Gemüsegarten für Kinder

Wenn Kinder plötzlich von Gemüse gar nicht genug bekommen können

Ein kleiner Gärtner steckt in jedem Kind. Bekommen Kinder die Gelegenheit, im Garten mithelfen zu dürfen, sind sie mit Feuereifer dabei. Während sie spielerisch an die Gartenarbeit herangeführt werden, können die kleinen Entdecker viel fürs Leben lernen.

In jedem Familiengarten sollte es mindestens ein Kinderbeet geben. Dort dürfen die Kinder bestimmen, was angebaut wird. Und selbst wenn das Gemüse auf dem Esstisch sonst nicht sonderlich hoch im Kurs steht, selbstgezogenes Gemüse ist etwas völlig anderes. Das schreit förmlich nach Verkostung. Daher macht es Sinn, die Kinder auch im Gemüsegarten mitreden zu lassen und so eher einen Gemüsegarten für Kinder als einen Gemüsegarten für die Erwachsenen anzulegen.

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Salat und Radieschen – Sie sind ein unschlagbares Duo im Gemüsegarten für Kinder. Im Kinderbeet sollte auch ein Platz für weiteres, unkompliziertes Gemüse wie Kürbis, Wildtomaten oder Möhren reserviert werden. Sie laden die Kids zum Probieren und Naschen ein. Selbst vehemente „Iiihh-Gemüse-ess-ich-nicht“-Verfechter werden der Versuchung nicht widerstehen können und ganz sicher schnell auf den Geschmack kommen.

 

Welche Gemüsesorten gehören in den Gemüsegarten für Kinder

Salat gibt es heute in vielen verschiedenen Varianten: Eichblattsalat, Rucola, Kopfsalat, Eisbergsalat, Feldsalat, Römersalat, … und jede Salatsorte schmeckt anders. Da Salat relativ leicht zu ziehen ist und eigentlich nur vor den Schnecken verteidigt werden muss, gehört er definitiv in den Gemüsegarten für Kinder.

Radieschen, Kohlrabi, Zuckererbsen, Tomaten und Paprika laden gerne zum Naschen ein. Einfach frisch geerntet, gut abgewaschen und direkt in den Mund. Schnurps – so schmeckt Kindern selbstgezogenes Gartengemüse am besten! So kann auch der Gemüsegarten zum Naschgarten für Kinder werden.

Für „Kleingärtner“ ideal geeignet sind Wildtomaten, Strauchtomaten oder Buschtomaten, denn sie dürfen wachsen wie sie wollen und müssen nicht ausgegeizt werden wie die Stabtomaten. Der Handel bietet hier eine reichhaltige Auswahl. Die Früchte werden zwar nicht ganz so groß wie zum Beispiel bei der Ochsenherztomate. Sie sind aber sehr aromatisch. Viele Sorten schmecken fast fruchtig-süß und munden daher kleinen Schleckermäulchen besonders.

 

Möhren, Karotten, Gelbe Rüben – viele Namen für einen Klassiker im Gemüsegarten für Kinder

Auch Möhren dürfen im Gemüsegarten für Kinder nicht fehlen. Es gibt sie heute nicht nur im klassischen Orange, sondern auch in Gelb bis hin zu Dunkelviolett. Möhren sind der wohl bekannteste Vertreter des Wurzelgemüses. Etwas in Vergessenheit geraten ist die Petersilienwurzel und die Pastinake. Auch hier lohnt sich ein Anbau- und Probierversuch.

