Gärtnern mit Kindern im Herbst

Was es im September, Oktober und November für den Garten zu tun gibt

Der Herbst ist das große Finale im Gartenjahr. Die Bäume und Sträucher verfärben sich bunt und es kann noch einmal geerntet werden, was das Zeug hält. Dennoch befällt die meisten Gärtner auch etwas Wehmut, weil wieder ein Gartenjahr zu Ende geht. Es heißt bis zum nächsten Frühjahr Abschied von der geliebten Gartenarbeit und der Gartengemeinschaft zu nehmen.

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Im Herbst ist Erntezeit für Äpfel, Birnen, Nüsse und Kürbisse. Doch auch so gibt es in der Natur viel zu unternehmen und zu entdecken. Zwischen all der Gartenarbeit im Herbst solltest Du Dir die Zeit nehmen, um Kastanien zu sammeln, Pilze zu suchen und Kürbisgeister zu schnitzen. Da kannst Du Deiner Fantasie freien Lauf lassen. Na, wer hat das gruseligste Kürbisgesicht? Gärtnern mit Kindern im Herbst ist immer wieder spannend, kreativ und vor allem lehrreich.

 

Bevor man sich jedoch die „Finger abfriert“, gilt es, noch einmal alle Kräfte zu mobilisieren, um den Garten winterfest zu machen und die Ernte „in trockene Tücher“ zu bekommen. Eichhörnchen, Hamster und Co komplettieren jetzt ihre letzten Wintervorräte und genauso machen das auch die Kleingärtner: Ein Fließ schützt den Salat, die Kartoffeln werden eingekellert und es duftet lecker nach eingekochtem Apfelkompott. Die Redaktion von familien-gesundheit.de hat ein paar Tipps für Dich zusammengestellt, was Du im Herbst im Garten nicht verpassen darfst.

In diesem Artikel zu „Gärtnern mit Kindern im Herbst“ findest Du folgende Themen:

Wir wünschen viel Spaß beim Ausprobieren & Gärtnern mit Kindern im September, Oktober und November – kurzum im Herbst!

 

 

Altweibersommer & Nebelgeister – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Beim Altweibersommer handelt es sich um die letzten warmen Tage im Herbst von Ende September bis Mitte Oktober. Die Luft ist klar – das gibt eine prima Fernsicht. Das Laub der Bäume verfärbt sich als sichtbares Zeichen, dass sich das Jahr zu Ende neigt. Überall sieht man nun die Spinnenweben. Sie stammen von jungen Baldachinspinnen, die sich via „Windexpress“ fortbewegen. Da die Spinnenweben an die langen, weißen Haare älterer Frauen erinnern, hat dieses Wetterphänomen den Namen „Altweibersommer“ bekommen. Typisch für den Altweibersommer sind auch die Nebelbänke am frühen Morgen, die sich im Laufe des Tages auflösen. Doch Bäume und Landmarken zeichnen sich morgens lediglich als Nebelgeister ab.

Die Herbstluft ist nämlich noch warm genug, um viel Wasserdampf aufzunehmen. Nachts jedoch kühlt die Luft schon merklich ab. Das Wasser kondensiert. Übrigens ist der Monat November statistisch gesehen der nebelreichste Monat. Im Dezember sind zwar die Nächte am längsten, jedoch ist die Luft dann schon zu weit ausgekühlt, um noch viel Wasserdampf aufzunehmen. Dann kann sich Nebel nicht mehr so leicht bilden.

Während des Altweibersommers kann es bereits die ersten Nachtfröste geben, dann liegt morgens Raureif auf den Wiesen und Feldern. Das gibt ganz filigrane Eiskristalle auf Blättern, Gräsern und Blüten. Vielleicht leiht Dir Papa die Digitalkamera, sodass Du ganz nah heranzoomen und die Strukturen aufs Bild bannen und damit festhalten kannst.

