Babyshower – die Party für die werdende Mutter

Zelebriert die Vorfreude auf die Geburt und das Baby

Die letzten Wochen vor der Geburt können Schwangeren ganz schön lang werden. Sie sind gekennzeichnet von tausend Fragen und viel Neugier: Wie wird das Baby aussehen? Hat es die Augen vom Papa und die Nase von der Mama? Wann wird es mit der Geburt losgehen? Wird alles gutgehen? … Und und und.

Um der Mama in spe die Wartezeit etwas zu verkürzen und gleichzeitig die Vorfreude auf die Geburt noch weiter zu steigern, gibt es in den USA den Brauch der Babyshower-Party. Die Tradition, die werdende Mama noch einmal gebührend zu feiern, kannten wir hierzulande viele Jahre lang nur aus Filmen und Fernsehserien. Doch mittlerweile ist der Trend zur Babyshower-Party auch über den großen Teich nach Europa und Deutschland geschwappt.

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Bei der Babyshower regnet es förmlich Geschenke für die werdende Mutter und das Baby – zum Beispiel in Form einer Windeltorte. Mit diesem Brauch aus den USA soll noch einmal die Schwangere vor der Geburt so richtig gefeiert werden, denn nachdem das Baby geboren ist, dreht sich in der ersten Zeit fast alles ausschließlich um den Nachwuchs.

 

Wer organisiert die Babyshower?

Für die Organisation der Babyshower-Party sind die Freundinnen der werdenden Mutter verantwortlich. Meist lädt die beste Freundin ein und übernimmt die Rolle der Gastgeberin. Der Name „Babyshower“ lässt sich einmal damit erklären, dass es für die Schwangere wie unter einer Dusche buchstäblich Geschenke für sich und das Baby regnet. Ursprünglich war der Brauch auch dazu gedacht, um unerfahrene Mütter auf die neue Rolle vorzubereiten. Den Frauen wurde also erklärt und gezeigt (englisch: to show), wie das mit dem einem Neugeborenen so läuft.

Der Zeitpunkt für die Babyshower-Party liegt im letzten Drittel der Schwangerschaft. Das „Event“ findet meist sechs bis acht Wochen vor dem errechneten Geburtstermin statt. Die werdende Mutter („mom-to-be“) ist dann noch beweglich und kann die Zeit im Kreis der Freundinnen genießen. Im Vergleich zu einem späteren Zeitpunkt ist die Gefahr, dass das Baby die Veranstaltung mit Wehen sprengt, noch relativ gering.

 

Der Tipp von familien-gesundheit.de

Den richtigen Zeitpunkt für die Babyshower-Party finden

Es spricht vieles dafür, die Babyshower-Party nach Möglichkeit direkt an den Anfang des Mutterschutzes zu legen. In Deutschland beginnt dieser gesetzliche Anspruch sechs Wochen vor dem errechneten Geburtstermin. Die Frauen sollen sich entspannt und in Ruhe auf die Geburt vorbereiten. Der berufliche Stress kann so Mutter und Kind nicht mehr belasten.

Der Vorteil liegt ganz klar auf der Hand: Die werdende Mutter hat dann die meiste Zeit und muss sich nicht zwischen Arbeitsalltag, Arztterminen und den üblichen Erledigungen wie den Einlauf aufreiben.

 

Letztlich müssen die Organisatorinnen entscheiden, ob die Babyparty für die werdende Mutter eine Überraschung sein soll oder nicht und ob der werdende Papa eingeweiht wird. Davon abhängig ist nämlich auch die Party-Location für die Babyshower: Sie kann in den eigenen vier Wänden der Familie stattfinden, dann sollte jedoch durch eine klare Aufgabenverteilung gewährleistet sein, dass der Schwangeren keine zusätzliche Arbeit zugemutet wird. Gefeiert werden kann bei der Gastgeberin oder durchaus auch im Lieblingscafé.

Ursprünglich war die Babyshower-Party eine reine Frauenveranstaltung und Männer daher nicht zugelassen. Heute sind Männer durchaus erwünscht.

