5 einfache Oktoberfest-Regeln für Dummys

So bleiben Sie die Oktoberfest-Saison über gesund

Wenn das Oktoberfest eröffnet wird, steht ganz München Kopf. Millionen Besucher strömen Jahr für Jahr auf die Theresienwiese und wollen eine wunderbare Zeit haben: Gutes Essen, gutes Trinken, gute Musi garantieren Spaß und tolle Laune. Doch die intensiven Wiesn-Tage können schnell an die Substanz gehen. Mit ein paar einfachen Regeln, kommen Sie gut und vor allem gesund durch die Oktoberfest-Zeit.

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Nicht nur Kalorienfallen lauern auf dem Oktoberfest überall. Auch ein paar Gesundheitsgefahren müssen gekonnt umschifft werden, damit Sie heil und gesund über die Oktoberfest-Tage kommen. Wo Verletzungsgefahren lauern und wie sich der Wiesen-Katarrh vermeiden lässt, lesen Sie jetzt.

 

Oktoberfest-Regel für Dummys Nummer 1: Ohne Essen kein Alkohol

Wer auf nüchternen Magen die erste Maß Bier kippt, bekommt schnell die Quittung: Die Welt beginnt sich zu drehen und dank flauer Gefühle im Magen drängt das Innerste nach außen. Das muss nicht sein! Sorgen Sie vor dem Oktoberfestbesuch für eine solide Basis. Ein gutes Wurstbrot oder eine Fischsemmel schaffen eine Grundlage, auf der sich aufbauen lässt. Da das Oktoberfestbier stärker als normales Bier ist und daher auch mehr Alkohol enthält, sollten Sie außerdem hin und wieder eine Runde aussetzen und ein Mineralwasser ordern. So vermeiden Sie Volltrunkenheit. Merken Sie bereits die Wirkung des Alkohols, empfiehlt sich ein Spaziergang an der frischen Luft. Beim Bummel über die Theresienwiese darf es dann gerne eine etwas fettigere Zwischenmahlzeit sein wie ein Stockerl-Fisch oder eine Brezen mit Obazda. Das Fett hilft dem Körper, den Alkohol zu binden.

Wer von vornherein Ärger wegen Volltrunkenheit vermeiden möchte, setzt direkt auf eine Radler-Maß.

 

Oktoberfest-Regel für Dummys Nummer 2: Gute Schuhe sind das A und O

Die Wege auf dem Oktoberfest sind weit. Gutes Schuhwerk ist da die halbe Miete. Auch wenn man viel Geld in das perfekte Wiesn-Outfit investiert hat, aufs Oktoberfest sollte man lieber mit den vielleicht nicht ganz so modischen, dafür eingelaufenen Wanderschuhen gehen. Um schmerzhafte Blasen zu vermeiden, verzichten sie auf die neuen Schnäppchenschuhe vom Sonderangebot. Sie bleiben besser daheim im Schuhschrank.

Viele junge Frauen tragen zum feschen Dirndl gerne Stoffschuhe oder leichte Ballerinas. Doch gegen unachtsame Mitmenschen oder herumliegende Glasscherben bietet dieses Schuhwerk kaum Schutz. Auch wenn hohe Absätze scheinbar unendlich lange Beine zaubern, sollten Frauen auf Stöckelschuhe besser ebenfalls verzichten, denn gerade unter der Einwirkung von Alkohol werden diese schnell zur „wackeligen Angelegenheit“. Es verwundert daher nicht, dass die Sanitätsstationen auf der Wiesn von Schnittwunden an Füßen über Verstauchungen bis hin zum Bänderriss so einiges behandeln müssen, was sich auf falsches Schuhwerk zurückführen lässt.

Ein solches „Wiesn-Abenteuer“ braucht wirklich niemand und es lässt sich mit der richtigen Schuhwahl auch einfach umgehen!

