Ein Gemüsegarten für Anfänger

Eigenes Gemüse ziehen ist nicht schwer

Wie bei den meisten Sachen im Leben beginnt auch ein Gemüsegarten mit der Planung. Gerade als Anfänger sollten Sie sich gründlich informieren und einen Anbauplan erstellen, damit Ihnen eine kontinuierliche Gemüseernte garantiert ist.

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Frisches, selbstgezogenes Gemüse ist der Stolz eines jeden Gärtners. Auch Anfänger können im Gemüsegarten schnelle Erfolge vorweisen: Tomaten, Karotten, Radieschen, Bohnen oder Kürbis ernten auch Neulinge problemlos, wenn sie ein paar Tipps und Tricks berücksichtigen.

 

In diesem Plan für Ihren Gemüsegarten erfolgt die Festlegung der Frucht- und Kulturfolge. Sie notieren hierbei genau, was wann und wo gepflanzt wird. So sind Sie auch als Anfänger auf der sicheren Seite und legen den Grundstein für Ihren optimalen Gemüsegarten und eine reichhaltige Gemüseernte. Durch die sorgfältige Planung und den regelmäßigen Wechsel der Gemüsesorten in Ihren Beeten verhindern Sie Bodenmüdigkeit, verlängern die Erntespanne und bekommen viel Gemüse, bei dem Sie ganz genau wissen, wo es herkommt. Hochwertiger und nachhaltiger geht es praktisch nicht.

Je nach Gemüsesorte sieht der Nährstoffbedarf anders aus. Kürbis und Tomaten sind beispielsweise sogenannte Starkzehrer. Sie brauchen viele Nährstoffe. Bohnen hingegen reichern den Boden mit Stickstoff an und schaffen so bessere Bedingungen für andere Gemüsesorten. Möchten Sie als Anfänger einen Gemüsegarten anlegen, sollten Sie sich vor dem Aussäen und Pflanzen umfangreich informieren, damit Sie genau wissen, wie Sie Ihre Beete für die gewählten Gemüsepflanzen vorbereiten müssen.

 

Mit hochwertigen Gemüsesamen können auch Anfänger im Gemüsegarten schnelle Erfolgserlebnisse haben

Noch nie war Gärtnern so einfach! Selbst Anfänger können heutzutage schnell Erfolgserlebnisse verzeichnen und so viel Freude am eigenen Gemüsegarten haben. Durch moderne Anbaumethoden und der verbesserten Krankheitsresistenz und Wuchsfreudigkeit vieler Gemüsesorten ist der Einstieg ins „Garteln“ viel einfacher geworden.

Wenn Sie Gemüsesamen kaufen, achten Sie auf die speziellen Eigenschaften des Saatgutes. In der Regel ist auf der Packung vermerkt, ob die Pflanzen zum Beispiel schnecken- oder braunfäuleresistent sind. Für Gemüsegarten-Anfänger lohnt es sich daher, verschiedene Samenpackungen einer Gemüsesorte miteinander zu vergleichen. Wenn Sie Saatgut auswählen, welches Ihnen in puncto Wachstum etwas „entgegenkommt“, steigert das die Motivation und den Spaß an der Gartenarbeit.

 

Bereiten Sie die Beete Ihres Gemüsegartens richtig vor

Bevor Sie mit der Aussaat Ihrer Gemüsesamen bzw. dem Auspflanzen der Gemüsesorten beginnen können, müssen Sie zuerst Ihre Beete vorbereiten. Entfernen Sie alte Pflanzen und Unkraut. Graben Sie bei schweren Böden anschließend sorgfältig um, das lockert die Erde. Bei leichten und durchlässigen Böden reicht auch das Aufgrubbern. Danach sollten Sie das Beet glatt harken und die Reihen für die einzelnen Gemüsesorten ziehen. Achten Sie hier auf die korrekten Abstände, denn die Pflanzen werden größer und brauchen entsprechend Platz. Samen für Karotten oder Radieschen können in der Regel direkt an Ort und Stelle ins Freiland gesät werden.

Salat, Kohl oder anderes Gemüse wird normalerweise als kleine Pflänzchen im Gartenfachgeschäft gekauft oder selbst aus Samen vorgezogen. Sehr viel seltener erfolgt hier die Direktsaat. Vor allem Tomaten sind ein tolles Gemüse für Anfänger, denn auch unerfahrene Neugärtner können Tomatenpflanzen problemlos vorziehen und so alle Stufen von der Aussaat übers Pikieren bis hin zum Kultivieren auf der Fensterbank durchlaufen. Die Aussaat kann bereits Ende Februar/Anfang März starten. Die jungen Tomatenpflanzen dürfen jedoch erst nach den letzten Nachtfrösten und damit den Eisheiligen im Garten ausgepflanzt werden.  Das geplante Tomatenbeet können Sie vorher jedoch mit einer schnell wachsenden Vorkultur bestücken.

Bedenken Sie bei der Planung und Aussaat auch, dass manche Gemüsesorten von der Nähe zu einer anderen Sorte profitieren. So verwirren zum Beispiel die Duftstoffe der Möhre die Zwiebelfliege. Die Zwiebel wiederum hält die Möhrenfliege auf Distanz. Deswegen sind Möhre und Zwiebel im Beet sehr gute Nachbarn. Andererseits können einige Pflanzenkombinationen einander auch schaden. Solche guten und schlechten Nachbarschaften in der Mischkultur müssen Sie beim Planen und Anlegen des Gemüsegartens berücksichtigen.

 

So düngen Sie Ihren Gemüsegarten richtig

Je nach gewählten Gemüsesorten und deren Nährstoffbedarf muss der Boden entsprechend vorbereitet werden. Die Vorbereitung umfasst auch die Düngung. Die beste Art, Ihren Gemüsegarten zu düngen, besteht in der Verwendung von eigenem Kompost. Mit Rasenschnitt oder Laub können Sie Ihre Beete außerdem mulchen und weiter mit Nährstoffen anreichern. Dieser einhundert Prozent biologische Dünger ist noch dazu kostenlos.

Beherzigen Sie als Anfänger in Ihrem Gemüsegarten diese wenigen Ratschläge, steht einer üppigen und vor allem köstlichen Gemüseernte nichts mehr im Weg.