DIY: Leckere Apfelchips einfach selber machen

Die gesunde Alternative zu Kartoffelchips

Das Jahr ist noch nicht sehr alt, die guten Vorsätze sind vielleicht noch ganz über Bord geworfen. Was stand auf Ihrer Liste: Bikinifigur – ein paar Kilos abnehmen – weniger Ungesundes essen?

Die Redaktion von familien-gesundheit.de hätte für Sie einen Vorschlag, der in die Kategorie „Gesund sündigen“ fällt. Wie wäre es, wenn Sie abends beim Fernsehen die fettigen, salzigen und damit ungesunden Kartoffelchips ersetzen gegen mindestens ebenso leckere, dafür gesunde Apfelchips. Apfelchips lassen sich übrigens prima selber machen. Damit behalten Sie die volle Kontrolle über die Inhaltsstoffe und die Kalorienzahl.

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Leckere Apfelchips lassen sich im Backofen oder im Dörrautomaten ganz leicht selbst herstellen. Somit haben Sie nicht nur 100 Prozent Geschmack, sondern auch die volle Kontrolle über die Kalorienzahl und die Inhaltsstoffe. Bewusste Ernährung leicht gemacht.

 

Selbstgemachte Apfelchips aus eigener Herstellung sind leicht gemacht

Der Aufwand für die selbstgemachten Apfelchips oder auch Apfelringe ist gar so groß, wie die meisten denken. Sie brauchen: Äpfel, einen Apfelausstecher, einen Gemüsehobel, Backpapier, ein Backblech und einen Backofen. Das war es auch schon. Das Equipment sollte in jeder Küche zu finden sein.

Während Sie die Äpfel vorbereiten, heizen Sie am besten gleich auch den Backofen vor. Die Temperatur zum Trocknen bzw. Dörren, wie der Fachmann sagt, sollte 70° C nicht übersteigen. Das Vorbereiten der Äpfel ist ebenfalls ein Kinderspiel, denn Sie entscheiden bei den selbstgemachten Apfelchips, ob Sie die Äpfel nach dem gründlichen Waschen schälen oder lediglich das Kerngehäuse mit dem Apfelausstecher entfernen. Prinzipiell stecken in und direkt unter der Schale die meisten Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, die auch als Fänger von freien Radikalen bekannt sind.

Die so vorbereiteten Äpfel müssen nun nur noch mit dem Gemüsehobel in feine Scheiben geschnitten und auf dem Blech ausgebreitet werden.

 

Tipp aus Omas Schatzkiste

Zitronensaft verhindert das unschöne Oxidieren der Äpfel

Damit die Äpfel schön hell bleiben und durch die Oxidation an der Luft nicht unansehnlich braun werden, kannte Oma bereits einen ganz simplen Küchentrick: Beträufeln Sie die Apfelscheiben mit etwas Zitronensaft oder legen Sie die Apfelringe in eine Schale mit Wasser und Zitronensaft. Die Zitronensäure verhindert, dass das Fruchtfleisch mit dem Luftsauerstoff reagiert. Nach dem Zitronensaftbad müssen die Apfelringe gut ab- und trockengetupft werden, denn sie dürfen nicht nass in den Backofen geschoben werden.

 

Selbstgemachte Apfelchips richtig trocknen

Auf dem Backblech können die Apfelchips recht leicht anbacken. Dies ließe sich durch das Einölen des Backblechs mit etwas Fett oder Speiseöl vermeiden, doch bei dem selbstgemachten Knuspersnack soll bewusst auf den Kaloriengehalt geachtet werden. Daher ist das Unterlegen eines Backpapiers besser.

Die Apfelchips müssen im Ofen bei Umluft ca. 3 Stunden dörren. Sie dürfen dabei nicht backen oder kochen und sollten auch nicht übereinanderliegen. Damit die Apfelchips schön knusprig werden, muss die Tür des Backofens ständig einen Spalt breit offenbleiben, sodass die überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann.

Sie selbst bestimmen den Knusprigkeitsgrad und damit die Länge des Dörrvorgangs. Dieser ist außerdem abhängig von der verwendeten Apfelsorte, der Größe der Äpfel und der Dicke der Apfelscheiben. Sind diese relativ dick geschnitten, sind nach drei Stunden wahrscheinlich noch keine knusprigen Apfelchips, sondern softe Apfelringe entstanden. Diese sind aber ebenso köstlich.

 

 

Verrückte DIY-Apfelchips – Aromen-Experimente

Sind die Apfelchips durchgetrocknet, kann es ans Veredeln gehen. Sie können nun nach Lust und Laune mit den Aromen experimentieren. Immer gut zu Apfel passt natürlich Zimt. Auch wenn es etwas verrückt klingt, doch Apfelchips mit Chili, Curry, Ingwer, Knoblauch oder Paprikageschmack finden ihre Fans.

Damit die Apfelchips keine Feuchtigkeit mehr ziehen können, sollten Sie in einem Glas mit Schraubverschluss kühl und dunkel aufbewahrt werden. Sie sind so mehrere Wochen haltbar. Doch lohnt es sich wirklich so viel Mühe in die Aufbewahrung zu investieren, denn Sie müssen überhaupt Acht geben, dass Sie vom Vorrat etwas abbekommen: Selbstgemachte Apfelchips haben mindestens ein ebenso großes Suchtpotential wie Kartoffelchips. Wenn Sie einmal damit angefangen haben, dann können Sie garantiert nicht so schnell wieder aufhören. Lassen Sie es sich schmecken und denken Sie dabei immer an das englische Sprichwort: An apple per day, keeps the doctor away!