Halloween-Traditionen: Von Kürbis-Laternen bis Monster-Partys

Etablierte Bräuche rund um Halloween

Halloween hat mittlerweile auch in Deutschland die Herzen vieler Fans erobert und sich damit einen festen Platz im Kalender gesichert. Viele Menschen fiebern dem Gruselspektakel entgegen, dass nach den vielen Volksfesten im Spätsommer bzw. im Herbst und noch vor der beschaulichen Weihnachtszeit äußerst günstig für eine kleine Zerstreuung liegt. Eine wichtige Säule für die Beliebtheit von Halloween sind die Halloween-Bräuche. Gerade Kinder lieben es, sich zu verkleiden, um die Häuser zu ziehen und nach Süßigkeiten zu betteln bzw. aus einem Kürbis schaurige Fratzen zu schnitzen.

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Kinder können das Halloween-Fest vor Ungeduld kaum erwarten. Für sie ist das Schnitzen der traditionellen Kürbis-Laternen, das Verkleiden und das Um-Die-Häuser-Ziehen ein einziger großer Spaß. Ein weiteres Argument, um das Fest zu lieben: Sie müssen am Halloween-Abend nicht bereits mit den Sandmann ins Bett, sondern dürfen länger aufbleiben.

 

Halloween ohne Kürbisse ist denkbar aber sinnlos

Frei nach Loriot muss man feststellen, dass Halloween ohne Kürbisse durchaus möglich ist, es wäre aber vollkommen sinnlos. Die bekannteste Halloween-Tradition ist nunmal das Schnitzen der Kürbis-Laternen, die als „Jack O’Lantern“ bekannt sind. Die vor die Haustür gestellten Kürbis-Fratzen sollen Teufel und Dämonen so erschrecken, dass sie die Flucht ergreifen. Damit die Abschreckung böser Geister gelingen kann, werden die Kürbisschnitzer extrem kreativ.

In Irland, dem Ursprungsland von Halloween, war der Kürbis zunächst eine Rübe, denn Kürbisse wuchsen damals nicht in Irland. Sie stammen vom amerikanischen Kontinent und wurden erst im Zuge der Entdeckungen der spanischen Eroberer nach Europa gebracht. Rüben haben oftmals Ausstülpungen und Knubbel. Die Menschen nutzten diese gleich geschickt, um sie in die Gestaltung der gruseligen Rübenfratze zu aufzunehmen.

Als die irischen Einwanderer in den USA ihre Halloween-Traditionen pflegten, standen ihnen keine Rüben mehr zur Verfügung. So mussten sie ausweichen und fanden in den auf dem amerikanischen Kontinent wachsenden Kürbissen einen wunderbaren Ersatz. Die orangefarbenen Kürbisse bestimmten schnell die vorherrschende Farben von Halloween: orange und schwarz.

 

 

 

Halloween-Partys mit durchgestylter Gruseldeko sind der Renner

Neben den Kürbissen dekorieren die Amerikaner außerdem gern ihre Häuser mit gruseligen Motiven. Es herrscht da oftmals in der Nachbarschaft ein regelrechter Wettbewerb um die aufwändigste und unheimlichste Deko. So finden sich an den Häuserwänden, Türen und in den Fenstern Spinnennetze, Hexen und Skelette. Vor Halloween steigt außerdem spürbar der Absatz bei Theaterblut, grünem Schleim, Schminkutensilien und Perücken. All dies wird gehortet, um das perfekte Outfit für die große Halloween-Party zu entwerfen.

In den USA geht es bei den Halloweenbräuchen noch immer sehr viel schauriger zu als in Europa. Hier erinnert vieles an Karneval im Herbst und genau deswegen fiebern Kindern dem Fest bereits Wochen vorher entgegen, denn die Verkleidung ist ebenfalls eine feste Halloween-Tradition. Als Hexe, Zauberer, Kürbisse, Gespenster oder Skelette verkleidet, ziehen die Kinder in der Nachbarschaft von Tür zu Tür. Mit dem energischen Spruch „Trick or Treat“ (zu deutsch: Süßes oder Saures) fordern Sie Bonbons und Schokolade ein. Es ist auch möglich, sich mit einem kleinen Geldbetrag freizukaufen. Wer der Aufforderung jedoch nicht nachkommt, dem wird ein kleiner Streich gespielt. Oftmals findet er dann am nächsten Tag mit Seife beschmierte Fenster oder ein in Klopapier eingewickeltes Auto vor.

Jedoch beobachtet die Polizei mit Argus-Augen das Streichespielen an Halloween. Sollten die Streiche aus dem Ruder laufen, wird energisch durchgegriffen und notfalls auch im Hinblick auf den Tatvorwurf der Sachbeschädigung ermittelt.

Die Amerikaner lieben ihr Halloween-Fest. Am Abend des 31. Oktobers ist es von New York an der Ostküste bis nach Los Angeles an der Westküste und von Anchorage in Alaska bis nach Miami in Florida üblich, dass sich die Nachbarschaft zur Halloween-Party trifft und ein schauriges Gelage feiert. Auch in Schulen gibt es entsprechende Halloween-Events. Hier werden meisten Kostümbälle und Wettbewerbe im Kürbisschnitzen veranstaltet.