 

Erntezeit & Winterbevorratung – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Die Natur leuchtet jetzt noch einmal in den allerbuntesten Farben. Der Gärtner jedoch kann meist nur kurz innehalten, denn er ist mit der Ernte und dem Einlagern beschäftigt. Spätestens jetzt müssen die Kartoffeln aus der Erde. Äpfel, Birnen und Pflaumen werden reif. Das Gemüse wie Weißkohl, Wirsing oder Porree kann geerntet werden. Früher musste die Ernte gelagert werden, heute gibt es zum Glück den Gefrierschrank. Oma und Opa haben teilweise noch sogenannte Erdmieten ausgehoben, um das Gemüse einerseits vor dem Frost zu schützen, andererseits aber auch um es frisch zu halten. Obst wurde zu Konfitüre verarbeitet oder eingekocht. Das Gemüse hat man auch gerne eingelegt. So ist Sauerkraut letztlich nur durch Milchsäuregärung haltbar gemachter Weißkohl – und voll gesund!

War die Ernte eingebracht, feierten die Bauern früher Erntedank. Man bedankte sich einerseits bei der Natur für die Gaben, die den Hof, die Familie und das Vieh hoffentlich gut über den Winter brachten und gleichzeitig galt der Dank auch den vielen Helfern, die die Ernte vom Feld, der Wiese und dem Garten holten und beim Vorbereiten der Lagerung halfen. Da wurde jede Hand gebraucht.

Dieser Brauch hat sich bis heute in vielen christlichen Gemeinden erhalten. Das Erntedankfest wird traditionsgemäß am ersten Sonntag nach Michaelis (am 29. September) gefeiert. Dann schmückt die Gemeinde den Altar mit Kräutern, Obst und Gemüse und bindet die Erntekrone. In vielen Gemeinden ist es üblich, nach dem Erntedankfest-Gottesdienst die Gaben an Bedürftige zu spenden oder man kocht gemeinsam daraus eine leckere Suppe.

 

Lavendel-Duftsäckchen für den Kleiderschrank – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Du kannst die letzten warmen Sonnenstrahlen nutzen und den Sommer konservieren – mit Lavendelduftsäckchen. Sie duften nicht nur wunderbar nach „Sommerluft“. Im Kleiderschrank vertreiben sie auch die Motten, denn die mögen den Lavendelgeruch gar nicht. Alles, was Du benötigst, ist ein dünner Stoff (z. B. Organza). Den gibt es im Bastelladen für kleines Geld. Oder frag Oma nach einem guten, altmodischen Taschentuch. Der Stoff sollte ungefähr eine quadratische Form haben. Du brauchst außerdem noch eine schöne Schleife zum Verschließen des Päckchens. Nun gehst Du in den Garten und schneidest die letzten Lavendelblüten ab. Der Lavendel muss schließlich im Herbst eh noch einmal zurückgeschnitten werden. Die Blüten brauchen auch gar nicht mehr so besonders hübsch auszusehen. Die lila-grau-blauen Blüten streifst Du von der Rispe, häufst einen kleinen Berg in Deinem Tuch auf, hebst alle vier Ecken hoch und verschließt alles schön dicht mit einer Schleife oder einem Knoten. Fertig ist Dein Lavendel-Duftsäckchen. Unters Kopfkissen gelegt, sorgen die ätherischen Öle aus dem Lavendel übrigens auch für angenehme Träume. So kannst Du gut ein- und durchschlafen.

 

Kastanien sammeln & Kastanienmännchen basteln – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Herbstzeit ist natürlich auch Kastanienzeit. Das Sammeln der braunen Früchte macht extrem viel Spaß. Da kannst Du so einfach nicht aufhören! Wir auch nie! Kastanien, Eicheln, Nüsse, Bucheckern und Hagebutten sind ein tolles Bastelmaterial. Daraus entstehen witzige Figuren und Tiere. Doch zum „Kastanien-Männchen-Basteln“ brauchst Du längst nicht alle Waldfrüchte. Die Hagebutten lassen sich einfach trocknen. Mit heißem Wasser im Winter überbrüht, ergeben sie einen leckeren Früchtetee.

Frag doch einfach beim Förster oder Jagdpächter vor Ort nach, ob er für die übriggebliebenen Kastanien und Eicheln Verwendung hat, denn im Winter muss er Rehe und Hirsche versorgen. Sie können dann diese Kraftnahrung gut gebrauchen. Auch viele Tiergehege und Wildgehege sind auf Kastanien und Eicheln für ihre Tiere angewiesen. Mit etwas Glück gibt es sogar eine minimale Aufwandsentschädigung fürs Sammeln und damit einen kleinen Zuschuss zum Taschengeld.

