Brustvergrößerung mit Stammzellen

Mehr Oberweite durch Fettstammzellen

Nicht jede Frau ist mit einer üppigen Oberweite ausgestattet. Ein schöner, voller, makelloser Busen gehört jedoch zum heutigen Schönheitsideal dazu. Supermodels und bekannte Stars aus der Film- und Musikbranche machen es mit freizügigen Fotos schließlich vor. Von daher ist der Wunsch nach Veränderung bei vielen Frauen durchaus verständlich. Die moderne Schönheitschirurgie kann diesen Wunsch erfüllen. Brustvergrößerung heißt das Zauberwort. Mit verschiedenen Methoden lässt sich eine Körbchengröße oder auch mehrere zulegen. Die bekannteste Methode ist dabei das Einsetzen von Silikon-Implantaten. Doch nicht jede Frau mag den Gedanken an Kunststoff in der Brust. Neueste Trends bei der Brustvergrößerung setzen auf Natürlichkeit und damit auf eigenes Gewebe. Die Brustvergrößerung mit Stammzellen erlebt daher gerade einen kleinen Boom.

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Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Ein wenig Hüftgold an Bauch und Po verlieren und dafür ein üppigeres Dekolleté. Die Schönheitschirurgie macht es möglich dank Transplantation von Eigenfett mit Stammzellen.

 

Nutzung der Fettstammzellen zur natürlichen Vergrößerung der weiblichen Brust

Muss die Brust nach einem Mamakarzinom (Brustkrebs) neu aufgebaut werden, versetzen Chirurgen unter Vollnarkose heute sogar ganze Muskelstränge, um daraus eine neue Brust zu formen. Doch für die einfache Brustvergrößerung ist diese Methode zu aufwändig. Hier setzen die Beauty-Docs unter anderem auf das Lipofilling, also die Brustvergrößerung durch Eigenfett und Stammzellen. Das ganze kann sogar unter Lokalanästhesie erfolgen.

Basis für die Behandlung ist Eigenfett. Fast jeder Mensch hat überflüssige Fettdepots, die sich mit einer Fettabsaugung, der sogenannten Liposuktion, recht unkompliziert „anzapfen“ lassen. Die meisten Frauen sind in dieser Hinsicht auch nicht ganz abgeneigt, direkt zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen: Ein paar Fettpölsterchen verlieren und gleichzeitig ein schöneres Dekolleté durch mehr Brustvolumen und Brustumfang gewinnen.

 

Fettstammzellen rehabilitieren den Ruf des Körperfetts bei Medizinern

Seit dem Jahr 2001 ist darüber hinaus bekannt, dass das Fettgewebe nicht nur Fettzellen sondern auch Fettstammzellen enthält. Hatte Körperfett noch in jüngster Vergangenheit unter Medizinern und Forschern einen schlechten Ruf, weil es als Auslöser für eine Reihe von Krankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder das metabolische Syndrom gilt, konnten die Fettstammzellen das Fettgewebe ein wenig rehabilitieren. Sie sind in Zukunft eine ernstzunehmende Stammzellenquelle für die Regenerative Medizin.

Diese sogenannten ASC (adipose-derived stem cells) sind ein Subtyp der mesenchymalen Stammzellen, die für die Regeneration des Bindegewebes, der Muskulatur aber auch der Knochen und Knorpel zuständig sind. Im Gegensatz zu den normalen Stammzellen, die im Laufe des Lebens sich immer seltener teilen, sind die Fettstammzellen sehr teilungsfreudig. Studien konnten nachweisen, dass injizierte Fettstammzellen im Gewebe Regenerationsprozesse anregen können. Genau diese Mechanismen werden auch bei der Brustvergrößerung mit Stammzellen genutzt. Die Methode lässt die Brust um ein halbes Körbchen bzw. um bis zu zwei Körbchengrößen anwachsen.

 

Welche Verfahren zur Brustvergrößerung mit Eigenfett gibt es?

Es gibt drei Verfahren zur Brustvergrößerung mit Stammzellen und Eigenfett, die sich im Aufwand des Eingriffs sowie der langfristigen Haltbarkeit des neuen Brustvolumens unterscheiden.

 

Methode 1 zur Brustvergrößerung: Mit Stammzellen angereichertes Eigenfett.