 

Oktoberfest-Regel für Dummys Nummer 3: Obacht beim Anstoßen

Verletzungsgefahr droht beim Oktoberfest nicht nur an den Füßen, sondern ebenso an den Händen und im Gesicht. Das Gefährdungspotential geht dabei nicht von Massenschlägereien aus. Wenn nach zu viel Alkohol ein Wort das andere ergibt und ein paar Hitzköpfe sowie große Emotionen aufeinandertreffen, dann gibt es zwar hin und wieder eine Schlägerei, doch wird diese meist schnell durch das Sicherheitspersonal beendet. Die Gefahr, sich auf dem Oktoberfest zu verletzten, lauert an anderer Stelle, die die wenigsten erwarten. Beim Prosit auf die Gemütlichkeit wird gerne angestoßen. Doch so mancher Bierkrug ist den dabei waltenden, rauen Kräften nicht gewachsen und zersplittert. Die umherfliegenden Splitter können für ernsthafte Verletzungen an Händen und im Gesicht sorgen. Daher gilt die Devise: Anstoßen ja, doch nicht kräftig und laut-scheppernd, sondern besser vorsichtig und leise-klingend.

 

Oktoberfest-Regel für Dummys Nummer 4: Kenne Deine Fitness-Grenzen

Den ganzen Abend im Festzelt auf den Bänken tanzen, kommt einem Halbmarathon schon recht nahe. Jeder Oktoberfest-Besucher sollte daher seine körperlichen Grenzen kennen und nicht bis zum Äußersten gehen. Denn leider werden jedes Jahr erneut die Einsatzkräfte zur Ersten Hilfe mit Verdacht auf Kreislaufkollaps gerufen.

Menschen, die wissen, dass sie eine Herz-Kreislauf-Erkrankung haben oder unter Bluthochdruck leiden, sollten die Festzelte nur dann besuchen, wenn sie sich fit und gut fühlen. Die großen Zelte der Wiesenwirte sind eine Welt für sich: Dort ist es laut, warm und stickig. Das kann für den Körper an sich schon eine Belastung sein. Dann kommt der Alkohol, das gute Essen und das Tanzen, Schunkeln, Hüpfen sowie Klatschen zur Musi noch hinzu.

Wenn Sie sich plötzlich nicht mehr gut fühlen, sollten Sie umgehend versuchen, das Festzelt zu verlassen. Niemand sollte von der Bierbank kippen und sich beim Sturz schwer verletzten. Meist jedoch helfen schon frische Luft und Sauerstoff gegen den kleinen Durchhänger. Achten Sie daher auf die Warnsignale des Körpers. Niemand ist ein Weichei, wenn er rechtzeitig die Notbremse zieht. Nach einer kurzen Verschnaufpause können die meisten einfach und problemlos weiter feiern.

 

Oktoberfest-Regel für Dummys Nummer 5: Wiesn-Zeit ist Stress für das Immunsystem

Wer die Wiesn von Anfang bis Ende auskosten will, muss zwischen durch ein paar alkoholfreie Tage einlegen. Denn der Alkohol-Abbau ist purer Stress für den Körper und Stress schwächt bekanntlich das Immunsystem. Gegen Ende des Oktoberfestes wird in Münchner Praxen häufiger die Diagnose „Wiesnkatarrh“ gestellt. Der Wiesnkatarrh kann viele Symptome haben: angefangen damit, dass sich die Betroffenen müde und schlapp fühlen, über den dröhnenden Kopf und die verstopfte Nase klagen bis hin zu ernsthaften Magen- und Darmproblemen mit Erbrechen und Übelkeit. Die Erklärung ist einfach: Das Partymachen schwächt das Immunsystem, sodass Erkältungsviren oder Durchfallbakterien leichtes Spiel haben. Außerdem sorgt die große menschliche Nähe dafür, dass die Keime schneller von einem Menschen zum nächsten übergehen: Ein Bussi hier, eine Umarmung da, dort mal von der Leckerei mitprobiert und dann will man ja mit dem neuen Schwarm gerne noch romantisch ins Riesenrad.

Möchten Sie gesund über die Wiesn kommen, sollten Sie auf Ihr Immunsystem Acht geben. Viel frisches Obst und Gemüse, Hähnchenfleisch statt Schweinebraten für eine gute Zink-Versorgung, ausreichend Schlaf und öfters mal die Hände waschen sind ein guter Plan, um dem Wiesn-Katarrh zu zeigen, wo der Hammer hängt.

 

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