 

Pilze sammeln – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Der Herbst bedeutet nicht nur Endspurt im Garten und auf den Feldern. Auch im Wald gibt es jetzt jede Menge zu finden, denn Herbstzeit ist gleichzeitig Pilzzeit. Maronen, Steinpilze, Waldchampignons oder Sandpilze – sie schmecken gebraten oder getrocknet köstlich. Die Suche ist spannend. Wer hat die besten Augen und entdeckt die meisten Pilze?! Doch Vorsicht! Es gibt auch Giftpilze, die einem essbaren Artgenossen zum Verwechseln ähnlich sind. Sammle daher nur jene Pilze, die Du ganz genau bestimmen kannst. Und sammle nicht zu viel, denn die Tiere des Waldes sind auf diese Proteinquelle angewiesen.

Wusstest Du übrigens, dass Pilze weder Pflanzen noch Tiere sind? Sie leben in einer einmaligen Symbiose mit den Bäumen, indem sie abgestorbenes Material wieder in Nährstoffe umwandeln. Vom Baum bekommen Sie als Gegenleistung einen Teil des mit Hilfe von Sonnenlicht und Chlorophyll produzierten Traubenzuckers. Das, was wir als „Pilze“ bezeichnen, sind lediglich die Fruchtkörper. Die weitaus größere Pilzmasse befindet sich als feines Geflecht, das sogenannte Pilzmyzel, unsichtbar unter der Erde.

 

Halloween: Kürbisgeister schnitzen – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Ernten, Kastanienmännchen basteln und Pilze suchen – was soll man im Herbst denn noch alles machen?! Du darfst auf keinen Fall verpassen, aus einem Kürbis eine Kürbislaterne zu schnitzen. Klassischerweise schmücken Kürbisköpfe zu Halloween die Hauseingänge. Eine Kürbisfratze zu schnitzen, ist gar nicht so schwer. Du brauchst nur einen Kürbis – natürlich am besten selbstgezogen im Garten –, ein Messer und einen Löffel. Zunächst musst Du vom Kürbis oben den Deckel abschneiden und den Kürbis aushöhlen. Das geht gut mit einem Löffel. Lass Dir da am besten von einem Erwachsenen helfen. Das meiste vom Kürbisfleisch samt Kürbiskernen muss raus. Aus dem Kürbisfleisch kannst Du eine leckere Kürbissuppe kochen. Die Kürbiskerne lassen sich prima trocknen. Kurz angeröstet sind sie ein köstlicher Snack für Dich. Vorsichtig auf eine dünne Schnur aufgefädeln, sind sie im Winter aber auch ein tolles Vogelfutter. Die „Kürbiskernschnüre“ sehen außerdem dekorativ aus und verzieren als Ketten Bäume und Sträucher.

Doch weiter im Programm „Kürbisfratze schnitzen“! Nun zeichnest Du Dir das Gesicht außen auf den Kürbis vor und schneidest dann vorsichtig das gewünschte Muster heraus. Der gut sortierte Fachhandel bietet entsprechende „Kürbis-Schnitz-Sets“. Sie beinhalten einerseits tolle Motive zum schnellen Übertrag auf den Kürbis, anderseits auch spezielle Kürbisschnitzwerkzeuge. Neben dem obligatorischen Messer ist oftmals eine Kürbissäge sowie ein Kürbisbohrer dabei. Wenn Deine Kürbisfratze fertig ist, muss nur noch die Kerze rein und dann kann sie am Abend die bösen Geister vertreiben!

 

Schlehengelee selber machen – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Schlehen sind ein äußerst leckeres und gesundes Wildobst, das spät im Jahr reift und das die Vögel als Futterquelle zu schätzen wissen. Für den Menschen jedoch werden die kirschgroßen, dunkelblauen Früchte erst nach dem Frost genießbar. Die Kälte zersetzt die Gerbstoffe in den Schlehen. Sie sind dann nicht mehr herb und sauer, sondern werden süßer und geben ihr volles Aroma preis.

