Badebomben selber machen - DIY-Last-Minute-Geschenk für Weihnachten

Sprudelndes Wellnessglück fürs heimische Bad verschenken

Weihnachten kommt ja immer so überraschen! Gerade erst war Ostern und schwupps, schon neigt sich auch die Adventszeit dem Ende entgegen. Und dann der Super-Gau: Das passende Weihnachtsgeschenk für die Liebsten will sich einfach nicht finden lassen. Wenn der Countdown für Heiligabend läuft, kann schnell Hektik ausbrechen.

Sind Sie es leid, von Geschäft zu Geschäft zu hasten, sich durch die Kaufhäuser und Shoppingcenter zu kämpfen – nur um am Schluss wieder für Vati am Krawattenständer hängen zu bleiben und sich für Mutti in der Schlange in der Parfümabteilung anzustellen? So sehen bekanntermaßen X-MAS-Albträume aus! Machen Sie Schluss damit! Lehnen Sie sich entspannt zurück! Die Redaktion von familien-gesundheit hat für Sie die Alternative: Selbstgemachte Badebomben, die von Herzen kommen! Die Zutaten hierfür verschlingen keine Unsummen des Haushaltsbudgets und zaubern dennoch leuchtende Augen. Verschenken Sie einfach echtes Wellness-Feeling mit den DIY-Badekugeln und lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf.

© gefrorene_wand / pixabay.com

Selbst gemachte Badebomben können ein Last-Minute-Weihnachtsgeschenk sein. Sie sind aber kein Notfall-Geschenk für all jene, die auf den allerletzten Drücker noch ein passendes Geschenk für ihre Liebsten suchen, sondern eine Aufmerksamkeit, die voll im Trend liegt. „Do it yourself“ ist in. Denn diese Geschenke gibt es nicht von der Stange. Sie kommen wirklich von Herzen. Egal ob als Badekugel oder als Badepraline: Die handgefertigten Badebomben sind Luxus pur – dank natürlicher Inhaltsstoffe und den Verzicht auf Konservierungsstoffe. Sie machen die Haut samtweich und pflegen strapazierte Winterhaut streichelzart.

 

Schnelles & einfaches Last-Minute-Geschenk für Weihnachten: Do it yourself Badebomben

Umgangssprachlich werden Badebomben auch gerne als „Badepralinen“ oder „Badekugeln“ bezeichnet. Egal, wie Sie das Endproduktnennen möchten: Der Sprudelzusatz für die Wanne ist schnell selbst hergestellt und eignet sich auch hervorragend zum Verschenken. Das Grundrezept ist denkbar einfach. Sie benötigen:

  • 200 Gramm Natron
  • 100 Gramm Zitronensäure
  • 50 Gramm Speisestärke (Maisstärke ist ideal)
  • 75 Gramm eins hochwertigen, neutralen Fettes. Bestens geeignet sind Kokosfett, Kakaobutter oder Bienenwachs. Sie versorgen die Haut mit reichhaltigen Inhaltsstoffen.

Für die Besorgung von Natron und Zitronensäure müssen Sie nicht zwangsweise ihrem Apotheker des Vertrauens einen Besuch abstatten. Diese beiden Zutaten gibt es heute bereits in gut sortierten Drogerien und nicht mehr ausschließlich in der Apotheke. Das verwendete Fett bildet später im warmen Wasser einen leichten Ölfilm, der die Haut überzieht und so sanft pflegt, bis sie samtweich und streichelzart ist. Der Ölfilm bleibt leider auch in der Badewanne hängen. Keine Angst: Er lässt sich aber mit heißem Wasser problemlos abspülen und damit entfernen. Notfalls kurz mit einem feuchten Tuch und etwas Universalreiniger nachwischen.

 

Schritt 1 auf dem Weg zur Badebombe als DIY-Last-Minute-Geschenk für Weihnachten

Vermischen Sie Natron, Zitronensäure und Stärke in einer ausreichend großen Schüssel intensiv miteinander. Erwärmen Sie in einem Topf das Fett vorsichtig, so lange bis es flüssig ist. Geben Sie das Fett nun langsam zu den trockenen Zutaten und vermischen Sie alles schnell und gründlich.

Durch das Rühren erhalten Sie eine recht trockene, krümelige Masse. Das ist auch gewünscht, denn würde die Masse zu viel Flüssigkeit enthalten, könnte die Zitronensäure bereits jetzt mit dem Natron reagieren.

