Hausmittel bei Erkältungen: Tee & Hühnersuppe

Tipp: Abwarten, Tee trinken und Hühnerbrühe essen!

War früher eine Erkältung im Anmarsch, gab es von Oma einen ganz einfachen Ratschlag: „Abwarten und Tee trinken.“ Das war ein guter Tipp, denn Tee ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Erkältung und Schnupfen. Zwar ist weder gegen Erkältungsbakterien noch Schnupfenviren wirklich ein Kraut gewachsen – allerdings lassen sich mit den Hausmitteln die typischen Symptome wie Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Schüttelfrost in Verbindung mit Ruhe gegen die Mattigkeit lindern.

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Ist eine Erkältung im Anzug, muss nicht immer gleich zur chemischen Keule gegriffen und in die Apotheke gerannt werden. Omas bewährte Hausmittel wie Kräutertee und Hühnersuppe helfen auch dabei, die Begleiterscheinung wie Kopfschmerzen und Schüttelfrost zu lindern. Das Immunsystem braucht nur ein paar Tage, um mit den Erkältungsbakterien und Schnupfenviren selbst fertig zu werden. Unterstützen Sie es mit Hausmitteln gegen Erkältungen wie Salbeitee, Lindenlbütentee oder Thymiantee auf natürliche Weise.

 

Herbst und Winter sind eine echte Bewährungsprobe für das Immunsystem: Überhitzte Räume lassen uns schwitzen. Das Fenster wird aufgerissen und schnell entsteht Zugluft. Die trockene Heizungsluft greift außerdem die Schleimhäute an und irgendeiner niest ja immer. Bei den ersten Erkältungssymptomen greifen viele Menschen heutzutage direkt zum Medikamentencocktail aus der Apotheke. Das ist bequem, denn die Werbung verspricht schnelle Hilfe. Doch in der Regel bekommt der Körper den Infekt von ganz alleine in den Griff. Mit ein paar Hausmitteln lässt sich die Genesung ganz natürlich und sanft fördern. Auf Chemie kann so weitestgehend verzichtet werden.

 

Bei Erkältungen muss es nicht immer die Arznei vom freundlichen Apotheker sein – auch Hausmittel verschaffen Linderung

Die Statistiken sagen, dass eine leichte Erkältung in etwa sechs Tage andauert. Diese Infekte sind zwar sehr lästig, aber in der Regel harmlos. Das Immunsystem benötigt nur ein paar Tage Zeit, um die Eindringlinge zu bekämpfen und mit der Erkältung oder dem Schnupfen fertig zu werden. In dieser Zeit können Sie aktiv etwas für ein besseres Wohlbefinden tun – mit altbewährten Hausmitteln gegen Erkältungen. Arzneimittel und Antibiotika sind für schwerere Erkrankungen als einen Schnupfen bestimmt.

Viele Schnupfen-Infekte werden übrigens von Viren ausgelöst. Nur aggressive Virustatika können dagegen etwas ausrichten. Freiverkäufliche Medikamente oder Antibiotika sind gegen Viren in aller Regel machtlos. Die in der Apotheke erhältlichen Medikamente gegen Schnupfen und Erkältungen bekämpfen auch nicht wirklich die Ursache, sie lindern lediglich die Symptome wie Kopfschmerzen oder Abgeschlagenheit. Aber genau das vermögen auch die Hausmittel. Diese sind deutlich preiswerter und darüber hinaus viel natürlicher.

 

Warum das Hausmittel Hühnersuppe wirkt

War früher eine Erkältung im Anzug, kochte Oma zunächst eine leckere Hühnerbrühe. Das Hausmittel enthält viel Zink. Das Spurenelement hilft, Entzündungsprozesse zu blockieren. Die Hühnersuppe enthält außerdem den Eiweißstoff Cystein. Er lässt die Schleimhäute abschwellen. Die wohlschmeckende Hühnersuppe ist leicht verdaulich und strengt den eh schon mitgenommen Organismus nicht noch zusätzlich an. Die Brühe liefert außerdem viele Mineralien und füllt die Flüssigkeitsreserven auf. Sowohl Mineralstoffe als auch Flüssigkeit verliert der Körper bei Erkältungen durch das Fieber und das Schwitzen. Die Depots müssen daher dringend aufgefüllt werden.

 

 

Bewährte Hausmittel gegen Erkältung: Salbei und Thymian

Salbei enthält viele ätherische Öle. Sie lindern den Husten und machen eine verstopfte Nase frei. Salbei wird daher sehr oft Erkältungsbädern und Erkältungstees beigemischt. Ätherisches Salbeiöl gibt es auch zu kaufen. Geben Sie ein paar Tropfen in eine Schüssel mit heißem Wasser. Inhalieren Sie den aromatischen Wasserdampf.

Thymiantee lindert den Hustenreiz bei einer Erkältung. Bei schleimigen Husten helfen auch Efeu-Extrakte. Die wohltuenden Kräuterauszüge können gleich mehrfach genutzt werden: Solange der Sud heiß ist, sollten Sie den Wasserdampf inhalieren. Ist der Aufguss etwas abgekühlt, kann er als Tee getrunken werden. Wenn er komplett abgekühlt ist, eignet sich der Aufguss auch zum Gurgeln. Gurgeln mit Salbeitee gilt selbst unter Medizinern als effektives Hausmittel bei leichten Halsschmerzen, denn Salbei werden antibakterielle Eigenschaften zugeschrieben.

Der Lindenblütentee hilft beim Schwitzen. Eine Tasse Tee aus Lindenblüten hat einen ähnlichen Effekt wie leichtes Fieber: Die Körpertemperatur steigt etwas an. Die Erhöhung der Körpertemperatur macht den Grippeviren und Erkältungsbakterien das Leben schwerer. Die eigenen Abwehrkräfte werden durch Fieber dagegen mobilisiert.

 

Der familien-gesundheit.de-Tipp

Viel Trinken beugt Erkältungen vor

Generell sollten Sie während der Erkältungszeit viel trinken, denn das regt die Sekretbildung in Bronchien und Nase an. Dafür bieten sich vor allem ungesüßte Kräutertees an. Hier gibt es eine große Auswahl, sodass bestimmt jeder seinen Lieblingstee findet: beispielsweise Holunderblütentee, Pfefferminztee, Ingwertee oder Kamillentee.

Übrigens … Auch wenn viele es zunächst eklig finden, das Sekret hat eine wichtige Aufgabe: Es schützt uns vor Infektionen, denn an ihm bleiben die Keime einfach kleben und werden ausgeschieden. Viren und Bakterien fällt es so schwerer, überhaupt in den Körper zu gelangen. Und was draußen bleibt, kann uns erstmal nicht krankmachen. Im Krankheitsfall „entsorgt“ der Körper über das Sekret auch abgestorbene und befallene Zellen.

 

Verspüren Sie bei Ihrer Erkältung und dem Schnupfen trotz der Hausmittel nach vier Tagen keine Besserung oder kommt zusätzlich hohes Fieber dazu, so sollten Sie den Hausarzt aufsuchen. Nur er kann abklären, ob es sich um eine normale Erkältung, eine Bronchitis oder eine Lungenentzündung handelt. Doch in aller Regel werden die Hausmittel bei Erkältungen die schlimmsten Symptome lindern. Probieren Sie es ruhig aus!

 

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