DIY: Halloween-Kürbis selber schnitzen

Schaurig schöne Kürbislaternen selber machen

Was wäre Halloween ohne die orange-gelben Kürbis-Laternen? Richtig: Nur halb so schön! Wahre Schnitzmeister erschaffen hier vergängliche Kunstwerke. Doch auch sie haben einmal klein angefangen und sind mit dem ersten Kürbis gestartet. Deswegen gelten Ausreden nicht und es heißt: Auf die Plätze, fertig … Ran an den Kürbis!

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Ein großen Beitrag zur Populität des Halloween-Festes haben die Kürbis-Laternen geleistet. Mit Fratzen und allerlei anderen Motiven erleuchten die orangen Jack O’Laternen die Herbstzeit. Für Kinder ist das Schnitzen der Kürbisse ein Riesenvergnügen und auch so mancher Erwachsener läuft hier zur Hochform auf.

 

Für Kinder ist das Kürbisschnitzen ein Riesenspaß, aber auch Erwachsene werden viel Freude am Kürbisschnitzen haben. Mit Feuereifer entstehen gruselige Kürbisfratzen. Die Kürbisse in groß und klein schmücken Haustüren und Wohnungen bereits Wochen vor Halloween und erleuchten die Herbstabende und -nächte.

 

Was Sie zum Kürbis-Schnitzen benötigen

Sie benötigen eigentlich nur zwei Dinge: Kürbisse und ein Kürbisschnitz-Set. Für relativ kleines Geld bietet der Handel entsprechende Kürbisschnitz-Sets an, die alles Notwendige wie Schaber, Sägemesser, Dorn und Vorlagenschablonen enthalten. Sie können zunächst aber auch in der eigenen Küche bzw. Werkstatt stöbern. Scharfe Messer (mit glatter und gesägter Klinge), Löffel und ein dicker Nagel (zum Vorstehen) sowie einen Permanent-Marker zum Vorzeichnen finden sich eigentlich in jedem Haushalt.

Mindestens genauso wichtig wie das richtige Werkzeug, ist der Kürbis. Im Idealfall ist dieser im eigenen Garten gewachsen oder auf dem Feld des Bauern um die Ecke. In der Herbstzeit gibt es jedoch Kürbisse auch im Supermarkt oder auf den Wochenmärkten zu kaufen.

Da die Familie der Kürbisgewächse groß ist, macht die vielfältige Auswahl die Entscheidung, welcher der richtige Kürbis zum Kürbis-Schnitzen ist, nicht leichter. Manche Exemplare sind riesig, andere klein. Manche sind rund, andere länglich. Manche sind bunt gestreift, andere einfarbig. Manche sind mit Knubbeln, andere glatt. Zum Kürbis-Schnitzen ist wirklich jeder Kürbis geeignet. Die besonderen Eigenheiten lassen sich in der Regel problemlos in die Fratzen und Gruselgesichter einarbeiten. Sie sind dann gleich Narben oder Runzeln und verleihen dem geschnitzten Kürbis das gewisse individuelle Etwas

 

Zum Schnitzen der Halloween-Kürbisse werden gern orange Kürbisse verwendet

Als Halloween-Kürbisse werden jedoch gerne die orange gefärbten Kürbisse verwendet. Hier bieten sich die großen Muskatkürbisse oder die etwas kleineren Hokkaido-Kürbisse an. Kürbiskenner nehmen zum Kürbis-Schnitzen aber auch gern die Sorten Early Harvest, Jack O’Lantern oder Autumn Gold.

Beim Einkauf ist darauf zu achten, dass der Kürbis reif ist und keine Druckstellen oder dergleichen aufweist. Nehmen Sie ihn daher genau unter die Lupe und betrachten Sie ihn von oben und unten sowie einmal rundum. Machen Sie außerdem den Klopftest. Klingt er innen hohl, ist er reif und für die Weiterverarbeitung beim Kürbis-Schnitzen bestens geeignet.

 

 

Erster Schritt beim Kürbis-Schnitzen: Der Kürbis muss hohl werden

Zuhause angekommen, kann es eigentlich auch schon losgehen. Zuerst muss am Stilansatz vorsichtig ein Deckel aufgeschnitten werden, um in das Kürbisinnere zum Aushöhlen vordringen zu können. Legen Sie den Deckel beiseite. Sie benötigen ihn später wieder.  Nun gilt es, die Kerne mit den Fruchtfleischfäden herauszuholen. Sie können diese in einer Schüssel auffangen und später weiterverarbeiten. So lassen sich die gereinigten Kürbiskerne prima auf eine Schnur auffädeln und sind im Winter ein gern angenommenes Vogelfutter.

Im Kürbis muss ein möglichst großer Hohlraum entstehen, der Platz für das Licht bietet. Je nach gewählter Kerzen- und Kürbisgröße muss also ordentlich gelöffelt und auch ein Teil des Fruchtfleisches herausgekratzt werden. Der dabei entstehende Abfall aus Kürbisfleisch kann in einer weiteren Schüssel gesammelt werden. Aus ihm lässt sich später eine leckere Kürbissuppe kochen.

