Halloween: Ursprung des Gruselspektakels

Das Fest der Geister & Dämonen hat irische Wurzeln

Wer Karneval und Verkleidungen liebt, der muss nach Aschermittwoch eine lange Durststrecke bis zum 11.11. durchstehen, wo die närrische Zeit erneut startet. Doch kurz zuvor gibt es im Herbst mit Halloween noch ein weiteres Verkleidungshighlight: Halloween – das Fest der Geister und Dämonen verspricht eine tolle Gruselnacht.

Viele Menschen denken, dass Halloween aus den USA stammt. Weit gefehlt. Die trimeda-Redaktion ist dem Ursprung von Halloween gefolgt und in Irland gelandet.

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Groß und Klein haben bei Halloween-Fest viel Spaß. Der Usprung der Tradition lässt sich nach Irland zurückverfolgen. Doch den Siegeszug um die Welt trat Halloween von den USA aus an und schwappte über den großen Teich bis nach Deutschland, wo es auf begeisterte Fans traf.

 

Mit Halloween wird der Abend und die Nacht vor Allerheiligen bezeichnet. Das Gruselfest fängt also am 31. Oktober an und endet meist erst in den frühen Morgenstunden des 1. Novembers. Bei Halloween lassen sich viele Parallelen zur Walpurgisnacht (vom 30. April auf den 1. Mai) finden, denn auch bei Halloween werden vielfach alte, heidnische Bräuche zelebriert.

 

Die Ursprünge von Halloween

Der Name Halloween lässt sich auf die englische Bezeichnung „All Hallows‘ Eve“ zurückführen, also dem „Abend vor Allerheiligen“. Bei den Feiertagen „Allerheiligen“ (1.11.) und „Allerseelen“ (2.11.) wird den Verstorbenen gedacht. Es ist daher nicht allzu verwunderlich, dass sich auch bei Halloween anfangs vieles um die Geister der Verstorbenen drehte und erst in jüngster Zeit, mehr und mehr der Gruselfaktor dazukam.

Fragt man Menschen auf der Straße, woher der Halloween-Brauch stammt, wird sicherlich die Mehrzahl der Befragten antworten: „Aus den USA, ganz klarer Fall!“. Doch Tatsache ist, dass Halloween nicht das Label „Made in USA“ bekommen kann, weil es nicht in den Vereinigten Staaten von Amerika erfunden wurde. Die meisten der frühen Halloween-Bräuche haben ihre Wurzeln in Irland. Halloween ist damit ein irisches Fest.

Irische Immigranten brachten ihre Traditionen und damit auch Halloween mit in die neue Heimat und „exportierten“ so den Brauch über „den großen Teich“. Dort wurde das alte Kulturgut gepflegt. Das irische Fest gefiel auch anderen Gruppen in den USA und sie feierten einfach mit. So verbreitete sich die Tradition und wurde schnell durch andere Bräuche ergänzt. Doch die Halloween-Tradition stoppte nicht einfach an den Landesgrenzen. Beispielsweise feiern auch die kanadischen Nachbarn Halloween.

 

 

Schon lange vor dem Import von Halloween gab es mit dem Rübengeistern in Deutschland ähnliche Traditionen

Im Laufe der Jahre schwappte Halloween sogar wieder über den großen Teich zurück nach Europa und kam auch in der alten Heimat an. Zunächst gelang es, dass sich die Tradition in Frankreich etablieren konnte und von dort aus Europa eroberte. Auf diesem Weg kam Halloween auch nach Deutschland und wurde hier dankbar aufgenommen. Denn auch in Deutschland gab es lange vorher schon sehr ähnliche Bräuche, da war Halloween noch niemanden ein Begriff. So kennen viele Uromas und Omas noch den Brauch des Rübengeisterns, der eng mit dem Erntedankfest verbunden ist. Jedoch hatte er einen ernsten Hintergrund. Er half der armen Landbevölkerung durch die wirtschaftlich schwere Zeit nach der Ernte und bis zum Frost, wo wieder Holzeinschlag möglich war und damit ein Verdienst zur Verfügung stand.

Halloween gilt außerdem als typische „Unruhe-Nacht“ und reiht sich damit in eine Reihe mit der Walpurgisnacht im Frühjahr und den Rauhnächten nach Neujahr ein. In den Unruhe-Nächten dürfen Streiche gespielt werden. Es darf gerne laut sein, um Geister und Dämonen zu vertreiben und die Menschen verkleiden sich. All der Schabernack bedient zwar den alten Aberglauben, jedoch soll er stets im spaßigen Rahmen bleiben.

 

Ursprünglich kommt der Heidenspaß „Halloween“ also aus Irland. Der irische Brauch wurde durch die Immigranten in die USA exportiert und gelangte von dort mit den US-amerikanischen Soldaten, die in den beiden Weltkriegen kämpften, zurück nach Europa und damit auch nach Deutschland. Hier traf er auf viele große und kleine Fans, die heute das Gruselspektakel begeistert zelebrieren.