Aus dem Saft der Schlehen lässt sich ein tolles Schlehengelee kochen. Dazu rund 1,5 Kilogramm Schlehen sammeln, die Früchte mehrfach mit einer Nadel oder einem Zahnstocher anpieksen und mit ca. 1,5 Liter kochendem Wasser überbrühen. In diesem Wasser musst Du vorher jedoch ein Kilogramm Zucker auflösen. Jetzt lässt Du den Sud ziehen und abkühlen. Nach ca. 4 bis 6 Stunden gießt Du die Schlehen ab und fängst den Schlehensaft auf. Den Saft erneut aufkochen, wieder heiß über die Früchte gießen und über Nacht ziehen lassen. Die Prozedur musst Du gegebenenfalls am nächsten Tag noch einmal wiederholen. Du kannst aber zwischendurch auch schon einmal probieren, wie’s schmeckt. Nach drei bis vier Runden gießt Du die Schlehen ab, fängst den Saft auf und misst ihn ab. Je nach Menge der Flüssigkeit muss jetzt Geliermittel (z. B. Aga-Aga oder Gelfix) hinzugefügt werden. Lass Dir hierbei von einem Erwachsenen helfen. Das Gelee muss anschließend drei Minuten sprudelnd kochen. Es wird nach der sogenannten Gelierprobe in sterilisierte Gläser abgefüllt und gut verschlossen. Zum Frühstück aufs Brötchen … hmhhm einfach himmlisch!

 

Laternenbasteln aus Milchkartons – Gärtnern mit Kindern im Herbst

Ab Mitte November geht die Bastelzeit los. Da es jetzt schon sehr früh dunkel wird, stehen vor allem Lichtquellen in Form von Windlichtern, Laternen und Lampions hoch im Kurs. Am 6. Dezember ist der Martinsumzug. Doch für die schönste, bunteste und leuchtendste Laterne kann man nicht auf den letzten Drücker anfangen. Außerdem musst Du Dich rechtzeitig um das Bastelmaterial kümmern.

Du brauchst für Deine Laterne einen leeren Milchkarton oder einen Saft-Tetrapak – am besten einen mit einer quadratischen Grundfläche. Außerdem benötigst Du Buntpapier, Transparentpapier, Filzstifte oder Wasserfarben. Jetzt musst Du Dir überlegen, was es werden soll. Du kannst eine Tierlaterne basteln oder beispielsweise ein buntes Haus.

Zunächst schneidest Du oben den Milchkarton ab, sodass Du später eine Kerze am Kartonboden oder eine Lampe befestigen kannst. Jetzt wischst Du den Karton innen vorsichtig mit einem feuchten Tuch aus und mit Küchenrolle trocken. An zwei der gegenüberliegenden Seiten bohrst Du jeweils ein Loch für die Aufhängung. Du kannst hierfür Draht oder Schnur nehmen. Im Idealfall verstärkst Du das Ganze mit einer Öse, damit nichts ausreißen kann. Im nächsten Schritt musst Du den Karton außen mit Papier bekleben – entweder Du nimmst einfarbiges Papier, das Du anschließend bemalst oder Du nimmst gleich farbiges Papier.

Für das Haus schneidest Du die Fenster- und Türenflächen aus dem Karton und hinterlegst sie mit Transparentpapier. Jetzt kannst Du weitere Details wie Rahmen, Steine, Blumen oder Ziegel aufmalen. Bei einem Tier beklebst Du den Karton in der entsprechenden Farbe – z. B. Rot bei einem Fuchs oder Grau bei einem Dachs. Nun schneidest Du wiederum einen Bauch aus dem Karton und hinterlegt ihn ebenfalls mit farbig passendem Transparentpapier (z. B. weiß oder beige). Zum Abschluss befestigst Du oben noch den Kopf am Karton samt Augen. Fertig ist Deine Martinslaterne und niemand wird erraten, dass Du einen ausgedienten Milchkarton zu neuem Leben erweckt hast.