 

Zweiter Schritt beim Kürbis-Schnitzen: Vorzeichnen des Kürbismotivs

Ist der Hohlraum geschaffen, geht es an mit dem Entwerfen des Kürbismotivs an den kreativen Part. Entweder Sie holen sich im Internet die eine oder andere Anregung oder Sie legen gleich direkt mit dem Freihand-Zeichnen los. Zum Vorzeichnen bewährt hat sich der Permanent-Marker. Er hält selbst auf glatten Kürbissen gut, allerdings auch auf Händen und Tischdecken. Deswegen zuvor den Tisch bitte mit einer alten Decke oder Zeitungspapier abdecken und zum Schutz der Kleidung sollten Kinder einen Malkittel anziehen.

Ein Halloween-Kürbis braucht Augen, eine Nase und en Mund. Reduzieren Sie alles aufs Nötigste, denn zu viele Details erschweren später das Ausschneiden. Wählen Sie eher runde Formen, wirken die Kürbisgesichter freundlicher. Werden scharfe Spitzen und Kanten bevorzugt, so entstehen eher gruselige bis gefährliche Gesellen.

 

 

Dritter Schritt beim Kürbis-Schnitzen: Das Gesicht muss geschnitten werden

Das Ausschneiden der Formen braucht durchaus Kraft, da die Kürbishaut manchmal etwas derber ist. Hier tun sich vor allem Kinder leichter, wenn sie die vorgezeichneten Motive zunächst mit einem Dorn (oder einer dicken Nadel bzw. einem Nagel) vorstechen. Dann geht es an die Arbeit mit dem Messer bzw. der feinen Kürbissäge. Entlang der Linien werden vorsichtig Augen, Nase und Mund aus dem Kürbis geschnitten.

Der Teufel steckt vielfach im Detail und gerade bei kleinen Elementen wie Zähnen kann es durchaus passieren, dass Sie abrutschen und schwupps ist das Missgeschick passiert. Kleine Fehler lassen sich mit einem Zahnstocher schnell reparieren. Dazu wird das fehlende Stück einfach an ein Stück Zahnstocher gespießt und an der gewünschten Stelle platziert.

 

Vierter Schritt beim Kürbis-Schnitzen: Die kleinen Tricks, damit die Kürbislaterne länger hält

Damit die Kürbislaterne länger hält, sollten die Schnittkanten zunächst vorsichtig trockengetupft, als nächstes mit Essig abgerieben (tötet Bakterien ab) und zum Schluss mit Vaseline bestrichen (verhindert ein Austrocknen) werden. Haarspray erhält den Glanz des Kürbisses. Wegen der entstehenden Dämpfe sollte das Einsprühen jedoch an der frischen Luft erfolgen.

Beleuchtet wird der geschnitzte Kürbis traditionell mit einer Kerze. Teelichter sind jedoch sicherer. Allerdings haben sich in den letzten Jahren durchaus auch LED-Lichter bewährt. Sie sollten jedoch für den Einsatz im Außenbereich geeignet sein, da der Kürbis mit der Zeit anfängt, zu „saften“ und das LED-Licht somit mit Feuchtigkeit in Kontakt kommen kann. LED-Lichter punkten oftmals mit einem Farbwechselmodus, sodass sich spektakuläre und schaurig-schöne Lichtstimmungen kreieren lassen.

Leider hält so ein Kürbis nicht ewig. Nach ca. zwei Wochen beginnt er selbst draußen und bei kühleren Temperaturen zu faulen. Dann geht die Pracht dahin, aber dann wird es auch so langsam Zeit für die Vorbereitungen für die Adventsdekoration. Und im nächsten Jahr ist wieder Halloween, wo ein neuer Kürbis geschnitzt werden kann.

 

Der familien-gesundheit.de-Tipp

Kürbisse lassen sich auch prima bemalen

Für das Aushöhlen und Ausschneiden einer Kürbislaterne braucht es schon ein wenig Kraft und Ausdauer. Gerade mit der Geduld tun sich vor allem Drei- bis Vierjährige manchmal etwas schwer. Damit auch sie einen Halloween-Kürbis gestalten können, empfiehlt es sich, die Fratze oder das Monstergesicht mit Farben einfach auf einen unversehrten Kürbis zu malen. Da der Kürbis im Außenbereich platziert wird, eignen sich wasserfeste Farben auf Acrylbasis bestens. Der Halloween-Kürbis lässt sich dann zwar nicht von innen beleuchten, aber durchaus mit einer Lichterkette ansprechend illuminieren. Er ist mindestens genauso schön und gruselig wie eine Kürbislaterne. Im Gegensatz zum geschnitzen Kürbis hält ein bemalter Kürbis sogar länger durch.