Die Erdäpfel, wie die Kartoffeln auch genannt werden, versprechen schnelle Ernteerfolge, da sie äußerst unkompliziert sind und notfalls auch mit der Methode „Kartoffeln im Sack“ kultiviert werden können. Kartoffeln sorgen ebenso für Abwechslung auf dem Tisch. Denn auch Kartoffeln gibt es in ganz unterschiedlichen Sorten. Nicht nur festkochend oder mehligkochend sind zwei Kategorien zur Unterscheidung. Sie können auch mit ganz unterschiedlichen Farben beeindrucken. So hat beispielsweise die Kartoffelsorte „Laura“ eine rote Schale, aber gelbes Fleisch. Die „Vitellotte“ dagegen hat nicht nur eine dunkellila Schale, sondern auch blau-weiß marmoriertes Fleisch. Wer unterschiedliche Kartoffelsorten anbaut, darf sich über besonders farbenfrohen Kartoffelsalat freuen.

 

Ein Gemüsegarten für Kinder ist ohne Kürbis undenkbar

Beim Gärtnern mit Kindern geht es auch darum, das Selbstvertrauen der Kleinen zu stärken und sie langsam an verantwortungsbewusstes Handeln heranzuführen. Einen besseren Lehrmeister als eine Kürbispflanze gibt es eigentlich nicht. Nur wenn sie regelmäßig gegossen und mit ausreichend Dünger, zum Beispiel in Form von Kompost, versorgt wird, kann abhängig von der Sorte ein großer Kürbis heranwachsen. Bei der Ernte platzt der „Kleingärtner“ fast vor Stolz, wenn der „Oschi“ mit der Kinderschubkarre abtransportiert werden muss.

Während den kleinen Hokkaidokürbis fast jeder kennt, überrascht der Erdnusskürbis mit seinem runzeligen Aussehen. Er ist übrigens genauso wie der Butternut- oder der Muskatkürbis ein hervorragender Speisekürbis. Und auch die nächsten Verwandten des Kürbisses die Zucchini, der Patisson (umgangssprachlich gerne auch gerne als UFO-Kürbis bezeichnet) oder die Schlangengurke können einen Platz im Gemüsegarten für Kinder finden. Die Schlangengurke braucht allerdings für optimale Bedingungen ein Gewächshaus oder einen Folientunnel. Auch Melonen zählen zu den Kürbisgewächsen. Trotz Klimawandel gedeihen sie bei uns derzeit nur in sehr geschützten Lagen.

 

 

Exoten im Gemüsegarten für Kinder

Zu den Exoten im Gemüsegarten zählt die Süßkartoffel und der Mangold. Mangold ist mit der roten Beete verwandt und kann wie Spinat verarbeitet werden. Okay, Spinat mögen nicht alle Kinder. Jedoch kann Mangold mit seinen auffälligen, bunten Stielen punkten. Auch Zuckermais lässt sich leicht anbauen und verspricht zuverlässige Ernteergebnisse und damit Erfolgserlebnisse. Haben die Kinder erfolgreich erste Erfahrungen mit selbstgezogenem Gemüse gesammelt, so kann gemeinsam mit den Eltern die Palette nach und nach erweitert werden. Es gibt so viele tolle Gemüsesorten wie z. B. Fenchel, Staudensellerie, Auberginen, Artischocken, Porree, Brokkoli, Blumenkohl, Wirsing und und und.

 

Bitte nicht im Gemüsegarten für Kinder anbauen

Bohnen sind zweifelsohne ein leckeres Gemüse. Jedoch müssen Bohnen immer gekocht werden. Sie sind roh nämlich giftig. Daher gehören sie nicht in den Gemüsegarten für Kinder. Auch Chillis gehören nicht in Kinderhände. Beim Ernten kann Pflanzensaft und damit das scharfe Capsaicin auf Finger und Hände kommen. Wenn sich die Kinder mit diesen Stellen ins Gesicht fassen, sind die Folgen unangenehm: Brennen, Juckreiz und Hautrötungen.

 

Doch abgesehen von diesen beiden Ausnahmen, gibt es ganz viel leckeres Gemüse zum Anbauen im Gemüsegarten für Kinder. Die Auswahl lädt förmlich zum Experimentieren ein. Und aus kleinen Gemüsemuffeln werden ganz schnell Gemüseliebhaber.