Im Englischen wird bei dieser Methode vom Cell-Assisted Lipotransfer (CAL) gesprochen.

Das bei der Fettabsaugung gewonnene Gemisch aus Fettzellen und Zellflüssigkeiten wird hierbei in einem aufwändigen Prozess aufbereitet. Dabei werden die Stammzellen extrahiert. Das zu implantierende Körperfett wird mit ihnen angereichert. Mit diesem stammzellangereicherten Fettgewebe werden die besten und dauerhaftesten Resultate erzielt. Der Vorteil: Ein Großteil des geschaffenen, neuen Brustvolumens bleibt erhalten, da das implantierte Fettgewebe nur in geringen Teilen resorbiert wird. Dank der Stammzellen wachsen die Fettzellen am gewünschten Bestimmungsort an. In der Regel reicht hier ein Eingriff aus. Als nachteilig erweist sich die Dauer des Eingriffes. Durch den Aufbereitungsprozess können zwischen Fettabsaugung und Implantation mehrere Stunden vergehen.

 

Methode 2 zur Brustvergrößerung: Stammzellkonzentriertes Eigenfett

Hier erfolgt eine Konzentration des körpereigenen Fettgewebes. Damit soll die Anzahl der vitalen Zellen pro Volumeneinheit erhöht werden. Man hofft natürlich, dass so auch automatisch mehr Fettstammzellen mit übertragen werden. Trotz optimaler Technik können bei dieser Methode Auffrischungen notwendig werden. Dennoch bleibt ein Großteil des neuen Volumens erhalten.

 

Methode 3 zur Brustvergrößerung: Eigenfetttransfer

Beim herkömmlichen Eigenfetttransfer wird das gewonnene Körperfett ohne weitere Behandlung direkt in die Brüste injiziert. Der Vorteil liegt auf der Hand. Da der Aufbereitungsprozess entfällt, schließt sich die Bruststraffung und Volumenvergrößerung direkt an die Fettabsaugung an. Die Eingriffsdauer verkürzt sich damit erheblich. Doch langfristig muss mit erforderlichen Auffrischungen gerechnet werden, da viele Fettzellen absterben und vom Organismus resorbiert werden. In der Regel bleibt nur ein geringer Teil des neuen Volumens auf Dauer erhalten.

 

Wie läuft eine Brustvergrößerung mit Stammzellen ab?

Die Brustvergrößerung erfolgt ambulant und örtlicher Betäubung. Die Risiken einer Vollnarkose entfallen damit. Ein stationärer Aufenthalt ist nicht nötig. Die Patientin kann noch am gleichen Tag nach Hause entlassen werden. Für den Eingriff muss je nach Methode mit drei bis fünf Stunden gerechnet werden.

Zunächst erfolgt eine Fettabsaugung, um das erforderliche Körperfett zu gewinnen. Experten raten dazu, dass keine maschinellen Absauggeräte zum Einsatz kommen, sondern dass der Schönheitschirurg „gute, alte Handarbeit“ leistet. Diese ist am schonendsten für die Fettzellen, weil sie so weniger Schaden nehmen. Die Liposuktion wird üblicherweise an der Hüfte, den Oberschenkeln oder dem Gesäß vorgenommen. Zum Einsatz kommen heute immer öfter sogenannte echte Mikrokanülen. Auf Wunsch der Patientin kann das Eigenfett mit Stammzellen angereichert oder direkt nach der Entnahme in die zu vergrößernde Brust implantiert werden.

 

Vorteile der Brustvergrößerung mit Stammzellen

Die Brustvergrößerung mit Eigenfett erhält die Natürlichkeit der Brust. Sie wirkt jugendlicher, da sie gestrafft wurde. Anders als bei der Brustvergrößerung mit Silikon-Implantaten und damit künstlichen Fremdstoffen fühlt sich die vergrößerte Brust nicht nur völlig natürlich an, sie sieht auch in Ruhe und Bewegung „echt“ aus. Ein weiterer Vorteil: Da das Eigenfett mit Kanülen entnommen und implantiert wird, gibt es keine Narbenbildung. Nähte sind nicht erforderlich. Die Einstichstellen verheilen problemlos. Das macht auch die Nachsorge wesentlich einfacher.

Disclaimer
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