DIY: Zimtöl selber machen

Naturapotheke: Nutzen Sie die gesunde Wirkung der Zimtstangen

Zimtöl gilt vielen als Wundermittel und wird teilweise teuer im Fachhandel angeboten. Doch es lässt sich ganz leicht selbst herstellen. Außerdem wissen Sie dann ganz genau, was drin ist. Alles, was Sie dafür benötigen, sind Zimtstangen und ein gutes Öl. Die fettlöslichen Wirkstoffe des Zimtes, die wir als Gewürz so schätzen, werden so einfach herausgelöst. Wenden Sie Zimtöl täglich an, können Sie von der gesundheitsfördernden Wirkung profitieren.

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Unsere Küche braucht mehr Zimtöl, denn gesundheitlich können wir von den wertvollen Inhaltsstoffen nur profitieren. So hilft Zimt beispielsweise, den Blutzuckerspiegel zu senken, indem das Gewürz die Bauchspeicheldrüse positiv stimuliert. Bei Diabetikern sollte Zimt definitiv  öfters als in der Adventszeit auf dem Speiseplan stehen. Zimtöl selbst verfeinert nicht nur Salate sondern auch Fleischgerichte. Es lässt sich ganz einfach selber machen.

 

Zimtöl-Selbermachen: Das Rezept ist kinderleicht

Für das Selbermachen von Zimtöl brauchen Sie nicht mehr als drei Dinge:

  1. Ein gerades, dunkles Glas zum Verschließen. Es sollte eine weite Öffnung haben.
  2. Zimtstangen: Versuchen Sie hier den hochwertigen Ceylon-Zimt zu bekommen. Lassen Sie den billigeren Cassia-Zimt besser links liegen.
  3. Hochwertiges Öl: Hier eignet sich beispielsweise ein kaltgepresstes Olivenöl (extra vergine) hervorragend. Sonnenblumenöl geht selbstverständlich auch.

 

Und so funktioniert’s: 

Die Zimtstangen sollten aus kontrolliertem Anbau stammen. Füllen Sie in das Glas so viel Zimt, wie hineinpasst. Sind einige Zimtstangen zu lang, so zerbrechen Sie sie einfach. Das ist kein Problem, sondern sogar vorteilhaft. Denn je größer die Zimtoberfläche ist, desto besser kann das Öl die Wirkstoffe aus dem Zimt herauslösen.

Ist das Glas gut gefüllt, gießen Sie das Öl auf. Hierbei müssen Sie darauf achten, dass das Öl alle Stangen bedeckt. Das Glas stellen Sie nun an einen warmen Platz und lassen das Zimt-Öl-Gemisch drei Wochen langen ziehen. Sie sollten täglich das Glas früh und abends gut durchschütteln. Das fördert das Lösen der ätherischen Öle und Wirkstoffe im Zimt. Nach drei Wochen sind diese vom Zimt auf das Öl übergegangen. Die Inhaltsstoffe machen es nun zum Zimtöl.

Nun kann das Öl filtriert werden. Dazu gießen Sie das Öl im Glas in ein Glasfläschchen ab. Als Filter eignet sich ein altes Geschirrtuch oder ein Stück Baumwollstoff hervorragend. Auch die Glasflasche sollte aus dunklem Glas bestehen. Das selbstgemachte Zimtöl kann nun an einem kühlen und trockenen Platz gelagert werden. Es ist problemlos drei bis vier Monate lang haltbar.

 

Verwendung des selbsthergestellten Zimtöles

Das selbstgemachte Zimtöl verfeinert beinahe jeden frischen Salat – egal ob Blattsalat, Tomatensalat oder Krautsalat. So lässt sich die positive Wirkung des Zimtes jeden Tag leicht und lecker genießen. Auch zu Suppen oder Fleischgerichten passen ein paar Tropfen nach dem Anrichten der Speisen hervorragend.

 

Was macht Zimtöl so gesund?