 

Schritt 2 auf dem Weg zur Badebombe als DIY-Last-Minute-Geschenk für Weihnachten

Im nächsten Schritt geht es an die Verfeinerung des Grundrezeptes für die Badebombe. In puncto Zutaten können Sie Ihrer Fantasie freien Lauf lassen und auch auf die Vorlieben des Beschenkten Rücksicht nehmen. Gut geeignet zum Verfeinern sind: Ätherische Öle, getrocknete Blüten oder Kräuter. Zum Einfärben der Badebombe und damit des Badewassers eignen sich Lebensmittelfarben.

Sie können für die Entspannung beispielsweise eine Lavendel-Badebombe selber machen. Dazu geben Sie ein bis zwei Esslöffel getrocknete Lavendelblüten, eine Messerspitze an lila Lebensmittelfarbe in Pulverform sowie 7 bis 10 Tropfen hochwertiges Lavendelöl in die Grundmasse. Auch hier muss alles wieder schnell und gründlich miteinander vermengt werden.

 

 

Sie können natürlich auch mit Rosenblüten, Ringelblumenblüten, Rosmarin, Pfefferminze oder Zitronenmelisse experimentieren. Diese Bestandteile sollten getrocknet sein. Auch der Abrieb der Zitronenschale eignet sich. Auch er darf gerne kurz antrocknen. Blüten und Blätter sind nicht nur wohlriechende Ingredienzen, sondern in der Badebombe auch kleine Farbtupfer. Um die Haut noch mehr zu verwöhnen, können Sie ebenso Kakaopulver oder Milchpulver hinzufügen. Zart-schimmernde Effekte auf der Haut erzielen Sie mit etwas Lidschattenpulver.

Für alle Experimente gilt: Die Zutaten sollen nach Möglichkeit in Pulverform oder bereits sehr trocken vorliegen. Sie können beispielsweise auch Honig zur Grundmasse der Badebombe hinzufügen. Wählen Sie hierfür Honig mit einer sehr festen Konsistenz und verflüssigen Sie ihn durch vorsichtiges Erhitzen. Ist der Honig von Natur aus zu flüssig, kann er wiederum dafür sorgen, dass das Natron mit der Zitronensäure reagiert. Dies soll ja erst im Badewasser geschehen.

 

Schritt 3 auf dem Weg zur Badebombe als DIY-Last-Minute-Geschenk für Weihnachten

Nachdem Optik, Geruch sowie Farbe stimmen und alles gut miteinander vermischt ist, geht es ans Formen der Badebomben. Am leichtesten sind Badekugeln selber zu machen, denn hier wird die Masse mit der Hand einfach zu Kugeln geformt. Sie können auch zwei Halbschalen füllen und diese gegeneinanderpressen. Doch wo steht geschrieben, dass Badebomben immer rund sein müssen? Auch Pralinen kommen schließlich in den unterschiedlichsten Formen und Varianten daher. Lässt sich diese Vielfalt nicht auch auf die Badepralinen übertragen? Selbstverständlich!

Bei der Form Ihrer DIY-Badebomben können Sie ebenso kreativ werden wie bei den Inhaltsstoffen. Probieren Sie Eiswürfelbehälter in Herzform oder Sternform aus. Nutzen Sie ein Backblech für Mini-Gugelhupfe oder Donuts und füllen Sie die Badebomben-Masse hinein. Bewährt haben sich außerdem Plätzchenausstecher, die gerade in der Adventszeit durch die Plätzchenbäckerei schnell zur Hand sind. Vor dem Einfüllen der Masse können Sie auch ein paar der getrockneten Blütenblätter auf den Boden der Förmchen streuen oder sie wälzen ihre mit der Hand geformte Badekugel anschließend in den getrockneten Blütenblättern.

 

 

Zum Abschluss müssen die selbstgemachten Badebomben mindestens zwei Tage an der Luft gut durchtrocknen, damit die Restfeuchtigkeit entweichen kann und die Badebomben richtig schön fest werden. Ein mollig warmer Ort in der Nähe der Heizung ist dafür bestens geeignet. Anschließend werden die Badebomben zum Verschenken hübsch verpackt – entweder in Folie oder in ein dekoratives Glas. So halten sie sich theoretisch problemlos mehrere Wochen. Doch praktisch werden Sie nach dem Verschenken bestimmt bald nach „Nachschub an selbstgemachten Badebomben“ gefragt, weil auf dieses DIY-Wellness-Produkt fürs eigene Bad niemand mehr verzichten möchte. Und das Beste daran: Sie sparen sich nicht nur das Geld für teure Badebomben aus dem Fachhandel, sondern Sie wissen auch ganz genau was drin ist: Nur beste Zutaten und so gut wie keine Konservierungsstoffe. Dieser kleine Luxus kostet nicht viel!