 

Gartenkalender für das Gärtnern mit Kindern im Herbst

Gärtnern mit Kindern im September

Ende August/Anfang September solltest Du regelmäßig den Holunder kontrollieren, ob die Holunderbeeren schon reif sind. Einen Holunderbusch hatte früher beinahe jeder Hof und Garten, denn sowohl Blüten als auch Früchte wurden wegen ihrer Heilkraft geschätzt. Außerdem sagt der Aberglauben dem Holunder magische Kräfte nach. Er sollte böse Geister, Unglück und Krankheiten fernhalten. Frau Holle, die gute Frau aus dem gleichnamigen Märchen, hat ihren Namen vom Hollerbusch, wie der Holunder in vielen Regionen genannt wird. Aus den reifen Holunderbeeren kannst Du prima einen leckeren Holundersaft bzw. „Fliederbeerensaft“ kochen. Er hilft im Winter bei Erkältungen, denn er wirkt fiebersenkend. Um die Beeren ernten zu können, musst Du jedoch schneller sein als die Vögel. So stärken sich z. B. auch Stare gerne vor ihrem Abflug in den Süden an den süßen Früchten. Beim Ernten solltest Du alte Kleidung tragen. Die Früchte färben sehr stark. Die Flecken sind selbst für das beste Waschmittel eine große Herausforderung.

Im September beginnt die Pflanzzeit für die Blumenzwiebeln der Frühblüher. Damit es im Frühling bunt blüht, müssen Narzissen, Krokusse und Tulpen jetzt in die Erde. Wenn Du es ganz besonders natürlich magst, dann nimm die Blumenzwiebeln aus der Verpackung und wirf sie vorsichtig aufs Beet. Dort wo die Zwiebel landen, pflanzt Du sie ein. Natürlich kannst Du auch einzelne „Farbinseln“ im Rasen erschaffen. Dann nimmst Du die Grassoden heraus, lockerst die Erde auf und mischst ein wenig Sand und Kompost unter, nun die Blumenzwiebeln als spätere „Farbkleckse“ ganz nach Wunsch setzen und zurücklehnen.

Du kannst jetzt auch schon die Balkonkästen mit Tulpen und Co fürs Frühjahr vorbereiten. Hier füllst Du in den Balkonkasten zunächst eine Schicht mit Sand und Kies, da die Zwiebeln in der Regel keine Staunässe lieben und so das Wasser gut ablaufen kann. Nun füllst Du eine dünne Schicht Erde auf. Die Zwiebeln, die zuletzt blühen, kommen ganz nach unten. Darüber eine Schicht Erde. Dann wieder eine Schicht Zwiebeln – diesmal die mittelspäten Sorten. Wieder Erde auffüllen und zum Schluss die ganz frühen Frühblüher wie z. B. Krokusse und Schneeglöckchen setzen. Durch dieses „Blumenzwiebel-Hochhaus“ hast Du ganz lange eine bunte Blütenfülle auf wenig Raum. Die Balkonkästen stellst Du im Garten so hin, dass sie weder totale Sonne noch den totalen Schatten haben. Wenn Niederschläge fallen, sollten sie nass werden, sodass sie nicht komplett austrocknen.

Vor dem ersten Frost musst Du Deine Zimmerpflanzen ins Haus holen – also immer schön abends den Wetterbericht verfolgen. Sobald die Pflanzen wieder drin sind, solltest Du mit dem Düngen aufhören und die Wassermenge reduzieren. Über den Winter haben auch viele Zimmerpflanzen eine Ruhephase.

 

Gärtnern mit Kindern im Oktober

Spätestens im Oktober beginnt im Garten das große Aufräumen. Jetzt werden die Beete abgeräumt und umgegraben. Die nicht winterharten Pflanzen kommen ins Haus. Die bunten Dahlien und Wunderblumen (Mirabilis jalapa) musst Du jetzt ausgraben und die Knollen frostsicher überwintern. Hänge Dir an die Knollen kleine Schildchen, die Du entsprechend beschriftest – beispielsweise um was für eine Dahlie es sich handelt: ob es eine Kaktusdahlie oder eine Bonbondahlie ist, wie groß sie ungefähr wird und welche Blütenfarbe sie hat. Das macht es Dir im Frühjahr leichter, ein buntes Dahlienbeet zusammenzustellen. Du kannst so die hohen Dahlien nach hinten pflanzen und die kleineren nach vorne. Du kannst sie farbig gruppieren oder bewusst ganz wild durcheinander setzen.