Experten empfehlen Zimt bei Diabetes und Insulinresistenz, denn die Wirkstoffe des Zimts wirken positiv auf den Blutzuckerspiegel ein und helfen, den Blutzucker zu senken, da das sogenannte Zimtaldehyd – der Hauptaromastoff der Zimtrinde – die Bauchspeicheldrüse stimuliert. Aber nicht nur die Pankreas sondern auch die Niere profitiert von den ätherischen Inhaltsstoffen des Zimtöls. Sie schützen sie vor Schäden durch starke Gifte. Die Leistungsfähigkeit des Filterorgans wird erhöht, da die Belastung als Entgiftungsorgan reduziert wird.

Trotz aller positiven Effekte sollten Nierenpatienten, deren Nieren bereits geschädigt sind, vor Einsatz des Zimtöles unbedingt Rücksprache mit ihrem behandelnden Arzt halten. Er muss im individuellen Fall einschätzen, welches Gefährdungspotenzial vom im Zimt möglicherweise ebenfalls enthaltenen Cumarin ausgeht. Laut Untersuchungen durch die Stiftung Warentest enthält Ceylon-Zimt deutlich weniger Cumarin als andere Zimtsorten. Hier sind durchaus eineinhalb Teelöffel geriebener Zimt pro Tag erlaubt, bevor das Cumarin gefährliche Dosen erreichen würde. Generell gilt außerdem: In Zimtstangen an sich ist deutlich weniger Cumarin nachweisbar als in geriebenem Zimt.

Bei empfindlichen Menschen kann Cumarin lebertoxisch wirken. Da auch hier bekanntlich die Dosis das Gift macht, sollte man sich auf keinen Fall von den positiven Wirkungen des Zimts und damit des selbstgemachten Zimtöls abschrecken lassen, denn neben dem positiven Einfluss auf Bauchspeicheldrüse und Nieren tut Zimtöl auch den Harnwegen und der Blase gut. Gerade Frauen, die mit häufigen Blasenentzündungen zu kämpfen haben, können von der vorbeugenden Wirkung des Zimtöls profitieren. Und selbst wenn es bereits zu einer Blasen- und Harnwegsentzündungen gekommen ist, kann ein warmes Sitzbad, bei dem Zimtöl mit Eukalyptus- und Teebaumöl kombiniert wird, helfen und Linderung verschaffen. Die Inhaltsstoffe des Trios gelten als antibakteriell und unterstützen so den Körper im Kampf mit den Krankheitsauslösern. Neben der antibakteriellen Wirkung hat Zimtöl sogar eine antifungizide Wirkung. Es kann damit sogar zum Einsatz kommen, um eine Pilzinfektion abzuwehren.

 

Aromatherapie mit Zimtöl

Zimtöl duftet einfach herrlich! Riechen Sie ruhig mehrmals täglich am selbstgemachten Zimtöl, denn es wärmt die Seele und fördert die gute Laune. Unter Kennern der Aromatherapie gilt Zimtöl als probates Mittel gegen Übellaunigkeit. Außerdem stimuliert der Duft des Zimtes das Gehirn. Er unterstützt somit die Denkleistung und das Erinnerungsvermögen. Gerade Demenzpatienten können davon profitieren und leichter längst vergessene Erinnerung abrufen. Denn wer erinnert sich nicht gerne an Omas Zimtsterne aus Kindertagen?

Nutzt man das Zimtöl als Massageöl, lindert eine Mischung aus Zimtöl und Senföl Arthritis-Schmerzen.

 

 

Zimtöl hat viele Vorteile und lässt sich einfach selbst herstellen. Es ist daher ein preisgünstiges Hausmittel, das der Gesundheit viel Gutes tut. Zimt ist jedenfalls viel zu wertvoll, um ihn nur in der Adventszeit im Weihnachtsgebäck zu genießen. Peppen Sie ihren Speiseplan mit selbstgemachtem Zimtöl auf und verleihen Sie ihren Küchenkreationen einen Hauch von Exotik. Profitieren Sie gleichzeitig von der positiven Wirkung der Inhaltsstoffe auf den Blutzucker und das Immunsystem!

 

Disclaimer
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