Feengarten

Kreativ entspannen und gleichzeitig ein fantastisches Zuhause für Tinkerbell & Co erschaffen

Der Trend kommt aus den USA. Er kombiniert auf wundervolle Art und Weise den Spaß am Gärtnern mit der Lust am Selbermachen sowie dem Trend zum Upcycling: Mit den sogenannten Feengärten entstehen innerhalb kurzer Zeit individuelle und zauberhafte Minigärten, die nicht viel Geld kosten. Und das Schöne daran: Es ist ganz einfach, seinen eigenen Feengarten selbst zu gestalten. Vor allem Kinder werden daran ihren Spaß haben und auf die tollsten Ideen kommen, wie man die kleinen geflügelten Wesen zum Verweilen einlädt. Denn wenn eine kleine Fee über Haus und Garten wacht, kann ja nichts mehr schief gehen und das Glück muss der Familie einfach hold sein.

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Ein Feengarten ist quasi ein Elfengarten en minatur. In den Minigärten ist alles geschrumpft und somit auf die kleinen, geflügelten, magischen Wesen abgestimmt. Wege und eine Brücke dürfen daher nicht fehlen. Das obligatorische Feenhaus ist natürlich selbst gebastelt, obwohl es diese auch im Handel zu kaufen gibt. Der aus den USA stammende Trend verbindet Entspannung und kreatives Selbermachen mit dem Upcycling – alten Dingen neues Leben einhauchen. Kinder sind von ihrem Feengarten begeistert und werden jede Menge gute Ideen einbringen.

 

Feengarten anlegen: Nichts leichter als das

Getreu dem Motto „Platz ist in der kleinsten Hütte“ nimmt der Feengarten selbst nicht viel Raum ein. Er kann seinen Platz beispielsweise in einer ausgedienten Suppenschüssel in der Wohnung, im alten Weidenkorb auf dem Balkon, im Kübel auf der Terrasse oder in der verbeulten Schubkarre im Garten finden, denn für den Miniaturgarten wird der Garten einfach geschrumpft. So gibt es im Feengarten genauso ein verwunschenes Häuschen, Wege, Stege, einen Spielplatz oder eine „Chill-Out-Area“ wie im großen Vorbild „Elfengarten“ – halt alles nur eine Nummer kleiner. Der Phantasie sind hierbei wahrlich keine Grenzen gesetzt. Für die Inspiration suchen Sie am besten bei Pinterest nach „fairy garden“ oder „fairy houses“.

 

 

Um das Projekt „Feengarten selber machen“ anzugehen, sollten Sie im ersten Schritt den richtigen Platz für den Minigarten finden: Wird es die Fensterbank oder doch der Gartentisch?
Danach begeben Sie sich im Haushalt auf die Suche nach einem passenden Rahmen. Das kann zum Beispiel

  • ein alter, kaputter Tontopf
  • das ungenutzte Bowlegefäß von Oma
  • eine selbstgetöpferte Schale
  • ein sich nicht mehr in Benutzung befindlicher Zimmerbrunnen oder
  • eine ausrangierte Schublade sein.

Egal für was Sie sich entscheiden, jedes Pflanzgefäß braucht ein Abzugsloch sowie eine gute Drainage aus Kies oder Blähton, um die Wasserversorgung zu regulieren. Erst dann kann die Pflanzerde eingefüllt werden. Diese muss letztlich auf die Pflanzenauswahl abgestimmt sein. Sie sollte jedoch einen großen Sandanteil haben und mager sein. Anzuchterde oder Kakteenerde sind eine gute Basis, die mit etwas Blumenerde gemischt werden kann.

 

Pflanzenauswahl für den Feengarten

Achten Sie darauf, dass Sie für Ihren Feengarten die richtigen Pflanzen miteinander kombinieren. Feuchtigkeit liebende Farne und Staunässe hassende Sukkulenten werden kaum miteinander auskommen. Wer keinen großen Pflegeaufwand betreiben möchte, setzt einfach auf Dickblattgewächse wie Hauswurze und Sedum. Gärtnereien und Gartencenter bieten hier eine große Anzahl an Varianten an. So lässt sich Ihr Feengarten abwechslungsreich strukturieren und sie müssen auch nicht auf verschiedene Blattfärbungen verzichten. Efeu ist ebenfalls sehr pflegeleicht und gilt als besonders romantisch. Von daher gehört ein Efeu zum Herunterwachsen einfach in jeden Feengarten. Wählen Sie hier am besten eine kleinbleibende Sorte mit panaschiertem Laub. Wer den Feen einen Naschgarten spendieren möchte, pflanzt eine kleine Walderdbeere. Die kleinen, hocharomatischen Früchte reifen den ganzen Sommer über immer wieder nach und laden zum „Boxenstopp“ ein.