Im Oktober ist außerdem Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen sowie Bäume und Sträucher. Sie wachsen noch vor dem Winter an und mit etwas Glück blühen sie bereits im nächsten Jahr. Auch neue Pfingstrosen (Päonien) müssen jetzt in die Erde. Du kannst nun Rabatten und Staudenbeete problemlos neu anlegen. Dazu am besten zunächst alle bisherigen Pflanzen herrausnehmen und kontrollieren. Die Wurzeln von Unkräutern müssen gründlich entfernt werden. Zu groß gewordene Stauden kannst Du zerteilen. Das wirkt wie eine Verjüngungskur. Also bitte keine falschen Hemmungen. Auch ein beherzter Rückschnitt tut den meisten Pflanzen gut. Zum Schluss wird alles wieder wie gewünscht eingepflanzt.

Altes, krankes Laub sowie Stiele von Kartoffeln und Tomaten können jetzt verbrannt werden – sofern dies in Deinem Bundesland und in Deiner Gemeinde erlaubt ist. So werden Krankheitserreger „ausgeräuchert“. Ist das nicht möglich, solltest Du sie als „Gartenabfall“ über den Wertstoffhof entsorgen. Gesundes Laub bitte nicht verbrennen oder wegbringen. Es ist prima komposttierbar und ergibt eine gute Gartenerde. Das Laub sollte im Herbst jedoch zunächst auf einen Haufen zusammengerechnet werden. In diesem Laubhaufen lässt es sich wunderbar herumtollen. Im Winter bietet der Haufen ein Versteck für allerlei Nützlinge – Käfer, Würmer und natürlich der Igel freuen sich darüber. Dem Igel kannst Du jetzt aus ein paar alten Ziegelsteinen, etwas Stroh oder Heu, einem großen Plastikeimer sowie Laub ein gemütliches Igelhaus für den Winterschlaf bauen.

Außerdem nicht vergessen: Am 31. Dezember ist Halloween und Reformationstag am gleichen Tag. Dann heißt es wieder „Süßes oder Saures“ und die geschnitzten Kürbisköpfe stehen vor der Tür.

 

Gärtnern mit Kindern im November

Im November ist es meistens schon sehr kalt und ungemütlich. Hier werden draußen nur noch Restarbeiten erledigt. Du kannst jetzt die Nistkästen für die Vögel säubern. Sie sind dann bereits fürs Frühjahr bezugsfertig gemacht. Und auch das Vogelhäuschen kann ruhig jetzt schon aufgestellt werden. Viele Vögel sind auf Samenstände angewiesen. Doch die gibt es an Feldrainen immer seltener, sodass die Vogelfütterung früher beginnen musst. Wenn Du etwas für Stieglitz, Grünfink und Co tun willst: Probiere nächstes Jahr doch einmal eine Blumenmischung wie „Gartenstars“ aus. Hier wurden speziell für Vögel all jene Blumen und Wildkräuter zusammengestellt, die nicht nur toll blühen, sondern deren Fruchtstände auch Vögeln im Winter Nahrung bieten. Solche Pflanzen wie z. B. Sonnenblumen oder Sonnenhut solltest Du im Herbst im Garten auch nicht abschneiden, sondern sie für die Vögel stehen lassen. Erst im Frühjahr kannst Du diese übriggebliebenen Stängel kompostieren.

Die Gartengeräte brauchst Du dieses Jahr nicht mehr. Sie benötigen nun ein wenig Pflege. Reinige Sie zunächst vom Dreck und öle sie ein. Das schützt vor Rost und sie werden im nächsten Jahr wieder zuverlässig ihren Dienst tun.

 

Der Herbst dient der Winterbevorratung. Jetzt gibt es noch einmal Obst und Gemüse in Hülle und Fülle. Denke auch an die Tiere im Garten, die den Winter überstehen müssen – egal ob Vögelchen, Eichhörnchen oder Igel. Gärtnern im Herbst macht jedem Spaß. Trotz der bevorstehenden Winterpause legt man sich gerne ins Zeug, damit im Frühjahr bei den ersten Sonnenstrahlen im Garten gleich durchgestartet werden kann. Gärtnern im Herbst macht garantiert allen großen und kleinen Kindern Spaß und garantiert spannende Naturerlebnisse!