 

Geschenke für die Babyshower

Zur Party bringt jeder Gast ein kleines Geschenk mit. Das kann ein Fotoalbum sein, ein kleiner Strampler, Baby-Spielzeug oder eine Kuscheldecke. Doch nicht nur das Baby wird beschenkt, auch die werdende Mama sollte nicht zur kurz kommen. So sind Massageöle, eine hochwertige Bodylotion oder ein Wellness-Gutschein bzw. das Angebot, später als Babysitter zur Verfügung zu stehen, beliebte und willkommene Geschenke. Ist die „kugelbauch-Trägerin“, sprich werdende Mama, in das Projekt eingeweiht, können sich die Gäste auch zusammentun und die junge Familie bei der Babyerstausstattung unterstützen.

 

 

Auf einer amerikanischen Babyshower-Party darf der sogenannte „Diaper Cake“, also die Windeltorte, auf keinen Fall fehlen. Dafür wird aus Windeln eine Torte gebastelt und aufwändig mit Babysymbolen und Babyutensilien verziert. Die Windeltorte darf ruhig ein wenig an die Hochzeitstorte erinnern. Mittlerweile werden die Windeltorten in Form und Aufmachung immer extravaganter. Sind Mama und Papa beispielsweise leidenschaftliche Motorradfans, so kann auch die Windeltorte die Form eines Motorrads haben. Haben sich die werdenden Eltern im Zug kennengelernt, liegt eine Zug-Windeltorte durchaus nahe. Das Internet ist voll von ausgefallenen Bastelvorschlägen für Windeltorten. Und auch hierzulande erfreut sich dieses beinahe unverzichtbare Babyshower-Accessoire wachsender Beliebtheit.

Als kleine Aufmerksamkeit und Dankeschön für die Geschenke bekommen die Gäste von der Gastgeberin auch ein kleines Mitgebsel. Mit Süßigkeiten gefüllte Dankeschön-Tütchen sind ein typisches Gastgeschenk.

 

Dekoration für die Babyshower: Fröhlich, kitschig, viel

Amerikanische Babyshower-Partys sind meist total kitschig. „Schuld daran“ ist die aufwändige Dekoration. Es gibt beispielsweise rosa „It’s a girl“-Girlanden oder überall schweben hellblaue Luftballons bei einem Jungen. Der Fachhandel für Party- und Dekorationszubehör bietet 1001 Möglichkeit – angefangen vom Babykonfetti bis zu den passenden Storchenservietten gibt es alles für die „Babybelly-Party“ wie die Babyshower auch genannt wird. Die einzige Regel ist: Es muss fröhlich und üppig sein, sodass nicht der leiseste Zweifel aufkommen darf, was hier gefeiert wird.

Manches Paar will bewusst das Geschlecht des Nachwuchses nicht nennen bzw. will es selbst gar nicht wissen. Auch das ist alles kein Problem. Es gibt genügend Dekoideen und Dekomaterial außerhalb des typischen Blau-für-Jungs-und-Rosa-für-Mädchen-Spektrums.

Für das leibliche Wohl sorgen die Gäste, denn die werdende Mutter hat an diesem Nachmittag frei. Kleine Snacks reichen vollkommen aus. So bringt der eine Gast Muffins mit, der andere den Nudelsalat und der dritte vielleicht einen lecker-würzigen Aufstrich für Cracker und Brot. Als Getränke gibt es Säfte, Mineralwasser und natürlich alkoholfreien Sekt zum Anstoßen.

 

 

Spiele für die die Babyshower

Was wäre eine Babyshower-Party ohne Spiele? Richtig: völlig öde! Deswegen werden ganz viele Spiele vorbereitet, die für Spaß und Stimmung sorgen. Beim Milchfläschchen-Auf-Ex-Trinken ist Schnelligkeit gefragt, beim Um-Die-Wette-Wickeln geht es um Geschick und für die Babybrei-Gläschen-Verkostung braucht es sensible Geschmacksnerven. Das Baby-Lätzchen-Bemalen bringt echte Künstler hervor. Beim Photo-Booth mit entsprechenden Babyrequisiten werden Bilder für die Ewigkeit entstehen. Auch kleine Schätzaufgaben wie „Wie groß ist der Bauchumfang der werdenden Mutter?“ oder ein Baby-Floskeln-Bingo bringen die Babyshower-Gesellschaft auf Trab und sorgen für eine unvergessliche Zeit.