40 Gramm Vollkorn schützen vor Krankheiten

Länger und gesünder leben dank der positiven Eigenschaften des vollen Korns

Obwohl die Deutschen Ihr Brot lieben, greifen nur etwa elf Prozent zur Variante aus Vollkornmehl. Dabei ist längst bekannt, dass ein hoher Vollkornverzehr vor Herz-Kreislauf-Krankheiten, Typ-2-Diabetes und Übergewicht schützt. Ein internationales Forscherteam belegte kürzlich zudem ein geringeres Risiko für ein koronares Herzleiden, Krebs, Schlaganfall, Atemwegs- und Infektionskrankheiten. Lesen Sie hier, was Vollkorn so gesund macht!

© klaber / pixabay.com

Nur im vollen Korn stecken alle wertvollen Inhaltsstoffe des Getreides. Wir sollten daher versuchen, mehr Vollkornprodukte in unseren Speiseplan zu integrieren – Vollkornbrot, Vollkornnudeln oder Vollkornreis sind gesunde Alternativen. So können Sie gezielt ihr persönliches Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-II-Diabetes oder Krebs senken.

 

Vollkorn-Produkte: Voller Mineralien, Vitamine, Eiweiße und Antioxidantien

Schrieb man die positiven Eigenschaften von Vollkorn bisher allgemein den verdauungsfördernden und sattmachenden Ballaststoffen zu, rücken neueste Forschungsergebnisse einen anderen wertvollen Bestandteil in den Fokus: die Aleuronschicht, welche die inneren Zellen von der äußeren Schale des Kornes trennt. Sie steckt voller Mineralien wie Magnesium und Zink, Vitaminen, Eiweißen sowie Antioxidantien, vor allem Ferulasäure. Bei der Herstellung von weißem Mehl wird diese unverdauliche Faserschicht hingegen abgetrennt: Die Schale und der Keimling werden entfernt und damit auch die gesunden Inhaltsstoffe des Getreides. Für Weißbrot und Weizennudeln findet nur noch das Stärkekorn Verwendung.

 

 

So schaffen Sie es, täglich 40 Gramm Vollkorn zu essen

Wer sich bisher von Weißmehlprodukten ernährt hat, kann seine Ernährung langsam auf Vollkornprodukte umstellen. Eine Menge von 40 bis 90 Gramm Vollkorn erreichen Sie bereits mit ein bis zwei Scheiben Vollkornbrot oder einer Schale Haferbrei pro Tag. Damit auch Ihre Familie Gefallen an der neuen Ernährungsweise findet, empfehlen sich zunächst fein ausgemahlene Vollkornmehlprodukte, die vergleichsweise hell und frei von Körnern sind. Wenn Sie gerne Nudeln essen, können Sie im ersten Schritt Weizennudeln und Vollkornnudeln mischen und nach und nach den Vollkornnudel-Anteil erhöhen. Bei Backwaren gelten Produkte mit Natursauerteig allgemein als verträglicher. Außerdem lohnt es sich, beim Brot andere Getreidesorten wie Dinkel oder Kamut zu probieren, sollte ihre Verdauung irritiert auf die Erhöhung des Ballaststoffanteiles in Ihrer Nahrung reagieren. Achten Sie genau auf die Inhaltsstoffe: Nicht jedes dunkle Brot besteht aus Vollkorn!

 

Fazit: Es sind vor allem die unverdaulichen Fasern, die Vollkorn so gesund machen. Sie stecken voller Vitalstoffe, fördern die Verdauung und halten lange satt. Bereits 40 bis 90 Gramm Vollkorn im täglichen Speiseplan genügen, um sich langfristig vor Krankheiten zu schützen.

 

Disclaimer
familien-gesundheit.de stellt ausschließlich Beiträge für Informationszwecke bereit. Die Hinweise und Informationen sind nicht zur Selbstbehandlung geeignet. Sie ersetzen kein persönliches Gespräch, keine professionelle Beratung, keine individuelle Untersuchung oder fachkundige Behandlung durch ausgebildete und anerkannte, im Gesundheitswesen tätigte Experten wie z. B. Ärzte, Apotheker, Hebammen oder Physiotherapeuten.