Herbst-Fitness für das Wohlbefinden

Wie Sie den Herbstblues verhindern und Ihr Immunsystem stärken

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende. Der Herbst steht vor der Tür. Die „Übergangszeit“ zwischen Sommer und Winter ist eine ganz besondere Jahreszeit. Noch einmal schöpft die Natur aus den Vollen und zeigt sich von ihrer schönsten Seite: Das Laub färbt sich bunt, es gibt noch ein paar warme Tage und der Herbstnebel zaubert wunderschöne, magische Sonnenaufgänge. Doch der Herbst bedeutet auch ein kleines bisschen Wehmut: Die Tage werden wieder kürzer.

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Der Herbst zaubert wunderschöne Stimmungen in der Natur. Versuchen Sie jede Gelegenheit für einen Aufenthalt zu nutzen und tanken Sie Energie bei einem Spaziergang entlang von Flüssen, Seen oder Wäldern. Bewegung ist nicht nur Balsam für die Seele, sondern aktiviert den Stoffwechsel und das Immunsystem!

 

Und je weiter das Jahr fortschreitet, desto unangenehmer wird das Wetter – nämlich kälter und nasser. Viele nutzen die Gelegenheit, um das persönliche Sportprogramm herunterzufahren. Wer hat schon Lust, im Dunkeln durch den Park zu joggen? Richtig, niemand! Man kann ja schließlich nichts dafür, wenn es bereits vor Feierabend dunkel wird. Man verlässt das Haus früh im Dunkeln kommt abends im Dunkeln wieder heim. Für das Wohlbefinden ist es jetzt jedoch enorm wichtig, im Herbst in Bewegung zu bleiben, um einen Herbstblues, der direkt in den Winterblues übergehen kann, abzuwenden. Denn Bewegung kurbelt den Stoffwechsel an und schüttet gleichzeitig Endorphine aus. Das hebt die Stimmung und lässt keinen Platz für trübe Gedanken.

Experten sehen zu wenig Bewegung in den Herbst- und Wintermonaten kritisch, denn „Faulenzen“ bremst den Stoffwechsel. Ein träger Stoffwechsel wiederum bedeutet, dass wir uns müde und abgeschlagen fühlen. Auch das Immunsystem ist nicht so wachsam. So haben Erkältungskrankheiten ein deutlich leichteres Spiel. Das muss nicht sein! Die Redaktion von familien-gesundheit stellt für Sie hier ein paar ganz einfache Tipps und Tricks zusammen, wie Sie ganz leicht im Herbst in Bewegung bleiben – für Ihre Fitness, für Ihr Wohlbefinden und für Ihre Gesundheit!

 

Tuning-Tipp Nummer 1 fürs Wohlbefinden im Herbst: Unternehmen Sie eine Herbstwanderung!

Die Aufforderung lautet klar und unmissverständlich: Raus! Ab in die Natur! Nutzen Sie wirklich jede sich bietende Gelegenheit. Wald und Wiesen warten auf Sie und halten die kleinen, banalen aber wunderschönen Herbstfreuden für sie bereit:

  • Überall die satten Farben der Herbstblätter und der reifen Früchte
  • Das Rascheln des von den Bäumen fallenden Laubes
  • Der besondere Duft von Holz, Pilzen und den letzten Obstsorten und Wildfrüchten wie Quitten, Brombeeren oder Schlehen
  • Und und und

Eine Herbstwanderung ist Wellness pur für die Seele. Bei der Bewegung in der Natur kommt der Geist zur Ruhe und der Körper auf Trab.

 

Der Extra-Gesundheitstipp für Knorpel & Gelenke

Regelmäßige Bewegung, damit es läuft "wie geschmiert"

Hätten Sie gewusst, dass der menschliche Knorpel, aus dem beispielsweise die Bandscheibe oder der Meniskus im Knie bestehen, keine Blutgefäße besitzt? Nein? Und was hat dieser Fakt mit einem Waldspaziergang zu tun? Die Erklärung ist einfach und einleuchtend: Knorpel brauchen regelmäßige Bewegung. Nur so bleiben unsere Gelenke intakt, denn die Gelenkflüssigkeit schmiert den Knorpel und versorgt die Zellen mit wichtigen Nährstoffen.

Diesen anatomischen Fakt sollten sich vor allem weniger trainierte Menschen aber auch Arthrose-Patienten regelmäßig vor Augen führen. Ihre Gelenke werden es Ihnen danken! Wanderungen durch die herbstliche Natur sind jedenfalls eine wundervolle Möglichkeit, sich aktiv zu bewegen. Sport muss man dies noch nicht einmal nennen. Lassen Sie Kälte und Nässe nicht als Ausrede gelten! Es gibt funktionale Outdoorbekleidung zum erschwinglichen Preis.

 

Das Wandern stärkt Bänder, Sehnen und Gelenke. Die Belastung ist jedoch geringer als beim Joggen. Auch Schwimmen und Radfahren sind gelenkschonende Alternativen und perfekte Freizeitaktivitäten im Herbst. Ganz gleich, für welchen Freizeitsport Sie sich entscheiden: Tun Sie es heute und stärken Sie nebenbei auch Herz, Kreislauf und Muskulatur! Dies ist zu wichtig, um es auf die lange Bank zu schieben!

 

Tuning-Tipp Nummer 2 fürs Wohlbefinden im Herbst: Erklären Sie Ihrem inneren Schweinehund den Krieg!

Es ist ein kalter und regnerischer Tag. Was also tun? Ihr innerer Schweinehund hat da garantiert einen Vorschlag für Sie: Am besten im Jogginganzug auf die Couch sitzen bleiben und mit der Decke dick einmummeln. Ein gutes Buch und eine Tasse heiße Schokolade in Reichweite – voila, fertig ist der perfekte Faulenzertag!

