Baby-Bad: So fühlt sich Ihr Kind in der Wanne wohl

Baby-Wellness für Zuhause

Für viele frischgebackene Eltern ist es ein spannendes Erlebnis, ihr Baby zum ersten Mal zu baden. In den ersten Tagen reicht eine Katzenwäsche mit dem Waschlappen zum Beispiel beim Wickeln. Sobald aber der Nabel verheilt ist, steht einem Bad nichts mehr im Wege. Am besten vereinbaren Sie einen Termin mit der nachsorgenden Hebamme, damit sie beim ersten Baden dabei sein kann, um Ihnen die richtigen Handgriffe genau zu zeigen.

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Das erste Bad des Babys ist ein großartiges Ereignis – für Eltern, Großeltern und natürlich dem Kind. Doch damit alles perfekt klappt, sind einige Tipps zu beachten.

 

Bei aller Euphorie und Vorfreude: Bitte bedenken Sie, dass ein solches Bad für Ihr Baby genauso aufregend und anstrengend ist wie für Sie. Wenn Sie merken, dass ihm alles zu viel wird, ist es möglicherweise sinnvoll, das Familienereignis zu vertagen, Ihr Kleines in den Arm zu nehmen, zu stillen und schlafen zu legen. Denn es geht vor allem darum, dass sich Ihr Kind beim Bad in der Wanne wohlfühlt.

 

Wie oft und wie lange werden Babys gebadet?

Es gibt keine feste Regel, wie oft ein Baby gebadet werden sollte. Eigentlich braucht es nur dann ein Bad, wenn es schmutzig ist, und das ist in den ersten Wochen nur dann der Fall, wenn es sich mit Milch bespuckt hat oder die Windel ausgelaufen ist. Fühlt sich Ihr Kind in der Wanne wohl, ist ein Baby-Bad aber auch jeden Tag möglich. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die Babyhaut sehr empfindlich ist und schneller austrocknet als bei einem Erwachsenen. Deshalb sollten Sie es nicht übertreiben, insbesondere nicht, wenn Ihr Baby zu trockener Haut neigt. Aus diesem Grund, und damit das Kleine nicht zu sehr auskühlt, sollte das Bad auch nicht länger als fünf bis zehn Minuten dauern.

 

Wohlfühlbad in der Baby-Wanne oder im Badeeimer

Baby-Badewanne, Wanneneinsatz, Badeeimer – es gibt viele Varianten. Viele Eltern fragen sich schon vor der Geburt, wenn Sie die Erstausstattung für Ihr Baby besorgen, was sie nehmen sollen. Die Meinungen gehen auseinander, und zwar nicht nur bei Hebammen und Kinderärzten, sondern auch bei Eltern. Am besten ist es, abzuwarten in welcher Art Wanne sich das Kind beim Baby-Bad wohlfühlt. Vielleicht können Sie für einen Tag einen Badeeimer von Bekannten ausleihen oder eine Baby-Badewanne von den Nachbarn borgen, bevor Sie selbst eine anschaffen. Solange Ihr Baby noch klein ist, können Sie es sogar im Waschbecken baden. Hier müssen Sie nur darauf achten, dass es nicht versehentlich an den Wasserhebel stößt und unvermittelt einen Strahl kaltes oder heißes Wasser auf den Bauch bekommt. Schön ist es auch, einfach zusammen mit dem Baby in die große Wanne zu steigen. Dann können Sie es auf den Schoß nehmen und gut festhalten. Nur sollte beim Austeigen Ihr Partner oder Ihre Partnerin Ihnen das Baby abnehmen und schnell in ein Handtuch hüllen, während Sie sich selbst abtrocknen.

Egal wie und in welcher Wanne: Lassen Sie auch Babys, die schon selbst sitzen können, und Kleinkinder niemals alleine in der Wanne! Ertrinken geht sehr schnell und ohne Geräusch.

 

 

Seife, Shampoo oder Schaumbad

Babys brauchen keinen Badezusatz. Ein Neugeborenes sollten Sie nur mit klarem Wasser baden, denn Seife trocknet die Haut aus und brennt in den Augen. Zur Pflege können Sie dem Badewasser ein wenig Muttermilch hinzufügen. Verwenden Sie ein Badeöl für Babys, bedenken Sie, dass die Haut dadurch rutschiger wird und Sie das Kleine besonders gut festhalten müssen. Wenn Ihr Baby schon etwas größer ist, können sie eine sanfte Waschlotion verwenden, Sie sollten aber ein mildes Produkt wählen, das frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen ist.

Sobald Ihr Kind selbst in der Wanne sitzen und planschen kann, hat es wahrscheinlich viel Spaß am Schaumbad. Achten Sie auch hierbei darauf, ein für Babys geeignetes Produkt ohne Zusatzstoffe zu verwenden. Ein großes Baby-Bade-Vergnügen, bei dem sich Kinder in der Wanne wohlfühlen, sind übrigens Seifenblasen: ungefährlich und eine perfekte Übung für gezieltes Greifen!

 

Tipps fürs Baby-Bad

An diese Punkte sollten Sie beim Baby-Bad denken

Damit sich Ihr Baby beim Bad in der Wanne wohlfühlt, sollten Sie einige Dinge vorbereiten und beachten:

  • Legen Sie alles nötige neben der Wanne bereit: Waschlappen, Handtuch, eventuell Babyöl, Windel und Anziehsachen. Füllen Sie 37 Grad warmes Wasser ein und kontrollieren Sie die Wassertemperatur mit einem Badethermometer.
  • Achten Sie darauf, dass der Raum nicht zu kalt ist und ziehen Sie Ihr Baby vollständig aus. Nehmen Sie es auf den Arm und lassen Sie es vorsichtig und langsam ins Wasser gleiten, damit es nicht erschrickt.
  • Passen Sie auf, dass der Körper möglichst vom warmen Wasser bedeckt ist, der Kopf aber nicht untertaucht. Sind Sie sich nicht sicher, wie Sie Ihr Kind richtig festhalten sollen, damit es sich beim Baby-Bad in der Wanne wohlfühlt, lassen Sie es sich von der Hebamme ruhig noch einmal zeigen.
  • Reiben Sie Ihr Kind sanft mit einem weichen Waschlappen ab, auch in den Hautfalten am Hals und an weniger gut zu erreichenden Stellen wie hinter den Ohren oder zwischen den Zehen. Auch die Haare sollten Sie einfach mit dem Waschlappen waschen, und zwar erst am Ende des Bades, damit der kleine Kopf nicht auskühlt.
  • Ist Ihr Kind angestrengt, dehnen Sie das Bad besser nicht zu lange aus, fühlt sich Ihr Baby beim Bad in der Wanne wohl, kann es nun noch ein paar Minuten planschen.
  • Legen Sie Ihr Baby anschließend auf das bereitgelegte Handtuch und schlagen Sie es schnell ein, damit es warm bleibt. Trocknen Sie es gründlich ab, besonders auch in den Hautfalten.
  • Ist Ihr Baby nach dem Bad noch nicht zu erschöpft, können Sie es anschließend mit Babyöl einölen und mit einer sanften Babymassage verwöhnen.

 

Disclaimer
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