Ausflugstipp - Osterbrunnen-Tour durch Thüringen & Sachsen

Auf ins Osterland: Wo Kinderaugen leuchten

Viele farbenprächtige Ostereier so weit das Auge reicht. Dazu noch viele Osterhasen und die eine oder andere wunderschöne Ostergeschichte.  Kinder können sich an den bunten Osterbrunnen meist gar nicht satt sehen – eine tolle Tradition aus Franken, die mittlerweile aber auch in Thüringen und Sachsen Fuß gefasst hat.

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Viele liebevolle Details zeichnen die Osterbrunnen aus. Jeder ist anders und damit einzigartig. Für Familien sind die Osterbrunnen ein tolles Ausflugsziel. Der Besuch ist in der Regel kostenlos und ganz nebenbei sind die Schmuckstücke ein toller Hintergrund für den einen oder anderen Schnappschuss im Familienalbum.

 

Die Tradition, zu Ostern den oder die Brunnen eines Ortes mit frischem Grün und bunt bemalten Ostereiern zu schmücken, stammt ursprünglich aus der Fränkischen Schweiz. Der Brauch hat sich mittlerweile zu einem echten Besuchermagneten entwickelt. Ganze Heerscharen von Reisebussen besuchen in der Osterzeit die Region. Viele Busunternehmen bieten Osterbrunnen-Touren nach Franken an – als Tagestouren oder als kleiner Kurzurlaub von drei bis vier Tagen.

Höhepunkte der Ausfahrten sind die prächtigen Osterbrunnen in Heiligenstadt (Landkreis Bamberg, BY), Sulzbach-Rosenberg (Landkreis Amberg-Sulzbach, BY) oder Bieberbach (Landkreis Forchheim, BY) mit mehreren 10.000 aufwändig gestalteten Ostereiern. Den Eintrag ins Guinessbuch der Rekorde hält allerdings seit 2014 die Gemeinde Oberstadion in Oberschwaben (Alb-Donau-Kreis, BaWü). Den dortigen Osterbrunnen zieren knapp 27.000 Ostereier.

Doch mittlerweile hat sich der fränkische Brauch als wahrer „Exportschlager“ entpuppt und viele Nachahmer auch in anderen Teilen Deutschlands gefunden. Ein weiterer Osterbrunnen-Hotspot entwickelte sich in den letzten Jahren bei den fränkischen „Nachbarn“ in Ostthüringen und dem Vogtland, sodass auch dort eine Osterbrunnen-Tour durchaus ihren Reiz hat.

 

Der familien-gesundheit.de-Tipp

Anreise zur Osterbrunnen-Tour durch Thüringen und Sachsen

Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah liegt?

Besucher aus Norden müssen eigentlich gar nicht mehr bis Franken durchfahren. Sie können bereits die A9 an der Abfahrt Lederhose verlassen (erste Abfahrt nach dem Hermsdorfer Kreuz) und Kurs auf das „Osterland“ nehmen. Der Begriff „Osterland“ ist übrigens kein Marketinggag findiger Tourismusmanager. Das Osterland gab es historisch tatsächlich. Es erstreckte sich von Naumburg bis Gera.

Besucher aus östlicher Richtung verlassen die A72 am besten in Reichenbach. Besucher aus Westen fahren die A4 in Gera ab. Besucher aus dem Süden nehmen auf der A9 die Abfahrt Triptis.

 

Märchenhafte Kulisse für einen Osterbrunnen: Die Osterburg in Weida

Die erste Anlaufstation für viele Besucher ist die Osterburg in Weida. Sie ist bereits Teil des thüringisch-sächsischen Osterpfades und gilt als Wiege des Vogtlandes. Majestätisch thront der romanische Burgfried hoch über der Stadt Weida. Nehmen Sie sich ruhig Zeit und lassen Sie den Blick vom Burggarten über die Stadt mit ihrem gut erhaltenen, mittelalterlichen Kern schweifen. Von Weida aus sind es nur 15 Minuten Fahrtzeit bis zum ersten Höhenpunkt: Dem Osterbrunnen auf dem Marktplatz in Berga (Elster). Die bunten Ostereier kontrastieren eindrucksvoll mit dem knallroten Bergaer Rathaus.

In Berga wird der Besucher vor eine schwierige Wahl gestellt. Er muss sich entscheiden, welchen Weg er einschlagen will: Westwärts mit dem Abschluss „Ostereierbaum in Saalfeld“ oder ostwärts mit dem Abschluss „Osterpyramide in Fraureuth“?

 

Die Entscheidung fällt nicht leicht: Ostwärts oder westwärts entlang der Thüringer Osterbrunnen-Route?

Ein Vorschlag für die westliche Osterbrunnen-Route könnte sein: Von Berga über Wolfersdorf und das Osterhasendorf Waltersdorf nach Langenwetzendorf aufzubrechen. Nächste Station von hier aus wäre Merkendorf. Ab Merkendorf ist es über Staitz nur ein Katzensprung bis zu den beeindruckenden Osterbrunnen in Auma und Triptis. Über Neustadt an der Orla und Pößneck geht es auf zum Ostereierbaum nach Saalfeld. Dieser stand bis zum Jahr 2015 auf dem Saalfelder Röder und wurde im Garten der Familie Kraft liebevoll geschmückt. Leider mussten die Krafts altersbedingt aufhören, doch die Saalfelder Tradition kam damit nicht zum Erliegen. Der Ostereierbaum ist in den Schlosspark umgezogen und wird nun von vielen Bürgern und Vereinen gemeinsam initiiert.

Der Vorschlag für die östliche Route der Osterbrunnen-Tour durch Sachsen und Thüringen führt von Berga aus über Wolfersdorf, Niederalbertsdorf, Waltersdorf und Langenwetzendorf zunächst nach Kurtschau. Dort haben die Frauen des Dorfes alle Ostereier liebevoll eingehäkelt und damit ihre Osterkrone geschmückt. Ganz nebenbei bereiten sie so indirekt auch das nächste Highlight vor: den Röhrenbrunnen in der Residenzstadt Greiz, die zu Recht als Perle des Vogtlandes angepriesen wird.

In Greiz finden Sie den Osterbrunnen auf dem Burgplatz direkt vor dem Unteren Schloss. Er erinnert mit seinen textilen Ostereiern ganz an die handwerkliche Tradition von Greiz. Greizer Stoffe waren einst bis weit über die Ländergrenzen hinaus bekannt und begehrt.

 

Wann erstrahlen die Osterbrunnen in Thüringen und Franken?

Die Osterbrunnen in Thüringen und Sachsen sind meist bereits eine Woche vor Ostern zu bewundern. Der Abbau erfolgt in der Regel eine Woche nach Ostern. Die Osterbrunnen in Franken dagegen werden frühestens Gründonnerstag geschmückt, meist sogar erst am Karsamstag. Dafür bleiben sie oftmals bis zu vier Wochen stehen. Wer schlau ist, nutzt also das sich so ergebende Zeitfenster für einen direkten Vergleich und fährt sowohl die Osterbrunnen-Tour in Thüringen und Sachsen als auch in Franken ab.

 

Lust bekommen? Die genauen Geokoordinaten für die Osterbrunnen in Ostthüringen finden Sie hier neben zwei Vorschlägen für eine Osterbrunnen-Tour durch Thüringen und Sachsen.

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