalter sind resistenter gegen Stress

Haustiere sind nicht nur gut für die physische Gesundheit: Sie helfen uns auch, zu entspannen und damit das Stresslevel herunterzufahren. Ob wir unserem Sittich beim Singen lauschen, die Katze beim Spielen beobachten oder mit dem Hund spazieren gehen, in diesen Augenblicken leben wir im Hier und Jetzt und machen uns keine Sorgen um die Zukunft. Das wirkt sich natürlich positiv auf unsere Psyche aus. Bereits die reine Anwesenheit oder nur das Streicheln eines Tieres tut uns gut.

Dass das Halten von Hund, Katze und Co. gut gegen Stress ist, ist sogar medizinisch erfassbar. So zeigten Studien, dass der Blutdruck bei Heimtierhaltern niedriger ist als der von Menschen ohne Haustier. Der Umgang mit einem Tier kann eine ähnliche Wirkung wie ein Beruhigungsmittel auf uns haben. Nicht umsonst werden Haustiere daher therapeutisch eingesetzt, etwa bei hyperaktiven Kindern.

 

Vor allem im Alter tun uns Tiere gut

Durch den immer loseren Familienzusammenhalt leben viele Senioren allein und isoliert. Daher ist ein Haustier auch hier für die Gesundheit förderlich. Wenn zwischenmenschliche Kontakte weniger werden, schützt uns die Anwesenheit von Hund und Katze vor Einsamkeit und Depressionen.

Doch es tut nicht nur gut, etwas Gesellschaft zu haben. Das Gefühl, geliebt und gebraucht zu werden, hält uns fit und aktiv und trägt dazu bei, ein gesünderes Leben zu führen. Selbst, wenn es nur der kleine Spaziergang mit Bello oder das Säubern des Katzenklos für Miezi ist: Etwas zu tun zu haben, gestaltet den Alltag weniger eintönig und macht somit glücklicher.

Trotzdem sollte niemand sein Haustier als „Gesundmacher“ verstehen. Hunde, Katzen und Co. sind auch Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, die viel Zuwendung und Förderung benötigen. Wenn Sie sich also ein Haustier zulegen möchten, bedenken Sie immer, dass es ein Geben und Nehmen ist. Doch meistens bekommt der Mensch deutlich mehr zurück.