Duschen Sie sich glücklich

Anleitung fürs Glück: Ab unter die Dusche

Was gibt es schöneres, als nach einem langen Spaziergang an kühlen Herbst- und Wintertagen unter die warme Dusche zu hüpfen? Die warmen Wasserstrahlen wärmen nämlich Körper und Seele auf. Doch nicht nur im Winter hat das Duschen Hochsaison. Längst verdrängt die Dusche in deutschen Bädern die Badewanne.

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Der Trend ist seit vielen Jahren eindeutig. Für die Körperpflege stellen sich die Deutschen lieber unter die Dusche anstatt sich ein Vollbad einzulassen. Forscher sind darüber nicht wirklich verwundert, denn das warme Wasser und die sanfte Massage durch die Wasserstrahlen setzen Endorphine frei. Duschen macht tatsächlich glücklich und die Menschen brauchen ihre tägliche Dosis Glück, um sich gut zu fühlen.

 

Bis vor nicht allzu langer Zeit fristete die Duschkabine ein eher trauriges Dasein. Sie war die Notlösung für kleine Bäder und wurde eher halbherzig eingebaut, wenn dort aus Platzmangel keine Badewanne reinpasste. Die Badewanne galt lange Zeit als Statussymbol und legte den Grundstein für die Bad- & Wellnesskultur im eigenen Haus oder in der Wohnung. Doch das gehört der Vergangenheit an.

 

Das Trendobjekt im Bad: Die Dusche

Trends wandeln sich und auch in den Bädern der Republik geht die Entwicklung in eine andere Richtung. Für viele Menschen wird die Badewanne immer uninteressanter und die Dusche immer wichtiger. Die Badewanne ist längst kein „Must have“ mehr -außer für Familien mit kleinen Kindern.

Vielmehr schlüpfen die Deutschen zum Wachwerden am Morgen oder zum Runterkommen vor dem Zubettgehen unter die Dusche. Der gute alte Waschlappen in Kombination mit dem Waschbecken hat mittlerweile ausgedient.

Eine moderne Dusche hat auch nichts mehr mit den ersten Modellen gemeinsam. Selbst zwischen Duschen von vor 20 Jahren und heutigen Duschen gibt es einen gewaltigen Unterschied. Das Image der Dusche hat sich stark gewandelt. Die Dusche hatte lange Zeit einen eher schlechten Ruf, denn bis weit in die 1950er Jahre hinein gab es Duschen lediglich in Kasernen, Internaten oder Gefängnissen. Auch in den öffentlichen Volksbädern fand man sie. Dort gingen jedoch nur die Leute zum Waschen hin, die kein eigenes Bad besaßen. Der gut situierte Bürger leistete sich den Luxus und stieg in die eigene Wanne. Das sonntägliche Bad wurde zum festen Ritual.

Moderne Duschen haben den Mief der Vergangenheit weit hinter sich gelassen und bieten jeglichen Komfort, sodass keine Wünsche mehr offenbleiben. So gibt es beispielsweise bodengleiche Duschen, die das Bad barrierefreier machen und für Senioren Stolperfallen und Einstiegshürden minimieren. Die Rainshower-Dusche entführt jeden Tag in einen kleinen Urlaub, denn sie weckt Erinnerungen an die letzte Auszeit im Hotel. Dampfduschen holen das Saunafeeling ins heimische Bad.

 

Duschen ist heute mehr als Körperhygiene

Die Trendwende für die Dusche folgte dem geänderten Lebensstil und dem gewachsenen Umweltbewusstsein. So verbraucht das Duschen nur einen Bruchteil des Wassers im Vergleich zum Vollbad. Außerdem wird immer größerer Wert auf die Hygiene gelegt. Ein täglicher Kleidungswechsel ist die Norm. Wer joggt oder Fußball spielt, kommt schnell ins Schwitzen. Dann ist der Sprung unter die Dusche fast obligatorisch, denn niemand möchte sich verschwitzt seinen Mitmenschen zumuten.

Bei der Körperpflege muss es heute in der Regel schnell gehen, denn wir sind oft in Eile. Duschen passt da wunderbar ins Konzept. Der Gang unter die Brause dauert nur rund drei bis fünf Minuten. In dieser Zeit läuft beim Vollbad gerade einmal die Badewanne voll.

Duschen bietet auch Abwechslung: mal kurz, mal lang, mal kalt, mal warm – ganz wie es gerade individuell passt. Außerdem kann der Wasserstrahl ganz nach Lust und Laune modifiziert werden: zwischen anregend und entspannend ist alles möglich.

 

Das Glück wartet unter der Dusche

In Studien gelang Wissenschaftlern außerdem der Nachweis, dass das Duschen die Ausschüttung von Glückshormonen fördert und daher glücklich macht. Das warme Wasser und die sanften Berührungen setzen im Gehirn Endorphine frei. Es ist also wahrlich kein Wunder, dass so mancher der Dusche entsteigt und sich wie neugeboren fühlt.

Deswegen als kleiner Wellness-Tipp für zwischendurch: Dusch mal wieder und steig glücklich aus der Dusche!