DIY: Gemüsechips selber machen – bunt & lecker

Abwechslung beim gesunden Snacken

Selbstgemachte Gemüsechips sind ein ebenso leckerer wie krosser Snack für Zwischendurch. Für Abwechslung ist gesorgt, denn immer nur Kartoffelchips sind ja auch irgendwie langweilig. Wie wäre es stattdessen mit bunten Karotten- oder Rote Bete-Chips?

Die Zutaten und Geräte für die Gemüsechips finden sich in fast jedem Haushalt, sodass es keine Ausrede fürs Nichtausprobieren gibt. Einfach loslegen und genießen!

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Süßkartoffel-Chips sind nur eine von unendlich vielen Varianten der selbstgemachten Gemüsechips. Sie können ganz nach Geschmack mit den Gemüsesorten variieren und auch beim Würzen der Fantasie freien Lauf lassen. Ein Kräutersalz passt ebenso wie feurig-scharfes Paprikapulver oder orientalische Noten mit Curry und Bockshornklee.

 

Für die selbstgemachten Gemüsechips braucht es Gemüse als Hauptzutat. Vor allem Wurzelgemüse wie Kartoffeln, Süßkartoffeln, Petersilienwurzel, Pastinaken, Karotten oder Rote Beete bieten sich an. Hier kann ganz nach eigenem Gusto variiert werden. Und nicht nur geschmacklich sind selbstgemachte Gemüsechips ein Highlight. Sie sind auch etwas fürs Auge, denn nicht nur bei Kartoffeln gibt es mittlerweile wieder viele alte Sorten mit überraschenden Farben.

 

Farbexperimente bei Gemüsechips

Die Kartoffel-Sorte „Blauer Schwede“ ergibt beispielsweise blaue Kartoffelchips. Mit der Sorte „Red Cardinal“ werden die Chips eher rot. Auch bei der Roten Beete wurden mittlerweile neue Sorten mit unterschiedlichen Farben gezüchtet. Bei „Hula Hoop“ ist der Name Programm, da können sogar gestreifte Gemüsechips herauskommen. Und auch Karotten müssen nicht zwangsweise orange sein. In Bayern heißen sie ja nicht umsonst „Gelbe Rüben“. Auf den Märkten gibt es mittlerweile aber auch immer öfter die lila-gefärbte „Urkarotte“ zu kaufen.

Schlendern Sie einfach mal über den regionalen Wochenmarkt in Ihrer Nähe. Hier bekommen Sie bestimmt auch ungewöhnlichere Sorten. Diese „Farbexperimente“ überraschen nicht nur in puncto Farbkombinationen, sondern vielfach auch hinsichtlich des intensiveren Geschmacks.

 

Gemüse für die Chips vorbereiten

Für die Gemüsechips muss das Gemüse zunächst gewaschen und geschält werden, damit es anschließend in feine Scheiben geschnitten werden kann. Dies geht am besten mit einem Gemüsehobel mit entsprechendem Aufsatz oder mit einem Allesschneider. Doch wegen der Verletzungsgefahr hier bitte mit höchster Konzentration an den Geräten arbeiten. Das kleingeschnittene Gemüse wird nun auf Küchenpapier etwas trockengetupft und in eine große Schüssel gegeben.

Nun heißt es, den Backofen vorheizen. Als Temperatur sollten 130° C Umluft eingestellt werden. Die Backbleche können jetzt ebenfalls vorbereitet werden. Damit das Gemüse nicht festklebt, sollten die Bleche mit Backpapier ausgelegt werden.

 

 

Gemüsechips im Ofen backen

Während der Ofen vorheizt, wird über das Gemüse in der Schüssel vorsichtig ein Esslöffel Olivenöl gegeben und alles gut miteinander vermischt. Jede Gemüsescheibe sollte von einem dünnen Ölfilm überzogen sein. Im Anschluss werden die Gemüsescheiben nebeneinander auf die Backbleche verteilt und in den Ofen geschoben. Die Tür darf dabei nicht vollständig geschlossen sein, damit das Wasser entweichen kann und die Gemüsechips schön kross werden. Deswegen sollte ein Geschirrtuch zwischen die Backofentür geklemmt werden.

Insgesamt dauert der Backvorgang rund 35 Minuten. Sind die Gemüsescheiben etwas dicker geraten, so kann sich die Backzeit auch um fünf Minuten verlängern. Die Gemüsechips sind fertig, wenn sie richtig schön rascheln. Zwischendurch müssen sie jedoch einmal gewendet werden. Dies sollte nach ungefähr 20 Minuten erfolgen.

Sind die Gemüsechips fertig, werden sie aus dem Ofen geholt. Die Chips sollten zunächst etwas abkühlen, bevor sie mit Salz gewürzt werden. In einer fest verschließbaren Dose oder in einem großen Schraubglas können die Gemüsechips rund eine Woche aufbewahrt werden. Aber wetten, dass sie nie und nimmer so alt werden?! Frisch zubereitet, schmecken die selbstgemachten Gemüsechips einfach phänomenal und werden selbst Gemüseskeptiker restlos überzeugen. Da kann man erst wieder aufhören, wenn die Schüssel ratzeputz leer ist!

 

Der Tipp von familien-gesundheit.de

Auch kleine Helfer können fleißig beim Gemüsechips-Selber-Machen mit anpacken

Kleine Gourmets können bei der Gemüsechips-Herstellung selbstverständlich mithelfen. Das geht bereits beim Gemüseeinkauf auf dem Wochenmarkt los. Wer entdeckt hier die buntesten Gemüsesorten? Auch beim Gemüse-Waschen und -Putzen können Kinderhände helfend mit anpacken.

Das Verteilen der Gemüsescheiben auf den Backblechen ist eine ebenso wichtige wie meditative Tätigkeit, denn damit alles schön kross wird, dürfen keine zwei Gemüsescheiben übereinander liegen.

Das Beste am Selbermachen ist natürlich die Verkostung am Ende! Welche Unterschiede lassen sich bei den Chips zwischen den verschiedenen Gemüsesorten herausschmecken? Wer ist der Favorit?

 

Zutatenliste für selbstgemachte Gemüsechips

  • 1 Rote Beete
  • 1 mittelgroße Süßkartoffel
  • 2 lila Kartoffeln
  • 1 große Karotte
  • 1 EL Olivenöl
  • 1/2 TL feinkörniges Salz oder 1 TL grobes Meersalz oder ein 1 TL selbstgemachtes Kräutersalz

 

Arbeitsgeräte für selbstgemachte Gemüsechips

  • Backpapier für die Backbleche (notfalls geht auch der Gitterrost)
  • Küchenpapier zum Trockentupfen
  • Gemüseschäler (ein Sparschäler hat sich hier bewährt)
  • Messer und Brett zum Gemüse in Scheibenschneiden (Ein Gemüsehobel oder der Allesschneider kann ebenso verwendet werden)
  • Kochlöffel oder Pfannenwender
  • Schüsseln