Doch dem Bewegungsmangel können selbst Couchpotatos vorbeugen und dazu muss man noch nicht einmal das Wohnzimmer verlassen. Mit dieser einfachen Übung kommen Sie ohne größere Anstrengung in Schwung. Es dauert auch nicht ewig, versprochen!

Stellen Sie sich breitbeinig neben die Couch – am besten auf eine feste, nicht rutschende Unterlage. Die Füße sind parallel. Die Arme dürfen einfach locker herabbaumeln. Nun fangen Sie an, langsam die Schultern von vorne nach hinten zu schwingen. Bei jedem Schwung gehen Sie leicht in die Knie. Achten Sie darauf, dass sie an allen Stellen insbesondere im Knie und in der Schulter ganz locker und entspannt sind. Wiederholen Sie die Übung ca. zwanzig Mal. Dann sind Sie auf der sicheren Seite: Ihre Gelenke sind ordentlich geschmiert und der Stoffwechsel im Knorpel ist aktiviert.

 

Tuning-Tipp Nummer 3 fürs Wohlbefinden im Herbst: Machen Sie einen Kurz-Wellness-Trip ins heimische Bad!

Sind die Tage so nass und trist, dass Sie buchstäblich keinen Hund vor die Tür schicken möchten, blasen Sie bitte kein Trübsal. Nutzen Sie einfach die Gelegenheit für ein paar Wellness-Anwendungen im heimischen Bad, das sich kinderleicht zum Spa umfunktionieren lässt. Als Wellness für zwischendurch sind Basenbäder bzw. Basenwickel bestens geeignet. Sie sollten spätestens zum Einsatz kommen, wenn Nacken, Schultern, Knie oder Füße beginnen, leicht zu zwicken und zu zwacken.

Für die feucht-warmen Wickel benötigen Sie lediglich basische Badesalzlösungen. Bei lokaler Anwendung normalisieren diese den Stoffwechsel. Zusätzlich lockert die Wärme das Gewebe. Die positiven Folgen sind schnell spürbar: Muskeln und Bänder sind gleich viel beweglicher. Im Bindegewebe neutralisieren die Badesalze darüberhinaus auch gleich noch eingelagerte Säuren. Diese gelten bei Heilpraktikern als Hauptauslöser für Schmerzen. Auch ein basisches Fußbad ist eine wahre Wohltat. Es sollte mindestens 20 Minuten dauern. Dieselbe Einwirkzeit benötigt übrigens auch ein Basenwickel.

Die kleine Wellnesskur sollten Sie sich ruhig dreimal in der Woche gönnen. Schon bald werden Sie eine Steigerung Ihres Wohlbefindens feststellen.

 

Tuning-Tipp Nummer 4 fürs Wohlbefinden im Herbst: Warme Füße bieten Erkältungen keine Angriffsfläche!

Vor allem das nass-kalte Herbstwetter, das leider so ganz typisch für den November ist, bedeutet für das Immunsystem enormen Stress. Überall beginnen Freunde, Verwandte und Kollegen zu husten und zu schniefen. Es herrscht Viren- und Bakterien-Alarm! Um sich gegen Husten, Schnupfen und Heiserkeit zu wappnen, sollten Sie besonders auf Ihre Füße achtgeben. Warme Füße stärken das Immunsystem. Sagen Sie daher den „Eisbotten“ adé!

Mit regelmäßigen Wechselduschen regen Sie die Durchblutung an. Die bessere Zirkulation sorgt dafür, dass die Füße selbst an kühleren Tag schön warm bleiben. Sollten die Füße doch einmal kalt werden, machen Sie schnell ein paar Gymnastikübungen. Das kurbelt die Durchblutung wieder an! Lassen Sie einfach die Füße im Sitzen wenige Minuten kreisen. Es hilft auch abwechseln die Zehen zu strecken und zu krallen. Ganz nebenbei kräftigen die Übungen die Bein- und Fußmuskulatur und sorgen so wieder für mehr Beweglichkeit in den Gelenken.

Sind Ihnen die kleinen Fußübungen einfach zu langweilig, dann entwickeln Sie doch eigene Ideen für mehr Abwechslung! Wie wäre es, wenn Sie spielerisch versuchen, mit den Füßen Zeitungspapier zusammenzuknüllen oder einfach ein heruntergefallenes Kissen aufzuheben? Sie werden merken, dass dies gar nicht so einfach ist. Aber für das Gehirn ist es gut und wichtig, hin und wieder eingetretene Pfade zu verlassen. Das hält geistig fit!

Eine gute Durchblutung der Extremitäten ist wichtig und schützt vor Husten und Schnupfen, denn nur so kann das Immunsystem überall korrekt arbeiten, sodass Grippe-Viren und Husten-Bakterien keine Chance haben.

Achten Sie daher auf geeignetes Schuhwerk. Gehen Sie nach draußen, sind dicke Schuhe bei einstelligen Außentemperaturen schon ein Muss. Doch gönnen Sie Ihren Füßen ab und an ein wenig Freiheit. Es ist eine Wohltat für die Füße, wenn Sie auf das Schuhwerk verzichten. Barfuß im Freien setzt einen Abhärtungsprozess voraus, doch Barfußlaufen in der Wohnung ist jederzeit möglich.

 

Mit diesen ganz einfachen Tipps kommen Sie wohlbehalten und gesund durch den Herbst und Winter. Probieren Sie es aus! Stärken Sie aktiv Ihr Immunsystem und treten Sie dem Ihrem inneren Schweinehund ordentlich auf die Füße!

 

Disclaimer
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