Bei der Pflanzenauswahl und dem Gestalten des Feengartens müssen Sie außerdem stets auf die Größe und die Schnittverträglichkeit der Pflanzen achten. Fragen Sie notfalls beim Fachmann direkt nach. Der Handel bietet zwar oftmals „Minis“ an. Diese erreichen aber zügig ihre normale Größe und müssen daher regelmäßig zurückgeschnitten werden. Bubikopf und Drahtstrauch (Mühlenbeckia) nehmen Ihnen ein Zurückstutzen nicht übel.

Steht etwas mehr Platz zur Verfügung, ist ein Bonsai im Feengarten auf jeden Fall der Blickfang. Auch er muss regelmäßig geschnitten und entsprechend erzogen werden.

Aufs Düngen können Sie bei Ihrem Feengarten getrost verzichten, denn Dünger sorgt nur dafür, dass die Pflanzen schneller auswachsen. Wasser und viel Liebe sind hier völlig ausreichend.

 

DIY & Upcycling wird beim Feengarten groß geschrieben

Beim Gestalten des Feengartens ist Kreativität gefragt. Setzen Sie beim „Do-It-Yourself“ auf den Upcycling-Trend und hauchen Sie Kronkorken, Weinkorken oder früher beim Nähen verwendeten Fingerhüten ein neues, zweites Leben ein.

Steine oder kleine Astscheiben können beispielsweise Wege markieren. Eine Brücke darf im Feengarten auf keinen Fall fehlen, da Feen ähnlich wie Elfen Wasser lieben. Hier kann blauer Aquarienkies oder farbige Glasnuggets das Wasser simulieren. Vogelsand dagegen ergibt den perfekten Sandstrand und damit die „Uferbefestigung“. Die Brücke lässt sich selbstverständlich als Feengarten-Zubehör im Internet käuflich erwerben. Doch das geht normalerweise an der Ehre des Feengärtners vorbei. Er bastelt lieber aus Aststücken und Holzleim die Brücke selbst. Auch Ton oder Modelliermasse eignet sich für das Vorhaben bestens. Soll der Feengarten allerdings im Freien stehen, müssen Sie unter Umständen auf die Wetterfestigkeit und vor allem Frostfestigkeit des Materials achten.

Das obligatorische Feenhaus sollte verwunschen und magisch sein. Ein fertiges, kleines Vogelhaus lässt sich beispielsweise entsprechend dekorieren. Doch auch bemalte Steine sind denkbar. Ebenso kann ein alter, gut getrockneter Flaschenkürbis den Feen, Elfen und Zwergen ein „hyggeliges“ Heim bieten. Wahre Künstler erschaffen sogar aus alten PET-Flaschen traumhafte Feenschlösser, die sich mit einer LED-Lichterkette abends sogar noch beleuchten lassen.

 

Tolle Ideen für das Feengarten-Zubehör: Es muss nicht viel kosten

Bei diesen Bastelarbeiten sind Kinder gern mit Feuereifer dabei und werden die tollsten Verwendungsmöglichkeiten für alltägliche Dinge finden.

Bei einem Waldspaziergang oder einer Wanderung entlang eines Baches lässt sich viel nützliches Zubehör für den Feengarten finden.

Da werden

  • aus Eicheln samt Hut und dünnen Schaschlikstäben Miniatur-Nistkästen,
  • aus Murmeln und Draht die tollsten Feen-Lampen
  • aus Steinen und Astscheiben ein Tisch samt Hockern
  • aus Eisstielen ein Gartentor
  • aus Knöpfen und Draht ein Feenfahrrad
  • aus beschrifteten Klammern und einem entrindeten Ast ein Wegweiser
  • aus Muscheln, Heißkleber und Glitzerpulver ein Springbrunnen
  • aus Stoffresten und Schnur wird eine Wimpelkette
  • aus Walnuss-Hälften und Eichelhüten ein Kinderwagen

Ob Sie letztlich tatsächlich eine kleine Fee oder andere Figuren in Ihren Feengarten setzen, bleibt Ihnen überlassen. Aus Fimo lassen sich schließlich tolle Dinge basteln wie Fuchs, Igel oder Eulen aber auch Drachen und Einhörner. Die Modelliermaße gibt es sowohl in knalligen als auch in gedeckten Farben. Sie wird durch Brennen im Backofen formstabil.

 

Egal ob Sie einen großen Garten oder nur einen winzigen Balkon haben: Auf den Zauber des Feengartens muss wirklich niemand verzichten. Das Glück der Feen lässt sich zwar nicht von der Stange kaufen. Es lässt sich jedoch ganz einfach in jedes Zuhause holen. Das Anlegen eines Feengartens entspannt ungemein, denn auch hier gilt: Der Weg ist das Ziel!