Aquayoga bringt Wasser & Yoga zusammen

Mehr als ein Trendsport: Wasseryoga

Yoga ist auch in Deutschland längst kein exotischer Trendsport mehr. Yoga ist fast schon eine Lebenseinstellung. Oftmals wird Yoga in der freien Natur praktiziert – gern im Park, am See oder am Strand und sogar auf dem Wasser – nämlich auf dem SUP-Paddle-Board. Wem Yoga an Land bereits viel Spaß macht und wohltuende Entspannung bringt, der sollte vielleicht noch einen Schritt weitergehen und die Übungen auch einmal im Wasser ausführen. Das Ganze nennt sich dann Wasseryoga bzw. Aquayoga und ist in Indien, dem Ursprungsland des Yogas, längst gang und gäbe. Die Variante „Aquayoga“ bringt drei perfekte Wellness-Partner zusammen, die sich ideal ergänzen: die wohltuenden Eigenschaften des Wassers, die Fitness-fördernden Bewegungen des Yogas sowie die entspannenden Atemübungen.

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Beim Aquayoga geht es darum, mit der wohltuenden Wirkung des Wassers die positiven Effekte des Yogas weiter zu verstärken: z. B. zur Ruhe zu kommen, die Schwerelosigkeit im Wasser zu genießen und sich sanft hin und her schaukeln zu lassen wie eine Seerose im Teich.

 

Stressabbau dank Yoga

Bekanntlich trainiert Yoga Körper und Geist. Die verschiedenen Übungen aus Körperstellungen (Asana) und Atemübungen (Pranayama) setzen auf kontrollierte Anspannung und gezielte Entspannung. Yoga ist daher bestens geeignet für den Stressabbau. Wer fürs Yoga ins Wasser geht, maximiert diesen Effekt noch weiter, denn der Wasserdruck verstärkt die Wirkung.

Ebenso wie beim „normalen“ Yoga an Land, gilt es auch beim Aquayoga, Grenzen zu spüren und so Achtsamkeit zu erlernen. Idealerweise wird so genau jene optimale Balance entlang der Belastungsgrenze gefunden: Dem Körper soll nicht zu viel zugemutet, aber auch nicht zu wenig abverlangt werden. Wichtig für das Wasseryoga ist es außerdem, im Hinterkopf zu behalten, dass die Ursprungsidee hinter dem Yoga nicht vergessen wird, nur weil neuerdings alles im Wasser stattfindet. Auch beim Aquayoga geht es nämlich darum, sich bewegen zu lernen und nicht nur bestimmte Bewegungen und Übungen abzurufen.

 

Wasser verstärkt Yoga-Effekte

Das Aquayoga verstärkt bestimmte Effekte: Im Wasser entspannen sich die Muskeln leichter. Die sanfte Massage – verursacht durch die Bewegungen des Wassers und der Wellen – regt den Stoffwechsel an. Im Wasser verliert der Körper außerdem sein Gewicht. Diese kleine „Schwerelosigkeit“ entlastet den Stütz- und Bewegungsapparat. Das Herz-Kreislauf-System wird darüberhinaus mehr gefordert, denn es muss auch gegen den Wasserdruck anarbeiten. Bei Bewegungen sorgt der Widerstand des Wassers für eine größere Effektivität, denn ist ein höherer Kraftaufwand zum Ausführen erforderlich.

Und noch ein weiterer Punkt spricht für das Wasseryoga: Das Wasser minimiert das Verletzungsrisiko, sodass sich Aquayoga besonders für Anfänger, Schwangere, Menschen mit Übergewicht und/oder Gelenkproblemen sowie Senioren geeignet. Aquayoga kann daher durchaus als heilsame Bewegungstherapie angesehen werden.

 

Beständig wachsendes Angebot an Aquayoga-Kursen

Noch gibt es in Deutschland nur ein recht schmales Kursangebot, es wächst jedoch beständig. Entsprechende Angebote in ihrer Nähe lassen sich jedoch bestimmt finden. Googeln Sie neben den Begriffen „Aquayoga“ bzw. „Wasseryoga“ auch Yoga Afloat©, Woga© oder Float Yoga. Die ideale Wassertiefe beträgt zwischen 1,30 und 1,50 Meter, weswegen Wasseryoga sogar von Nichtschwimmern praktiziert werden kann. Auftriebshilfen wie Poolnudeln oder Wasserkissen können bei der Rückenlage unterstützen, denn diese sorgt beispielsweise für eine sanfte Dehnung der Wirbelsäule und damit der Rückenmuskulatur. Stehende Übungen schulen dagegen das Gleichgewicht und die Stabilität. Aquayoga verfolgt daher ein ganzheitliches Fitnesskonzept für alle Altersstufen. Für ein besonders effektives Training sollte die Wassertemperatur zwischen 32 und 35° C liegen. Ist das Wasser kälter, so ist mehr Dynamik bei den Übungen erforderlich, um nicht auszukühlen.

 

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